headerquote

Seite 1 bei Google kann so einfach sein.

unabhängige Autoren mit eigener Meinung

Lafontaine ruft SPD-Mitglieder zum Parteiwechsel auf

"25 Prozent arbeiten im Niedriglohnsektor"

Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine hat Mitglieder der SPD aufgerufen, nach dem Rückzug ihres Vorsitzenden Kurt Beck zu seiner Partei zu wechseln. "Wenn Steinmeier und Müntefering beim Agenda-Kurs bleiben, kann ein wirklicher Linker nur noch zu uns kommen", sagte der einstige SPD-Chef der "Süddeutschen Zeitung". Zum Rücktritt Becks sagte er: "Ihm ist übel mitgespielt worden. Er sieht sich getäuscht und hat daraus die Konsequenzen gezogen."

Die Parteirechte habe sich durchgesetzt, die Parteilinke in der SPD eine "erneute Niederlage" erlitten, sagte Lafontaine. "Leid tun mir die Hartz-IV-Empfänger, die Rentner und die Arbeitnehmer, denn die SPD ist nicht bereit, ihre Agenda-Politik zu ändern, die dazu geführt hat, dass 25 Prozent der Deutschen im Niedriglohnsektor arbeiten und eine Rentenerwartung von 400 Euro haben", sagte der Parteichef.

Linke-Fraktionschef Gregor Gysi sieht die SPD einbetoniert in der großen Koalition: "Müntefering und Steinmeier sind Anhänger der großen Koalition, der Agenda 2010, von Hartz IV und internationaler Bundeswehreinsätze", sagte er dem "Handelsblatt". "Mit ihnen gibt es keine neuen Ansätze, keine Veränderung der SPD." Speziell der neue SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier "will offensichtlich auch nach der Wahl 2009 Vizekanzler in einer großen Koalition bleiben", sagte Gysi.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!