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Kirche in Südindien ruft "Tag des Mädchens" aus

Mädchen als Segen, nicht als Last

Einen "Tag des Mädchens" feiert am 14. November die Kirche in Südindien (CSI), eine Partnerkirche des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland (EMS). Die CSI will darauf aufmerksam machen, dass viele Mädchen und Frauen in der indischen Gesellschaft benachteiligt sind. Noch immer werden in Indien neugeborene Mädchen getötet. 60 Prozent der Mädchen besuchen keine Schule, sie werden schlechter ernährt als ihre Brüder und müssen schon als Kind schwer arbeiten. Die CSI hat deshalb die Hilfe für Mädchen zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. "Ziel ist, dass ein Mädchen nicht mehr als Last, sondern als ein Segen gilt", sagt die Koordinatorin der Kampagne Ann S.M. Rajkumar.

Gefördert werden unter anderem Projekte für Mädchen, die in Ziegelfabriken oder Steinbrüchen arbeiten. Ebenso kümmert sich die CSI um Mädchen, die auf der Straße leben und unter Armut, Hunger und Krankheiten leiden. Viele von ihnen sind zur Prostitution gezwungen. Die Gefahr sich mit HIV/AIDS zu infizieren, wächst gegenwärtig bedrohlich schnell in Indien.

Mädchen ein neues Zuhause und Zukunftsperspektiven zu ermöglichen, hat die CSI mehrere Heime. Dort wohnen benachteiligte Mädchen verschiedener Volksgruppen und Religionen wie in einer Familie zusammen. Sie erhalten eine Schulbildung und werden auf ein selbständiges Leben in der indischen Gesellschaft vorbereitet.

Zum "Tag des Mädchens" feiern alle Gemeinden der CSI einen besonderen Gottesdienst, in dem sie der schwierigen Situation vieler indischer Mädchen gedenken. Die CSI bekundet darin ihre Solidarität mit den Mädchen und wirbt um Unterstützung für ihr Hilfsprogramm.

 
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