headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Unflätige Äußerung erlaubt keine fristlose Kündigung

Geschäftsführer beleidigt

Ein Mitarbeiter einer Oberhausener Buchhandlung, der sich unflätig gegenüber seinen Kollegen geäußert hatte, darf nicht fristlos entlassen werden. Dies entschied das Landesarbeitsgericht Düsseldorf in einem am Freitag bekannt gewordenen Urteil. Nach Ansicht des Gerichts wäre höchstens eine Abmahnung des Mannes zulässig gewesen.

Der Mann hatte gegenüber einer Mitarbeiterin von einer "Scheiß Stasi-Mentalität" gesprochen und sich darauf bezogen, dass die Leitung der Oberhausener Filiale in Dresden ihren Sitz hat. Daraufhin war dem Mann fristlos gekündigt worden, weil er nach Ansicht des Unternehmens mit der Aussage die Geschäftsführer beleidigt hatte.

Dieser Ansicht folgte das Landesarbeitsgericht nicht und erklärte ebenso wie das Arbeitsgericht Oberhausen die fristlose Kündigung für unwirksam. Den Düsseldorfer Richtern zufolge sei "kein eindeutiger Bezug" zu den Geschäftsführern des Mitarbeiters festzustellen gewesen. Zwar sei die Aussage des Mannes unverzeihlich, die Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung damit aber noch nicht erfüllt. (Az: 10 Sa 1321/06)

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!