"Andere Gegner als RAF"

Buback sieht mögliche "Deckung" Verdächtiger durch Geheimdienste

Bei den Ermittlungen zum Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback im Jahr 1977 haben nach Ansicht seines Sohnes Michael möglicherweise Geheimdienste die Täter gedeckt. "Es muss geklärt werden, ob es eine Deckung von Tatverdächtigen unter Beteiligung von 'Diensten' gegeben hat", sagte Buback am 14. Oktober in Karlsruhe. Er äußerte eine entsprechende "Vermutung". Es habe sich "der Eindruck verdichtet, dass es ein bedeutendes Geheimnis gibt, und wir hoffen, dass es keinen Verrat an meinem Vater gab", sagte Buback. Sein Vater habe möglicherweise noch andere Gegner als die RAF gehabt.

Es gebe "bedrückende" Denkmöglichkeiten. "So könnte die Deckung eines Täters deshalb so rasch Wirkung entfaltet haben, da sie vorbereitet werden konnte, weil man von der Tat bereits vor deren Ausführung wusste", sagte Buback. Dies sei zwar "ein schrecklicher Gedanke". Diese Variante könne er aber "nicht mit Sicherheit ausschließen". Er habe Hinweise dafür, dass sein Vater "neben der RAF noch andere Gegner" hatte.

Zugleich drohte Buback mit einer Strafanzeige, wenn die Bundesanwaltschaft nicht rasch gegen das nach seiner Ansicht "dringend tatverdächtige" frühere RAF-Mitglied Verena Becker ein Ermittlungsverfahren einleite. Dann "könnte es sein, dass wir uns gezwungen sehen", eine Strafanzeige wegen des Buback-Mordes vom 7. April 1977 zu stellen.

Ihm sei "klar geworden", dass Becker eine dringend Tatverdächtige sei und "gleichzeitig eine Informantin des Geheimdienstes", sagte Buback.

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