BDI fürchtet spekulative Anlagegeschäfte
Wirtschaft fordert Ausrichtung der Außenpolitik auch auf Nicht-Energie-Rohstoffe
Der BDI spricht öffentlich weniger über die Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne als vielmehr über die auf die Arbeitsplätze. Laut BDI-Studie hat der Preisanstieg bei metallischen Rohstoffen seit 2001 in Deutschland bereits 140.000 Arbeitsplätze gekostet, davon rund 50.000 im Investitionsgüterbereich. In Deutschland hingen etwa 1,3 Millionen Arbeitsplätze direkt von der Veredelung metallischer Rohstoffe ab.
Komme es in der Folge "gravierender und dauerhafter Anspannungen auf den Rohstoffmärkten sogar dazu, dass Teile der Wertschöpfungskette wegbrechen", seien die gesamte deutsche Industrie bedroht.
Die Industrievertreter hätten deshalb die Bundesregierung aufgefordert, eine Strategie zu entwickeln, die Außen-, Handels- und Entwicklungspolitik verbinde, schrieb das Magazin. Auch in der Entwicklungspolitik solle das deutsche Interesse an Rohstoffsicherheit berücksichtigt werden. Der Vorsitzende der BDI-Präsidialgruppe Rohstoffe, Ulrich Grillo, forderte, in der deutschen und europäischen Handelspolitik müssten bei kraftvollen bilateralen Verhandlungen die Rohstoffversorgungsinteressen gewahrt werden.
Vor allem China bereite den Rohstoffexperten Sorge, schrieb das Magazin. Die Volksrepublik sei mittlerweile zum weltweit größten Verbraucher von Eisenerz, Kupfer, Zink und Zinn aufgestiegen. In staatlichen Konsortien betreibe das Land eine Integration von Rohstoff- und Minenunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Außerdem beteiligten sich die Chinesen zunehmend an Bergbauunternehmen im Ausland und sicherten sich weltweit den Zugriff auf Lagerstätten - insbesondere in Afrika.
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Am 19. Mär. 2007 unter:
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