tarifstreit
Durchschnittlich 666 Euro pro Monat
Rekord-Tarifplus für Azubis
Auszubildende haben von den Tarifverhandldungen 2009 profitiert: So sind im vergangenen Jahr die tariflichen Ausbildungsvergütungen um 3,7 Prozent gestiegen - das höchste Plus seit 15 Jahren. Durchschnittlich erhielten Azubis in tarifgebundenen Betrieben 666 Euro im Monat. Dies hat das Bundesinstitut für Berufsbildung ermittelt.
"Unzureichende Lohnsteigerung"
Ver.di fordert erstmals Diözese zu Tarifgesprächen auf
Die Gewerkschaft ver.di hat erstmals eine Aufforderung zur Aufnahme von Tarifverhandlungen an die katholische Kirche gerichtet. Wie der ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg am Dienstag (16. Dezember) in Stuttgart mitteilte, wurde die katholische Amtskirche Rottenburg-Stuttgart aufgerufen, mit der Gewerkschaft Tarifgespräche aufzunehmen. Laut ver.di richtet erstmals eine Gewerkschaft eine solche Forderung an die katholische Kirche. Grund sei die "völlig unzureichende Steigerung der Löhne und Gehälter" in diesem und im kommenden Jahr.
Tarifstreit ohne Ergebnis
Tausende Ärzte im Warnstreik
Mehrere Tausend Klinikärzte in Deutschland haben sich am Donnerstag nach Angaben des Marburger Bundes (MB) an einem eintägigen Warnstreik beteiligt. Sie wollten damit gegen die aus ihrer Sicht schleppend verlaufenden Tarifverhandlungen für die insgesamt 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern protestieren. Auch die vierte Verhandlungsrunde in Wiesbaden blieb ohne Einigung. Ein von der Arbeitgeberseite am Nachmittag vorgelegtes Angebot lehnte die Ärztegewerkschaft als "enttäuschend und unbefriedigend" ab. Die Verhandlungen sollen Anfang April fortgesetzt werden. Bundesweit folgten Mediziner an mehr als 200 kommunalen Kliniken dem Aufruf zum Warnstreik. Eine Notfallversorgung war nach Angaben des MB aber überall garantiert gewesen.
Niederlage für Telekom
Tarifumstellungen ohne Einverständnis des Kunden sind rechtswidrig
Nach langem Rechtsstreit mit der Deutschen Telekom AG errang die Verbraucherzentrale Brandenburg nun eigenen Angaben zufolge "endlich einen Erfolg". Dies teilte der Geschäftsführende Vorstand Alexander Bredereck mit. "Das Landgericht Bonn schloss sich unserer Rechtsauffassung an, dass Tarifumstellungen ohne Einverständnis des Kunden rechtswidrig sind." Die Verbraucherschützer hatten Klage eingereicht, nachdem sich monatelang und massenhaft Verbraucher über unfreiwillige Tarifumstellungen beschwert hatten.
Lohnsteigerungen unter Preissteigerungsrate
Höhere Tarifabschlüsse als im Vorjahr
In der Tarifpolitik zeichnet sich offenbar eine Trendwende in der ab: Die Tarifabschlüsse im ersten Halbjahr 2006 fallen durchschnittlich höher aus als im vergangenen Jahr. Dies ergibt sich aus der aktuellen Halbjahresbilanz, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung vorlegte. Insbesondere der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie mit einem Tarifplus von 3 Prozent habe eine positive Signalfunktion gehabt. Allerdings wirkten die langfristigen Tarifabkommen aus dem vergangenen Jahr nach, die in zahlreichen Branchen sehr niedrige Tarifsteigerungen für dieses Jahr vorsehen. Besonders ins Gewicht falle der öffentliche Dienst: Dort gebe es infolge der "Modernisierung der Tarifstrukturen" bis 2007 nur Einmalzahlungen.
Tarifstreit
NRW will angeblich keine Verhandlungen mit Marburger Bund aufnehmen
Das Land Nordrhein-Westfalen will im Tarifstreit der Uni-Klinikärzte keine separaten Verhandlungen mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund aufnehmen. Es sei zwar ein Gespräch über "die Zukunft der Universitätskliniken" geplant, an dem auch Vertreter des Wissenschaftsministeriums teilnehmen sollten, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Finanzministeriums am Mittwoch. Dabei werde sicherlich auch der Tarifstreit angesprochen. "Wir führen aber keine separaten Verhandlungen", betonte sie. Dies sei weiter Aufgabe der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Sie wies damit einen Zeitungsbericht zurück, wonach NRW dem Beispiel Bayerns folgen und der Ärztegewerkschaft Verhandlungen anbieten wolle.
Wirtschaftsanalyse
Weitgehende Abkehr vom Flächentarifvertrag in Ostdeutschland
Neun von zehn ostdeutschen Industrieunternehmen sind nicht in einem tariffähigen Arbeitgeberverband organisiert. Diese Unternehmen, die in der Mehrzahl untertarifliche Löhne zahlen, haben keinen Wettbewerbsvorteil, so der aktuelle Wochenbericht 13/2004 des DIW Berlin. Die Abkehr von der kollektiven Lohnfindung war für diese Unternehmen notwendig, um überhaupt wettbewerbsfähig zu sein. Überdies gibt es keinen Hinweis, dass die ostdeutsche Industrie wegen des Lohnniveaus Probleme hat, sich gegen die osteuropäische Konkurrenz zu behaupten. Allerdings hat eine Abkehr von der kollektiven Lohnfindung für die Unternehmen häufig zur Folge, dass es für sie schwer wird, Fachkräfte zu finden.
Das Auto stehenlassen
Neue Bahn-Tarife stoßen auf Zustimmung
Verkehrs- und Umweltverbände äußerten sich positiv über die Korrekturen im Preissystem der deutschen Bahn AG. Angesichts des dramatischen und anhaltenden Rückgangs der Fahrgastzahlen im Fernverkehr habe die Führungsspitze des Konzerns mit den vorgestellten Neuerungen die richtigen Konsequenzen gezogen, so der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Auch nach Ansicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) könne das Unternehmen so das verlorene Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Mit der Junioren-Bahncard für Schüler, Studenten und Azubis zum halben Preis greife die Bahn eine zentrale Forderung der Verbände auf. Ebenso positiv sei die Einführung der Senioren-Bahncard, der Erhalt der Mitfahrerrabatte und die Vereinfachung der Sparpreise. Nun müsse die Bundesregierung noch die Wettbewerbsnachteile der Bahn gegenüber dem Flugzeug abbauen.
Meinungsforschung
Mehrheit will ein anderes Bahn-Tarifsystem
65 Prozent der Deutschen wollen die alte Bahncard wiederhaben. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Emnid-Instituts für die neueste Ausgabe des Hamburger Greenpeace Magazins, die am kommenden Freitag erscheint. 47 Prozent wollen vollständig zum alten Tarifsystem zurückkehren; ebenfalls fast die Hälfte der Befragten wünscht sich ein komplett neues, verbessertes Preissystem. Auch die jüngste Senkung der Stornogebühren gehe 73 Prozent der Deutschen als Reformschritt nicht weit genug.
Bahn-Tarifstreit
Donnerstag sollen Bahnen bundesweit stehen
Die Streikaktionen im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn sind am Dienstag erneut ausgeweitet worden. Arbeitsniederlegungen in den bayerischen Verkehrsknotenpunkten München, Nürnberg und Regensburg brachten die bislang massivsten Warnstreiks bei der Bahn, wie Unternehmen und Gewerkschaften übereinstimmend berichteten. Zwischen 5.45 und 9.15 Uhr beteiligten sich insgesamt 400 Beschäftigte an den Aktionen zur Durchsetzung der Gehaltsforderungen, teilten die Gewerkschaften Transnet und GDBA mit. Sie wollten damit vor den am Donnerstag weiter gehenden Tarifverhandlungen Druck auf den Bahn-Vorstand ausüben. An diesem Tag soll nach "Tagesspiegel"-Informationen nach den regional begrenzten Warnstreiks der Bahnverkehr in Deutschland flächendeckend lahmgelegt werden. Die Aktion solle während des Früh-Berufsverkehrs stattfinden, teilte das Berliner Blatt am Dienstag mit.
Tarifstreit
Bahngewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Geld und Ost-Angleichung
Die Bahngewerkschaften gehen mit der Forderung nach einer eindeutigen und klaren Einkommensverbesserung von linear fünf Prozent in die am Mittwochnachmittag in Berlin beginnenden Tarifverhandlungen. Dieser Beschluss sei nach einer ausführlichen und teils heftigen Diskussion in der Großen Tarifkommission gefasst worden, sagte Transnet-Vorsitzender Norbert Hansen am frühen Nachmittag in Berlin.
Einigung im Tarifstreit
Kein Streik - Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommen mehr Geld
Frank Bsirske, der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Verhandlungsführer für den Bund, Innenminister Otto Schily (SPD), hatten in der Nacht zum Freitag ihren Kompromissvorschlag verkündet. Für die rund drei Millionen Arbeiter und Angestellten wurden Lohnsteigerungen um insgesamt 4,4 Prozent vereinbart. In diesem Jahr werden die unteren Gehaltsgruppen rückwirkend zum 1. Januar um 2,4 Prozent angehoben. Die oberen Gehaltsgruppen werden zum 1. April um den gleichen Prozentsatz erhöht. Im kommenden Jahr gibt es für alle in zweiten Schritten jeweils ein Prozent mehr Geld.
Tarifstreit
Arbeitgeber wollen nicht auf ver.di zugehen
Die Arbeitgeber wollen bei den Verhandlungen im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes nach Angaben des bayerischen Finanzministers Kurt Faltlhauser (CSU) ein neues Angebot vorlegen. Man sei jedoch mit dem bisherigen Angebot den Gewerkschaften "mehr als die Hälfte" entgegen gekommen. Faltlhauser machte deutlich, dass die Arbeitgeber keinen Spielraum über das bisherige Angebot von insgesamt 2,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt hinaus sehen.
Tarifstreit
Keine Einigung im öffentlichen Dienst
Ein Arbeitskampf im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes rückt immer näher, obwohl sich die Schlichtungskommission auf eine Empfehlung geeinigt hat. Nach viertägigem Verhandlungsmarathon votierten die Gewerkschaftsvertreter in der Nacht zum Montag mit der Stimme des Schlichters Hans Koschnick für einen Kompromissvorschlag, der zeitlich gestaffelte Einkommensverbesserungen im Gesamtvolumen von drei Prozent vorsieht. Die Arbeitgeber stimmten geschlossen gegen den Schlichterspruch. Am Mittag will die Bundestarifkommission der Gewerkschaft ver.di über den Vorschlag beraten. Wenn bei der Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen keine Einigung erzielt wird, ist ein Streik wahrscheinlich.
Tarifstreit im öffentlichen Dienst
Schlichtungsergebnis im öffentlichen Dienst Anfang Januar erwartet
Im festgefahrenen Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst hat am Wochenende in Bremen die Schlichtung begonnen. Beim ersten Treffen der Schlichtungskommission aus Vertretern der Gewerkschaften und der Arbeitgeberseite aus Bund, Ländern und Gemeinden wurden zunächst die Verhandlungsthemen festgelegt. Die Schlichter Hans Koschnick und Hinrich Lehmann-Grube teilten mit, dass das eigentliche Schlichtungsverfahren vom 2. bis zum 5. Januar in Bremen stattfinden wird.
Tarifstreit im Öffentlichen Dienst
DGB unterstützt Ver.di-Forderungen - langer Streik droht
Kurz vor Beginn der Schlichtung im öffentlichen Dienst stehen sich die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Arbeitgeber mit unverrückbaren Positionen gegenüber. "Die 3 muss vor dem Komma stehen", sagte der nordrhein-westfälische ver.di-Vorsitzende Hartmut Limbeck der "Bild"-Zeitung. Wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegten, drohe ein "sehr, sehr langer Streik". Der Verhandlungsführer der Länder, Bayerns Finanzminister Kurt Falthauser (CSU), warf den Gewerkschaften vor, Deutschland erpressen zu wollen. Sachsens DGB-Chef Hanjo Lucassen verteidigte ver.di gegen "vollkommen unangemessene" Kritik. Die Schlichtungsverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern beginnen am Samstag in Bremen.
Tarifstreit im Öffentlichen Dienst
Heißer Winter: Streikvorbereitungen bei Ver.di in vollem Gange
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ist nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst offenbar trotz des bevorstehenden Schlichtungsverfahrens auf Streik eingestellt. "Wir haben mit den Vorbereitungen für eine kräftige Welle von Streiks bereits begonnen", sagte ver.di-Chef Frank Bsirske der Tageszeitung "Die Welt". Er fügte hinzu: "Mit der Anrufung der Schlichters wollen wir den Arbeitgebern die Chance geben, auf den Weg der Vernunft zurückzukehren. Sicherheitshalber stellen wir uns aber auf eine harte Auseinandersetzung ein."
Tarifkonflikt
Redakteure und Verleger vertagen Verhandlungen
Die Tarifgespräche für die mehr als 15 000 Redakteure der Tageszeitungen sind am Montag auf den 3. Dezember vertagt worden. Das teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Düsseldorf mit. Zuvor hatten die Verleger ein Angebot von 2,1 Prozent mehr Lohn bei einer gleichzeitigen Senkung des Urlaubsgeldes um 15 Prozent vorgelegt. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und die Gewerkschaft ver.di lehnten den Vorschlag als "nicht annehmbar" ab, da es einer Nullrunde gleichkomme.
Tarifeinigung am Bau perfekt
Zum 1. September gibt es 3,2 Prozent mehr Gehalt
Die Einigung im Tarifkonflikt des deutschen Baugewerbes ist perfekt. Der erste bundesweite Arbeitskampf seit 50 Jahren in der Branche sei mit der Annahme des Tarifergebnisses durch beide Vertragsparteien beendet, erklärte die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Donnerstag. Nach den Gewerkschaftsmitgliedern hätten sich auch die Arbeitgeber - der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) - mehrheitlich für die Annahme des Tarifkompromisses vom 25. Juni ausgesprochen.
Annäherung an Westniveau
Tarifeinigung im Bereich Textile Dienste
Für die 70.000 Beschäftigten der Branche Textile Dienste haben sich die Tarifparteien am Freitag in Göttingen auf einen Abschluss geeinigt. Danach werden die Entgelte nach Angaben der IG Metall in den alten Bundesländern ab 1. August dieses Jahres um 3,8 Prozent und ab 1. Oktober 2003 um 3,0 Prozent erhöht. In den neuen Bundesländern steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen ab 1. August um 4,5 Prozent, ab 1. April kommenden Jahres dann um 3,0 Prozent und ab 1. Oktober 2003 um weitere 2,7 Prozent.
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