Schwerpunkt Afghanistan

GTZ ist in 126 Ländern aktiv

Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) war im vergangenen Jahr weltweit in 126 Ländern aktiv. An 2282 Projekten arbeiteten dabei GTZ-Mitarbeiter und Beschäftigte vor Ort. Die Umsatzerlöse blieben 2005 mit 876 Millionen Euro fast unverändert. Das geht aus dem am Donnerstag in Berlin vorgelegten Jahresbericht der privatwirtschaftlich organisierten, aber dem Bund gehörenden Gesellschaft hervor. Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Ein Schwerpunkt der GTZ-Tätigkeit ist Afghanistan.

Die Einnahmen im gemeinnützigen Bereich lagen 2005 bei rund 778 Millionen Euro. Das waren 86 Millionen Euro mehr als 2004. Die Einnahmen vom BMZ betrugen 667 Millionen Euro. Das Plus von 40 Millionen Euro war vor allem auf Nothilfe und Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Tsunami in Asien zurückzuführen. Der Auftragsbestand im gemeinnützigen Bereich lag Ende 2005 mit 2,117 Milliarden Euro um 4,1 Prozent über dem Wert des Vorjahres.

Ein Schwerpunkt der GTZ-Tätigkeit ist Afghanistan. Dort wurde die GTZ 2004 mit der Steuerung des von der Weltbank finanzierten Nationalen Solidaritätsprogramms zum Wiederaufbau des Landes betraut. Das Programm richtet sich an rund 15.000 Kommunen in den 32 Provinzen. Zusammen mit einheimischen Dorfentwicklungsräten werden Projekte zum Bau von Schulen, Straßen, Brücken und Gesundheitsstationen erarbeitet. Für die Umsetzung stehen pro Jahr 150 Millionen Dollar zur Verfügung. Bisher wurden 14.000 Projekte zur Genehmigung eingereicht. Beim Aufbau des Landes stehe Afghanistan auch fünf Jahre nach dem Sturz der Taliban-Regierung noch immer am Anfang, hieß es.

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