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welthungerhilfe

Stellvertreter Töpfer

Bonner Oberbürgermeisterin neue Präsidentin der Welthungerhilfe

Die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann ist die neue Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe. Die SPD-Politikerin wurde am Donnerstag (27. November) auf der Mitgliederversammlung der Hilfsorganisation in Berlin gewählt. Ihr Stellvertreter ist der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU). Die bisherige Vorstandsvorsitzende Ingeborg Schäuble hatte nach zwölf Jahren nicht mehr kandidiert.

Welthungerhilfe & Bundeswehr

Diskussion über zivil-militärische Zusammenarbeit

Die Bundeswehr und die von der Gattin des deutschen Innenministers, Ingeborg Schäuble, geleitete Welthungerhilfe arbeiten im Rahmen der "zivil-militärische Zusammenarbeit" in mehreren, von westlichen Truppen besetzten Ländern eng zusammen. Das Hauptproblem für die Welthungerhilfe besteht offenbar inzwischen darin, dass sich ihre "Entwicklungshelfer" durch die Zusammenarbeit mit westlichen Militärs zunehmend Gefahren ausgesetzt sehen. Zudem sprach die Organisation der Bundeswehr gewisse Kompetenzen ab. So setzt sich der Deutsche Bundeswehrverband gegen die Kritik der Welthungerhilfe zur Wehr, deutschen Soldaten fehle es an entwicklungspolitischem Sachverstand. Die Welthungerhilfe forderte von den "Interventionsstaaten" in bewaffneten Konflikten wie Afghanistan zudem, sie sollten Hilfsorganisationen nicht "instrumentalisieren".

"Wettlauf gegen die Zeit"

Deutsche Welthungerhilfe berichtet von Notlage im Niger

Die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) wies am Freitag auf eine Hungersnot in Niger hin. Schon im Januar habe sich wegen der geringen Niederschlagsmenge und der Heuschreckenplage im vergangenen Jahr ein gravierendes Nahrungsmitteldefizit abgezeichnet. In der nordwestlichen Provinz Tahoua, die mit am stärksten betroffen sei, habe eine behördliche Untersuchung im März ergeben, dass nur ein Viertel der benötigten Nahrung zur Verfügung gestanden habe. Die nächste Ernte werde erst im Oktober erwartet und zur Zeit würden täglich allein im Nordwesten des Landes 400 Menschen an den Folgen der Unterernährung sterben. Die meisten von ihnen seien Kinder. DWHH-Sprecherin Marion Aberle sprach von einem Wettlauf gegen die Zeit. "Wenn wir schnell handeln, können wir noch Schlimmeres verhindern."

Afrika

Welthungerhilfe besorgt über Sicherheitslage in Togo

Die Deutsche Welthungerhilfe ist besorgt über die Sicherheitslage in Benin im Grenzgebiet zu Togo. Nach Angaben von Entwicklungshelfern treffen trotz der mittlerweile angeblich eingetretenen Ruhe in Togo nach den umstrittenen Präsidentenwahlen noch täglich neue Flüchtlinge in Benin ein. Im Auffanglager Hilacondji, unmittelbar an der Grenze zu Togo, kommen Menschen mit Schussverletzungen und Wunden durch Schlagstöcke. Sie stammen aus dem nahe gelegenen Aného, das neben der togoischen Hauptstadt Lomé besonders stark von Unruhen und Militärübergriffen betroffen war.

Biologische Vielfalt notwendig

Welthungerhilfe warnt vor überzogenen Hoffnungen auf "grüne" Gentechnik

Die Zahl der Hungernden vor allem in Afrika und Südasien wird sich offenbar vorerst nicht verringern. Die Deutsche Welthungerhilfe warnte, es sei keine Trendwende in Sicht. Insgesamt seien nach den letzten Zahlen der Welternährungsorganisation FAO 798 Millionen Menschen in Entwicklungsländern unterernährt. Die Organisation warnte vor überzogenen Hoffnungen auf die "grüne" Gentechnik.

Die Zeit wird knapp

Welthungerhilfe fordert sofortigen Stopp der Vertreibungen in den Tschad

Die deutsche Hilfsorganisation Welthungerhilfe fordert den sofortigen Stopp der Vertreibungen der Menschen aus der Krisenregion Darfur. Immer mehr Menschen suchen Zuflucht im Nachbarland Tschad. Rüdiger Ehrler, Projektleiter der Deutschen Welthungerhilfe erklärt: "Hält diese Entwicklung an, ist das seit Wochen von den Übergriffen bewaffneter Reitermilizen heimgesuchte Gebiet bald menschenleer." Damit hätte die sudanesische Regierung ihr Ziel erreicht. Von internationaler Seite müsse stärkerer Druck auf die Regierung in Khartum ausgeübt werden, die internationalen Hilfsorganisationen bisher verbietet, rund eine Million Flüchtlinge in der Region Darfur mit dringend benötigten Nahrungsmitteln zu versorgen.

Internationaler Frauentag

Welthungerhilfe würdigt Einsatz der Großmütter von Aids-Waisen

Den Großmüttern von Aids-Waisen in Afrika widmet die Deutsche Welthungerhilfe den diesjährigen Weltfrauentag. Derzeit gibt es 11 Millionen Aids-Waisen in Afrika; bis 2010 werden 20 Millionen Kinder ihre Eltern oder einen Elternteil verloren haben. Damit sind Großmütter häufig die letzte Rettung vor Obdachlosigkeit; sie bilden das soziale Sicherungsnetz für Tausende von Kindern. Allein in Südafrika werden schätzungsweise 500.000 Aids-Waisen von ihren Großmüttern versorgt.

Welthungerhilfe warnt

Erwartungen an Gentechnik nicht mit Tatsachen verwechseln

Während der Deutsche Bundestag am Donnerstag auf Initiative der CDU über "Potenziale der grünen Gentechnik für die Welternährung" debattierte, warnt die Deutsche Welthungerhilfe davor, Hunger und Unterernährung in der Dritten Welt als Argument für eine verstärkte Förderung der Gentechnik zu benutzen. Erwartungen an eine Technologie dürften nicht mit überprüfbaren Tatsachen verwechselt werden.

Kongo

Welthungerhilfe kritisiert UN-Sicherheitsrat wegen schwacher Friedenstruppe

Die Deutsche Welthungerhilfe hat den UN-Sicherheitsrat kritisiert, weil er sich in seiner Nachtsitzung zum Dienstag nicht auf eine Verstärkung der Friedenstruppe im Nordost-Kongo einigen konnte. "Die Vereinten Nationen müssen doch wissen, dass sie jetzt für die Sicherheit der Zivilbevölkerung verantwortlich sind, und dass es ohne ein stärkeres Engagement der UN ein Blutbad geben wird", sagte die Vorsitzende der Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble.

Humanitäre Hilfe

Welthungerhilfe weitet Unterstützung für Nordkorea aus

Die Deutsche Welthungerhilfe hat am Wochenende erneut eine Rahmenvereinbarung über humanitäre Hilfe mit dem nordkoreanischen Komitee für Wiederaufbau abgeschlossen. Dr. Theo Sommer, Vorstandsmitglied der Deutschen Welthungerhilfe, unterzeichnete die Vereinbarung in Pjöngjang, teilt die Organisation mit. Ziel sei es, die Arbeitsbedingungen der Organisation in Nordkorea zu verbessern. Die Vereinbarung gilt zwei Jahre. Zwar habe sich die Ernährungslage in den letzten Jahren dank der Hilfe von außen beträchtlich verbessert, so Sommer. Noch immer aber seien knapp 20 % der Kinder untergewichtig und fast 40 % im Wachstum zurückgeblieben.

Welthungerhilfe

Kinder in Nordkorea noch immer vielfach unterernährt

Trotz der massiven Hilfe von außen sind nach Schätzungen der Deutschen Welthungerhilfe immer noch 45 % aller Kleinkinder in Nordkorea chronisch unterernährt. Insgesamt 13 % der rund 23 Millionen Einwohner des Landes leiden an Hunger. Die täglichen Nahrungsmittel-Rationen, die die Nordkoreaner über das staatliche Verteilungssystem bekommen, sind in den letzten Monaten von 300 auf ca. 200 Gramm gesenkt worden. Vor vier Jahren galten noch 60 % der Kinder als unterernährt.

Hungersnot bedroht Millionen Äthiopier

Welthungerhilfe startet umfangreiche Hilfsmaßnahmen nach Dürre in Äthiopien

Die Deutsche Welthungerhilfe hat ein umfangreiches Hilfsprogramm für Äthiopien gestartet, um die von Hunger und Dürre bedrohten Menschen zu unterstützen. Bereits jetzt sind mehr als sechs Millionen Menschen auf Hilfe von außen angewiesen, im nächsten Jahr werden bis zu 12 Millionen Äthiopier Unterstützung brauchen. Besonders schlimm ist die Situation in den Afar und Somali Regionen im östlichen Tiefland und der Oromiya Region im Südosten des Landes, wo die beiden letzten Regenzeiten fast völlig ausgefallen sind. Mehr als die Hälfte der Ernte ist dadurch vernichtet worden, und viele Tiere sind bereits gestorben.

Erdbeben

Welthungerhilfe leistet Hilfe in Afghanistan

Die Deutsche Welthungerhilfe beteiligt sich an der umfangreichen Hilfe für Erdbebenopfer in Afghanistan. Am Montag abend hatten starke Beben die Erde in der Provinz Baghlan erschüttert. Die Stadt Nahrin wurde dabei fast vollständig zerstört. Die internationalen Hilfsorganisationen schätzen die Zahl der Toten auf 2.000, etwa 20.000 Menschen sind obdachlos geworden.

Katastrophenhilfe für Kongo

Deutsche Welthungerhilfe verteilt Nahrungsmittel und Trinkwasser

Die Deutsche Welthungerhilfe verteilt seit Dienstag Nahrungsmittel und sauberes Trinkwasser in der Stadt Goma. An zentralen Verteilungsstellen erhalten die bedürftigen Menschen Bohnen, Öl, Zucker, Salz und Seife. Etwa 3.000 Familien bekommen dadurch in den nächsten Tagen eine erste Überlebenshilfe. Der größte Teil der Nahrungsmittel wird im Hinterland von Goma lokal aufgekauft und per LKW in die Stadt transportiert. Parallel dazu stellt die Deutsche Welthungerhilfe sauberes Trinkwasser für die Menschen bereit. Zwei Tanklastzüge mit mehr als 30.000 Liter Kapazität stehen in der Stadt bereit. Das Wasser wird aus dem Kivusee entnommen und mit Chlor versetzt. Etwa 60.000 Menschen können seit Mittwoch morgen sauberes Trinkwasser bekommen.

Armut

Welthungerhilfe beklagt zunehmende Versorgungsprobleme in Afghanistan

Die Versorgung der afghanischen Zivilbevölkerung ist nach Angaben der Welthungerhilfe durch die US-Luftangriffe erheblich erschwert. Die Strukturen für die Lebensmitteltransporte würden durch den Krieg zerstört, berichteten Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe nach ihrer Rückkehr aus dem Krisengebiet.

Welthungerhilfe

Norden muss Märkte weiter für Süd-Produkte öffnen

Die Deutsche Welthungerhilfe fordert eine stärkere Öffnung der Märkte der Industriestaaten für Waren aus Entwicklungsländern. Als Teil einer "Allianz gegen Armut, Hunger und Umweltzerstörung" müsse der Norden seine Märkte noch weiter für Produkte aus dem Süden öffnen, hieß es in Erklärung. Zudem dürfe die Entwicklungshilfe nicht weiter beschnitten werden.