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Friedensdemonstration am 20. Februar in Berlin

Bundeswehr raus aus Afghanistan

Die deutsche Friedensbewegung mobilisiert für Samstag, den 20. Februar, nach Berlin. Die Proteste richten sich gegen die geplante Truppenaufstockung in Afghanistan. Die Friedensbewegung fordert den Abzug deutscher Bundeswehr-Soldaten aus dem Krieg am Hindukusch. "Deutsche Soldatinnen und Soldaten sind keine Entwicklungshelfer in Uniform. Die Bundeswehr tötet am Hindukusch. Nach dem Bombenabwurf in Kunduz wissen das alle", so die Kritik. Schon jetzt seien mehr als 100.000 ausländische Soldaten in Afghanistan. "Die Menschen in Afghanistan fühlen sich dadurch nicht befreit, sondern besetzt. Das nährt den bewaffneten Widerstand." Dennoch sei geplant, insgesamt 40.000 weitere Soldaten in den Afghanistan-Krieg zu schicken. Davon 850 aus Deutschland. Die Entscheidung darüber obliegt den Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

Die Friedensbewegung verweist darauf, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung diesen Kriegseinsatz der Bundeswehr klar ablehnt. Die Forderung an die Politik: "Wir fordern die Bundestagsabgeordneten auf: Stimmen Sie mit Nein. Schicken Sie keine weiteren Truppen, sondern ziehen Sie diese ab. Nur dann hat der Frieden eine Chance, können die humanitären Hilfsorganisationen ungefährdet arbeiten."

Deutschland stehe erneut vor einer folgenschweren Entscheidung: "Mehr Soldatinnen und Soldaten und mehr Waffen, damit mehr Tote und mehr Verletzte. Oder: Waffenstillstand, Truppenabzug und zivile Hilfe."

Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, am 20. Februar in Berlin gegen den Krieg zu protestieren. "Macht den Abgeordneten klar: Gegen unseren Willen schickt die Bundesregierung weitere Truppen an den Hindukusch", heißt es im zentralen Aufruf. "Gegen unseren Willen werden weitere Milliarden für den Krieg ausgegeben. Gegen unseren Willen werden neue Waffen eingesetzt. Afghanistan braucht zivilen Aufbau, der verstärkt werden muss. Afghanistan braucht kein Geld für den Krieg."

Auf der Kundgebung sprechen unter anderem der Theologe Eugen Drewermann, Claudia Haydt von der Informationsstelle Militarisierung (IMI) sowie Vertreter von Studierenden und der Gewerkschaften.

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