Info über Stromverbrauch
Umwelthilfe verklagt Media Markt und Saturn wegen Verbrauchertäuschung
"Media Markt" und "Saturn" wendeten eine Marketing-Strategie an, in der der Preis alles sei und Energieverbrauch und Umweltbelastung nichts zählten, kritisierte die Umwelthilfe. Die auch in anderen Bereichen weit verbreitete "Geiz ist geil"-Mentalität führe zu Skandalen um Ekelfleisch, zu pestizidverseuchtem Billiggemüse, Kinderarbeit und Ausbeutung in Entwicklungsländern wie zu Ressourcenvergeudung und einer Überschwemmung mit Ex- und Hopp-Produkten. Fast immer stünden große Handelsunternehmen wie die Metro-Gruppe im Mittelpunkt dieser Marketing-Strategie, in der der Preis alles sei und Gesundheitsvorsorge, Energieverbrauch, Klima- und Umweltbelastung nichts zählten, so die Umweltschützer.
Die Umwelthilfe verklagte jetzt nach eigenen Angaben die Metro-Ketten "Media Markt" und "Saturn", weil diese Billig-Elektrogeräte verkauften, ohne die mit der Nutzung der Geräte verbundenen möglichen hohen Stromverbräuche (und damit Stromkosten) korrekt zu benennen. Dabei schrecken beide Unternehmen nach Angaben der Umweltschützer vor Verstößen gegen klare Kennzeichnungspflichten zum Schutz von Umwelt und Verbrauchern nicht zurück und verschaffen sich so Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten, die die gesetzlichen Vorgaben einhalten.
Die Deutsche Umwelthilfe hatte unter anderem bereits diverse Autohäuser abgemahnt, weil diese ihren Pflichten zur Information über den Benzinverbrauch ihrer Fahrzeuge nicht nachgekommen waren. Für Montag kündigte die Umwelthilfe ausführliche Informationen über die Verfahren gegen Saturn und Media Markt an.
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Am 01. Dez. 2005 unter:
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