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Energie | Energiepolitik

Die gesamte physische Welt hat eine energetische und eine stoffliche Seite. Energie spielt daher in die gesamte pysisch-materielle Welt hinein. Kein Prozess geht ohne Energie.

Energiepolitik - Wer profitiert?

Energie ist auch eines der zentralen Politikfelder überhaupt. In der Energiepolitik geht allerdings - anders als vielfach angenommen - nur vordergründig vornehmlich um Techniken wie Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke und erneuerbare Energien. Der tatsächliche Kern der politischen Auseinandersetzung dreht sich um die Frage, wer von dem milliardenschweren Energiegeschäft wirtschaftlich profitiert.

Dieses wirtschaftliche Interesse begründet wiederum, warum die verschiedenen Akteure die eine oder die andere Energietechnik bevorzugen und alle Register ziehen, um sich in der energiepolitischen Auseinandersetzung durchzusetzen.

Energiekonzerne setzen auf Großkraftwerke und große Verbundnetze

Die großen Energiekonzerne sichern sich ihre Marktmacht traditionell durch Großkraftwerke und große Verbundnetze. So setzen sie traditionell u.a. auf:

  • Atomkraftwerke
  • Kohle-Großkraftwerke
  • Strom-Verbundnetze
  • Öl- und Gaspipelines

Mit diesen Techniken befinden sich die Konzerne längst in der Defensive. Weltweit setzt sich in Gesellschaft und Politik die Vorstellung einer 100%igen Vollversorgung mit erneuerbaren Energien durch. Genau dies wird aber von den großen Energiekonzerne seit Jahrzehnten systematisch bekämpft, weil es sich tendenziell um dezentrale Klein-Techniken handelt, die von kleineren Akteuren sehr viel besser betrieben werden können. Dadurch droht den Konzernen das lukrative Geschäft mit der Ware Energie zu entgleiten.

Vor diesem Hintergrund stellen sich die großen Energiekonzerne neuerdings als Befürworter erneuerbarer Energien dar. Ihre Strategie: "Sie könne die angefahrene Entwicklung nur noch dann bremsen, wenn sie selbst drin sitzen", so Energieexperte Hermann Scheer. "Außerdem wollen sie verhindern, dass ihnen die Felle wegschwimmen. Sie wollen Ausmaß und Art der Wende zu erneuerbaren Energien kontrollieren und möglichst mit ihren Strukturen in Vereinbarung bringen." Insbesondere wollen sie dezentrale Kleinprojekte verhindern, die sie nicht selbst in der Hand haben und die strukturwidrig zu Großkraftwerken sind.

Im Bereich der erneuerbaren Energien befürworten sie daher vornehmlich Großprojekte, deren Realisierung seit Jahren bzw. Jahrzehnten schon auf sich warten lässt:

Der Vorteil für die Energiekonzerne: Als Betreiber dieser Großkraftwerke kommen praktisch nur sie selbst in Betracht. Außerdem können sie so das Tempo des Umsteuerns auf erneuerbare Energien selbst kontrollieren, also verlangsamen. Obendrein ist bislang gänzlich unklar, ob es überhaupt zur breiten Realisierung derartiger Großprojekte kommen kann, da kleiner dimensionierte dezentrale Techniken seit Jahren am Markt sind und immer kostengünstiger werden.

Die übrigen Akteure setzen auf "Kraftwerke in Bürgerhand"

Während von den Großkraftwerken nur wenige Großkonzerne wirtschaftlich profitieren, setzen praktisch alle übrigen Akteure konsequenterweise auf die sich dynamisch entwickelnden dezentralen Energietechniken.