"Bankrotterklärung"

Zentralrat der Juden besorgt über Anstieg rechtsextremer Straftaten

Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist besorgt über den Anstieg rechtsextremer Straftaten in der Bundesrepublik. Diese Entwicklung sei eine "Bankrotterklärung vor allem der Jugend-, Sozial- und Familienpolitik", sagte Generalsekretär Stephan Kramer am Montag dem "Berliner "Tagesspiegel". Er forderte die demokratischen Parteien auf, die Arbeit örtlicher Initiativen gegen Rechtsextremismus stärker als bisher zu unterstützen.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Zahl rechtsextremistisch motivierter Straf- und Gewalttaten 2005 im Vergleich zum Vorjahr offenbar deutlich gestiegen ist. Nach Angaben des Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), gab es einen Zuwachs von 27,5 Prozent auf 15.360. Die Zahl der darin enthaltenen Gewaltdelikte sei von 776 auf 959 gestiegen.

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