Mercedes-Benz Bank - "Day of Caring" 2016

Daimler-Banker und Theaterhaus renovieren gemeinsam AWO-Wohnheim

Schon seit Anfang der 90er-Jahre ist das Wohnheim in der Stuttgarter Schickhardtstraße ein Zuhause für Geflüchtete - einst aus dem ehemaligen Jugoslawien, heute aus über 20 Ländern. Die aktuelle Flüchtlingskrise hat sie in der sogenannten Anschluss-Unterbringung zusammengeführt, wo sie auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag warten oder als sogenannte Bleibeberechtigte auf Wohnungssuche sind. Die vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte und die aktuell häufig wechselnde Hausbelegung des AWO-Wohnheims haben Spuren an Gebäude und Einrichtung hinterlassen. Daher widmen die Mitarbeiter von Mercedes-Benz Bank und Daimler Financial Services ihren diesjährigen "Day of Caring" der Restaurierung der Unterkunft in der Schickhardtstraße und bekommen dabei tatkräftige Unterstützung vom Partner und Nachbarn auf dem Pragsattel, dem Theaterhaus. Zusammen streichen die Helfer zum Beispiel Foyer, Flure und Geländer, um das Haus wohnlicher zu gestalten. Auch das Außengelände nehmen sie sich vor und bringen Beete, Sandkasten und Grillplatz für die knapp 70 Bewohner auf Vordermann.

Franz Reiner, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Bank: "Es geht uns beim Day of Caring nicht allein um eine Verbesserung der Wohnqualität. Der Tag bietet allen Teilnehmern Perspektivenwechsel und Integration gleichermaßen: Bewohner und Helfer haben Gelegenheit sich auszutauschen und kennenzulernen."

Isabel Fezer, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Stuttgart, Referat Soziales, Jugend und Gesundheit: "Dank der tatkräftigen Unterstützung der Mitarbeiter der Mercedes-Bank und des Theaterhauses wird die Flüchtlingsunterkunft in der Schickhardtstraße innen wie außen wieder wohnlich. Für die Integration und das Lebensgefühl ihrer Bewohner bedeuten die Renovierungsarbeiten aber mehr als ein neuer Anstrich: Für sie ist das Wohnheim Zufluchtsort und neues Zuhause."

Friedhelm Nöh, AWO-Geschäftsführer, fügt hinzu: "Wir haben uns sehr gefreut, als wir erfuhren, dass sich die Mercedes-Banker bei uns engagieren wollen. Ich danke allen Helfern, auch vom Theaterhaus, dafür, dass sie mit dieser Aktion ein positives Zeichen für die Aufnahme von Flüchtlingen setzen."

Unterstützt werden die Theaterhaus-, und Bank-Mitarbeiter von Schülern und Lehrern des gegenüberliegenden Schickhardt-Gymnasiums, das damit seinem Motto "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" in der direkten Nachbarschaft Rechnung trägt.

Nachhaltiges Engagement aus einer starken Partnerschaft

Die langjährige gute Partnerschaft zwischen Theaterhaus und Mercedes-Benz Bank trägt schon viele Früchte: Im integrativen Tanzprojekt "Dance for Good" von Eric Gauthier werden benachteiligte Jugendliche und jugendliche Flüchtlinge seit Anfang des Jahres gefördert und bereiten eine gemeinsame Performance vor. "Das Programm soll durch kreatives Erleben von Tanz und Theater das Selbstwertgefühl der Teilnehmer stärken und ihnen eine bessere soziale und sprachliche Integration ermöglichen", sagt Eric Gauthier, künstlerischer Leiter von Gauthier Dance, Dance Company Theaterhaus Stuttgart. Dazu gehört auch ein kultureller Sprachkurs. In einer "Tanz-Box" am Stuttgarter Rotebühlplatz haben Passanten letztes Jahr über 25.000 Euro ertanzt, die von der Mercedes-Bank auf 50.000 Euro erhöht wurden und in das soziale Projekt fließen. Am 25. Juli 2016 stellen die Teilnehmer dann ihre Performance in einem öffentlichen Auftritt vor.

Mit der Initiative "Fußball verbindet" fördern Mercedes-Benz Bank und Theaterhaus zusammen mit dem VfB Stuttgart und der Stadt Stuttgart die Integration von Flüchtlingen vom Kindesalter bis hin zu jungen Erwachsenen über ein regelmäßiges Fußballtraining.

Über das soziale Engagement von Daimlers Finanzsparte

Seit 2006 engagieren sich die Mercedes-Benz Bank und Daimler Financial Services mit "Day of Carings" für gemeinnützige Projekte in unmittelbarer Nachbarschaft ihrer Standorte Stuttgart, Saarbrücken und Berlin. Mitarbeiter werden einen Tag lang von der Arbeit frei gestellt, um sich gemeinsam mit Kollegen für ein soziales Projekt einzusetzen. Dazu zählen zum Beispiel die Renovierung eines Abenteuerspielplatzes in Stuttgart-Hallschlag, die Instandsetzung der Jugendzentren Neugereut und Hallschlag bis hin zum Ausbau einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Berlin-Spandau, dem Engagement für den Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee in Berlin oder die Erweiterung und Verschönerung einer Grünanlage und eines Kindergartens in Saarbrücken.

Über das soziale Engagement des Theaterhauses Stuttgart

Das Theaterhaus Stuttgart als gemeinnützig organisierter Betrieb bewältigt nicht nur kulturelle Aufgaben, sondern hat sich aufgrund seiner Satzung auch der interkulturellen Integration verschrieben. Dabei stehen auch vielfältige Angebote für Flüchtlinge auf dem Programm. Neben den Kooperationen mit der Mercedes-Benz Bank stellt das Theaterhaus seine Sporthalle regelmäßig kostenlos Flüchtlingen aus der Nachbarschaft zur Verfügung. Eine Filmreihe speziell für geflüchtete Kinder lädt zu kostenlosen Besuchen ein, die Filmauswahl orientiert sich dabei ausschließlich an solchen Filmen, bei denen keine sprachlichen Barrieren vorhanden sind. Auch auf der Theaterhausbühne finden sich die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wieder. Unter dem Titel "Heimat X" werden im Theaterhaus Stuttgart ab April 2016 Menschen und ihre Heimat(en) präsentiert. Die acht Veranstaltungsabende umfassen sowohl künstlerische Schwerpunkte wie "Heimat:Musik", "Heimat:Film", "Heimat:Tanz" und "Heimat:Literatur" als auch ganz direkte thematische Abende wie "Heimat:Pass", "Heimat:Religion" und "Heimat:Bild". Bei all diesen Veranstaltungsabenden werden eigens für die Veranstaltungsreihe Künstlertandems aus einem geflüchteten Künstler sowie einem etablierten Partner zusammengeführt. "Heimat X" zielt auf den Cross-Over der Kulturen, Sparten, Religionen und Sprachen.

Über die AWO

Die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Stuttgart e.V., kurz: AWO Stuttgart, ist ein Verband der freien Wohlfahrtspflege. Sie engagiert sich seit vielen Jahren haupt- und ehrenamtlich für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, unabhängig von deren Herkunft, politischen oder religiösen Überzeugung. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in der Jugend- und Altenhilfe sowie der Arbeit mit zugewanderten Menschen. So ist sie u. a., im Auftrag und in Kooperation mit der Stadt Stuttgart, in der Sozialarbeit mit und für Flüchtlinge tätig.