fleisch
Schweineschwarten
Prozess um umdeklarierte Schlachtabfälle verzögert sich
Im Prozess um den Deggendorfer Fleischskandal hat das Landgericht Memmingen sechs weitere Verhandlungstage bestimmt. Bislang waren drei Prozesstage vorgesehen. Wegen der umfangreichen Beweisaufnahme seien weitere Termine nötig gewesen, sagte eine Gerichtssprecherin am Montag. In dem Verfahren geht es um mindestens 1000 Tonnen umdeklarierter Schlachtabfälle, die in die Lebensmittelverarbeitung eingeschleust worden sein sollen. Angeklagt ist der 40-jährige Ex-Geschäftsführer der inzwischen insolventen "Deggendorfer Frost GmbH".
Gentechnik
Greenpeace protestiert gegen gentechnisch veränderten Mais
Greenpeace-Aktivisten ernteten am Mittwoch genmanipulierten Mais auf einem Acker in Wölsickendorf und deponierten ihn in 30 Mülltonnen sowie drei überdimensionalen Landliebe-Milchflaschen und Campina-Joghurtbechern. Die "Agrargenossenschaft Höhe e.G." aus Wölsickendorf, die den Gen-Mais anbaut, liefere ihre Milch an den Molkereikonzern Campina/Landliebe. Daher werde Greenpeace die Mülltonnen mit Gen-Mais am Donnerstag bei der Campina-Zentrale in Heilbronn abgeben. Die Umweltschützer fordern den Konzern auf, Anbau und Verfütterung von Gen-Mais bei seinen Vertragslandwirten zu verbieten. Mais werde in Deutschland vorwiegend als Futter für Milchkühe verwendet. Greenpeace kritisiert, dass die Sicherheit der Gen-Pflanzen für Mensch und Umwelt nicht geklärt sei. Das zeigten auch Fütterungsversuche mit dem Gen-Mais MON810 an Ratten, die am Mittwoch die Europafraktion Bündnis 90/Die Grünen veröffentlichte.
Abgelaufen
Erneut 36 Tonnen Fleisch beschlagnahmt
Die Funde von zu lange gelagertem Fleisch reißen nicht ab. Bei der Überprüfung eines Tiefkühlhauses im Kreis Neuss wurden rund 36 Tonnen Fleisch sichergestellt, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum in den vergangenen Monaten abgelaufen war, teilte das Verbraucherschutzministerium in Düsseldorf am Donnerstag mit. Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) sprach sich unterdessen für ein Verbraucherinformationsgesetz aus.
Verbraucherinfos als Lösung
Fleisch-Skandalfirma behält Betriebsgenehmigung
Die im Zusammenhang mit der illegalen Umetikettierung von Schlachtabfällen zu Lebensmitteln in die Schlagzeilen geratene Deggendorfer Frost GmbH darf mit behördlicher Genehmigung weiter in Betrieb bleiben. Es gebe "keine rechtliche Handhabe" für eine Schließung des Betriebs, erklärte das Landratsamt Deggendorf. Nachdem der frühere Geschäftsführer als mutmaßlicher Urheber des Fleischskandals in Untersuchungshaft sitze und es nun einen neuen Betriebsleiter gebe, dürfe die gewerberechtliche Zulassung nicht entzogen werden, sagte Amtssprecher Josef Ehrl. Das bayerische Umweltministerium bestätigte diese rechtliche Einschätzung des Landratsamtes. Das Bundesverbraucherschutzministerium kritisierte die Union und auch die Staatsregierung in Bayern, weil diese über den Bundesrat das Verbraucherinformationsgesetz der rot-grünen Bundesregierung hätten scheitern lassen.
Abfall zu Lebensmitteln
Skandal um Fleischabfälle weitet sich immer mehr aus
Der bayerische Fleischskandal weitet sich immer mehr aus. Nach Angaben von Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) geht es inzwischen um 2500 Tonnen Schlachtabfälle, die in die Produktion von Lebensmitteln geschleust wurden. Bislang war von 1700 Tonnen die Rede.
Fleischabfälle
54 bayerische Fleischbetriebe bei Großrazzia überprüft
Im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Fleischskandal sind am Donnerstag in Bayern 54 Betriebe durchsucht worden. Dabei handelt es sich offenbar um alle Firmen, die im Freistaat als Zwischenbehandlungsbetriebe für die Verarbeitung von Fleischabfällen für Tierfutter zugelassen sind. Solche Fleischabfälle sollen illegal umetikettiert und in die Produktion von menschlichen Nahrungsmitteln geschleust worden sein.
"Schönfärberei"
Fleisch im Supermarkt soll durch Rotlicht frischer wirken
Künftig könnte rötliches Licht an der Fleischtheke dafür sorgen, dass Fleisch frischer aussieht als es ist. Davor warnten die Verbraucherzentralen am Donnerstag. Bisher habe eine DIN-Norm den Einsatz färbender Lampen in diesem Bereich verboten. Jetzt solle die Norm aber abgeschafft werden. Die Verbraucherschützer kündigten an, Einspruch einzulegen und forderten Verbraucher auf, sich ihrer Initiative anzuschließen.
Bundesinstitut
Auf Verzehr von rohem Schweinefleisch verzichten
Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor dem Verzehr von rohem Schweinefleisch. Im Januar dieses Jahres seien in Deutschland gehäuft Erkrankungen durch einen seltenen Salmonellentyp aufgetreten, sagte ein Institutssprecher am Samstag in Berlin. Die bisherigen Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass rohes Schweinefleisch die Ursache ist. Die Salmonellose sei eine Infektionskrankheit, die zu Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit führe.
Keine Entwarnung
Seit Jahresbeginn so viele BSE-Rinder wie 2003 insgesamt
In Deutschland kann nach wie vor keine BSE-Entwarnung gegeben werden. Seit Jahresbeginn wurden insgesamt 54 Rinder positiv auf die Rinderseuche getestet. Damit sei jetzt schon der Stand des gesamten Vorjahres erreicht, sagte am Sonntag der Chef des Friedrich-Loeffler-Instituts, Thomas Mettenleiter, auf der Insel Riems.
US-Fleischhersteller klagt
Rechtsstreit um "Spam"-Begriff
Der US-Fleischhersteller Hormel, der Schweinefleisch unter dem Namen "Spam" vertreibt, hat gegen die Software-Firma Spam Arrest Beschwerde eingelegt. Dies berichtet die Washington Post. Der Grund liege im Antrag der Spam Arrests Company, den eigenen Firmennamen marktrechtlich schützen zu lassen. Hormel sehe dies als Bedrohung für seinen Markennamen, da Spam Arrest Software zur Abwehr von so genannten Spam-Mails für E- Mail-Nutzer produziert und der Begriff Spam hier negative Verwendung finde. Die eingereichte Beschwerde werde nun vor dem zuständigen Gericht für den Schutz von Markennamen vorgetragen, Anwälte glaubten jedoch nicht an Erfolg.
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