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US-Moskitos resistent gegen Insektizid

Gestochen

US-Forscher haben bei Moskitos Resistenzen gegen das Insektizid Pyrethroid festgestellt. Die Tatsache beunruhige nicht nur die Landwirte, sondern auch die Gesundheitsbehörden. Ausgerechnet jene Stechmücken würden nämlich für die Verbreitung des West-Nile-Virus verantwortlich gemacht, berichtet das Journal for Pest Management Sciences in seiner jüngsten Ausgabe. Die Studie der Forscher verweise zwar darauf, dass viele Insekten in Afrika und Asien gegen Pyrethroide tolerant sind, es aber bisher in Nordamerika keine Resistenzen gegeben hätte. Pyrethroide wurden als Nachfolge-Schädlingsbekämpfungsmittel von den hochgiftigen Substanzen wie DDT und Lindan eingesetzt.

Die Moskitos der Spezies Culex pipiens wurden im kalifornischen Marin County in einem Pool unter einem Haus entdeckt. Die Forscher seien sich nicht im Klaren darüber, ob es einen Austausch mit anderen Insekten geben konnte, schließen dies jedoch nicht aus. Sie rechneten damit, dass die Resistenzen sich in ganz Nordamerika ausbreiten werden. Nach ersten Untersuchungen zeigten die Insekten aber keine Resistenzen gegen Organophosphate.

Pyrethroide wurden als Nachfolge-Schädlingsbekämpfungsmittel von den hochgiftigen Substanzen wie DDT und Lindan eingesetzt. Sie galten in der Fachwelt zunächst als relativ ungefährlich und sollten nur auf Kaltblütler wie Insekten wirken. "Dann aber stellte sich heraus, dass lediglich das natürliche, aus Chrysanthemen gewonnene Pyrethrum vergleichsweise unschädlich ist, da es durch UV-Einstrahlung rasch abgebaut wird" , erklärt Michael Obeloer, Sachverständiger für Schadstoffe in Innenräumen. Für synthetische Gemische von Pyrethroiden gelte dies nicht. Der Experte warnt insbesondere vor dem Einsatz der Insektizide in geschlossenen Räumen. "Auch Hinweise auf den Verpackungen wie etwa über behördliche Zulassung und Unbedenklichkeit geben tatsächlich keine Sicherheit vor Gesundheitsgefahren", so Obeloer. Primär wirkten Pyrethroide als Nervengift, bei hohen Dosen komme es zu Krämpfen und Lähmungen. Die nervenschädigende Wirkung sei als besonders kritisch einzustufen, da einige Wissenschaftler davon ausgehen, dass die Schäden irreversibel sind.

 
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