Ein "guter Tag" für Springer

Deutsche Bank ersteigert Springer-Aktien

Der Streit um die Springer-Aktien von Leo Kirch ist beendet. Erwartungsgemäß ersteigerte die Deutsche Bank am Dienstag in Frankfurt am Main den 40-prozentigen Anteil des Münchner Medienunternehmers an der Axel Springer Verlag AG für 667,3 Millionen Euro. Das Aktienpaket hatte zuvor der Deutschen Bank als Sicherheit für einen Kredit an die insolvente Kirch-Gruppe in Höhe von rund 720 Millionen Euro gedient. Springer-Sprecherin Edda Fels sprach nach Auktionsende von einem "guten Tag für den Springer Verlag".

Nach dem Erwerb der Aktien durch die Deutsche Bank entfielen nun "die Störmanöver" von Leo Kirch. Verlagserbin Friede Springer halte weiterhin an ihrer Absicht fest, mehr als fünf Prozent des Aktienpakets selbst zu erwerben, sagte Fels. Die Deutsche Bank beabsichtigt einer Pressemitteilung zufolge, die erworbenen rund 13,6 Millionen Aktien in Teilen oder vollständig weiterzuverkaufen, sobald sie angemessene Angebote erhalten habe. Mit der Verleger-Erbin Friede Springer würden bereits konkrete Gespräche über den Verkauf eines Teilpakets von zehn Prozent am Kapital der Gesellschaft geführt. Der Springer-Sprecherin zufolge würde Friede Springer dann direkt oder indirekt 55 Prozent an der Axel Springer Verlag AG halten und über eine Mehrheit an dem größten europäischen Zeitungsverlag verfügen.