"Minimalkompromiss"
Europäischer Solarverband spricht sich gegen Emissionshandel aus
Chance oder Last?
Die Organisation verwies auf eine Kampagne gegen den Emissionshandel aus dem Jahr 2001. Eurosolar hatte damals kritisiert, die Weltklimakonferenz würde die Ablösung des fossilen Energieverbrauchs nicht als umfassende Chance wahrnehmen, sondern als eine global zu verteilende wirtschaftliche Last.
Der Emissionshandel sei fatal, da er "die Strukturen der umweltzerstörenden Energieversorgung" konserviere und voller Umgehungsmöglichkeiten stecke.
"Völlig ineffizient"
Nach Auffassung von Eurosolar ist der Handel mit Verschmutzungsrechten "völlig ineffizient". Der Zielwert der bis 2012 angestrebten Emissionsminderungen sehe eine Reduktion um 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid von derzeit 505 auf 495 Millionen Tonnen vor. Allein in den letzten fünf Jahren seien allerdings rund 25 Millionen Tonnen CO2 durch neu gebaute Erneuerbare-Energien-Kraftwerke eingespart worden.
Werde der Ausbau der erneuerbaren Energien auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit gleichem Tempo fortgesetzt, würden allein zwischen 2005 und 2007 weitere 15 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Dabei entstünde keine Bürokratie und auch keine Zertifizierungs- und Händlerkosten, so Eurosolar.
VDEW gegen das EEG
Der Verband der Elektrizitätswirtschaft VDEW habe wiederholt vorgeschlagen ein Zertifizierungs- und Bonussystem für den "grünen" Stromhandel einzuführen. Unter anderem seien interne Papiere aufgetaucht, aus denen hevorginge, dass das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) einen ungewünscht starken Ausbau der erneuerbaren Energien zur Folge hätte.
Dem VDEW wurde deswegen von Umweltschutzorganisationen vorgeworfen, er wolle Marktanteile zurückgewinnen und die erneuerbaren Energien sabotieren (ngo-online berichtete).
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