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Brennelement-Kugeln aus Versuchsreaktor offenbar bereits seit 1967 in der Asse

Hoch-radioaktiver Atommüll?

Im Atommülllager Asse im Kreis Wolfenbüttel liegen offenbar schon länger kugelförmige Brennelemente als Betreiber und Behörden bislang zugegeben haben. Aus Begleitpapieren geht hervor, dass schon 1967 und 1969 solche Brennelemente mit einer Graphitummantelung angeliefert und eingelagert wurden. Bereits in der vergangenen Woche war zu erfahren, dass zwischen 1973 und 1976 fast hundert Fässer mit Brennelement-Kugeln aus einem Versuchsreaktor in Jülich in die Asse gebracht wurden. Nach Ansicht von Bürgerinitiativen und des atomkritischen Chemie-Professors Rolf Bertram aus Göttingen sind diese Kugeln "eindeutig hoch radioaktiv".

Der Betreiber der Asse, das Helmholtz-Zentrum München sowie das niedersächsische Umweltministerium, haben bislang lediglich die Anlieferung von acht Fässern mit Brennelemente-Kugeln eingeräumt. Helmholtz-Sprecher Heinz-Jörg Haury bezeichnete diese Abfälle als "mittel radioaktiv".

Die 1967 und 1969 in die Asse gebrachten Brennelemente stammen offenbar ebenfalls aus dem damaligen Kernforschungszentrum Jülich. Während die Brennelemente-Fässer in den 1970er Jahren laut Begleitpapieren von der Kernforschungsanlage Jülich angeliefert wurden, weisen die Dokumente für 1967 und 1969 die Firma Nukem als Lieferanten aus.

Das in Hanau ansässige Unternehmen stellte Brennelemente für Atomkraftwerke her. 1988 entzog der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) Nukem die Betriebserlaubnis. Grund war die Verwicklung der Nukem-Tochter Transnuklear in einen Atom-Skandal. Die Firma hatte Hunderte Fässer mit angeblich schwach radioaktivem Atommüll falsch deklariert und ihnen Plutonium und Kobalt beigemengt.

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