RWE
Atomkraftwerk Biblis bleibt noch mindestens bis ins zweite Quartal abgeschaltet
Nach Darstellung von Zilius liegt die Verzögerung vor allem an den sehr detaillierten Genehmigungsverfahren durch die Aufsichtsbehörden, die im Zuge der Sanierung notwendig seien. RWE nutze den derzeitigen Stillstand aber und habe Revisionen, die eigentlich für später im Jahr geplant gewesen seien, vorgezogen.
Grüne: RWE hat längere Dübel beantragt
Nach Informationen der grünen Landtagsfraktion hat RWE als Ersatz für die fehlerhaft eingebauten Dübel die Zulassung von rund sechs Zentimeter längeren Dübeln beantragt.
"Die eigentlich vorgesehene Generalsanierung von Biblis A und B wurde bisher noch nicht einmal in Angriff genommen", heißt es in einer Mitteilung vom 23. Januar 2007. Da die Genehmigung durch das Deutsche Institut für Bautechnik erst jetzt erfolgt sei, würden die beiden Atomreaktorblöcke noch viele Monate lang keinen Strom produzieren. "Dies alles macht deutlich, um welch gravierendes Problem es sich hierbei handelt."
Jetzt produzierten die Biblis A und B keinen Strom mehr. Für die Partei "steht nun fest: Auch ohne das risikoreiche Atomkraftwerk gehen in Hessen die Lichter nicht aus."
Das Atomkraftwerk Biblis produziert etwa 2500 Megawatt Strom, wenn beide Blöcke in Betrieb sind. Für reguläre und auch für irreguläre Anlagenstillstände wie derzeit müssen Kraftwerksreserven mit einer Kapazität von größenordnungsmäßig 2500 Megawatt zur Verfügung stehen. Den Ersatzstrom für Biblis liefern derzeit im Strommix neben Kohlekraftwerken und anderen Atomkraftwerken auch Windkraftanlagen. Diesen wirft die Atomindustrie gerne vor, sie könnten nicht dauerhaft Strom liefern und bräuchten daher Reservekapazitäten.
Gewinn-Einbußen
Der außerplanmäßige Stillstand von Biblis hat bei RWE bereits 2006 den operativen Gewinn belastet. Schon im November hatte der Essener Konzern darauf verwiesen, dass sich das Unternehmen kurzfristig am Markt habe mit Strom eindecken müssen - zu deutlich höheren Preisen. Dies werde einen "nicht zu vernachlässigenden Effekt" auf das Ergebnis haben.
Nach den Worten von Zilius hat die bisherige Witterung in diesem Winter diesen negativen Effekt ein wenig abgemildert, da die Strompreise wegen des milden Wetters auf einem niedrigen Niveau geblieben seien.
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Am 25. Jan. 2007 unter:
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