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Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau

"Ort des Grauens"

Zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau haben Politiker und Vertreter der Kirchen an die Opfer der Nazi- Verbrechen erinnert. An der Gedenkfeier am Sonntag in Dachau nahmen rund 3000 Menschen teil, darunter auch mehrere hundert ehemalige Häftlinge des KZ Dachau. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber eröffnete gemeinsam mit André Delpech, dem ehemaligen Vorsitzenden des Comité de International de Dachau, nach 60 Jahren wieder den historischen Zugang zum KZ. Das so genannte Jourhaus wird nun zum Eingang der Gedenkstätte.

Am Morgen feierten katholische, evangelische und russisch-orthodoxe Christen im ehemaligen KZ Gottesdienste. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Friedrich Wetter, sagte in seiner Predigt, was in Dachau Entsetzliches geschehen sei, dürfe nie in Vergessenheit geraten. Er betonte: "Aber es wird von uns mehr verlangt als Erinnerung und Gedenken: Wir müssen Position beziehen." Die Gesellschaft sei dafür verantwortlich, dass so etwas nie wieder geschieht.

Das KZ Dachau war am 22. März 1933 als erstes deutsches Konzentrationslager eingerichtet worden. In den zwölf Jahren seines Bestehens kamen nach Unterlagen der SS etwa 30.000 Menschen in dem Lager zu Tode. Die tatsächliche Zahl der Toten ist aber weit höher. Das KZ Dachau wurde am 29. April 1945 von US-Streitkräften befreit. Etwa 32.000 Häftlinge erlangten damals die Freiheit wieder.

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