Mehr befristete Arbeitsverhältnisse und Teilzeit

Besonders bei Jungen und Frauen

Immer mehr Deutsche arbeiten in Teilzeit-Jobs oder befristeten Arbeitsverhältnissen. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg zwischen 1991 und 2003 um 51 Prozent auf 7,2 Millionen, berichtete der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen, am Dienstag bei der Vorstellung des Mikrozensus 2003 in Berlin.

Damit sei der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an allen abhängig Beschäftigten im genannten Zeitraum von 14 auf 22 Prozent gestiegen. Der Trend zu mehr Teilzeitarbeit zeigt sich vor allem bei Frauen, deren Teilzeitquote sich im früheren Bundesgebiet von 34 auf 45 Prozent und in den neuen Ländern von 18 auf 27 Prozent erhöht habe.

Die Zahl der befristeten Beschäftigten sei seit 1991 zwar nur um gut einen Prozentpunkt auf acht Prozent gestiegen. Allerdings hätten befristete Arbeitsverhältnisse bei Beschäftigten unter 30 Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, sagte Hahlen. So hatte von den unter 20-Jährigen mehr als jeder Dritte (35 Prozent) einen befristeten Arbeitsvertrag gegenüber 21 Prozent im Jahr 1991. Bei den 20- bis 24-jährigen betrug der Anstieg zwölf Prozentpunkte auf 24 Prozent und bei den 25- bis 29-Jährigen sechs Prozentpunkte auf 15 Prozent. Von den über 35-Jährigen arbeiteten hingegen lediglich fünf Prozent der Beschäftigten befristet, wie Hahlen sagte.