holocaust Nachrichten & Informationen

Papst beklagt Konflikte im Namen Gottes

Gespräch mit Netanjahu

Die katholische Kirche hat eine alte Tradition von Kreuzzügen im Namen Gottes. Beim größten Freiluftgottesdienst seiner Nahost-Reise hat Papst Benedikt XVI. nun am Donnerstag (14. Mai) in Nazareth Konflikte im Namen Gottes verurteilt.

Papst wendet sich in Yad Vashem gegen Leugnung des Holocaust

Nach Spannungen in der Kirche

Mit einer Ansprache in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hat Papst Benedikt XVI. an die Opfer der Shoah erinnert. "Ich bin gekommen, um stumm vor diesem Denkmal zu stehen, errichtet, um das Andenken an die Millionen Juden zu ehren, die in der entsetzlichen Tragödie der Shoah ermordet wurden", sagte der Papst am Montagnachmittag (11. Mai). "Sie haben ihre Leben verloren, aber sie werden nie ihre Namen verlieren", betonte er und fügte hinzu: "Möge ihr Leiden nie geleugnet, verharmlost oder vergessen werden."

Redeverbot für Bischof Williamson nach Holocaust-Leugnung

"Historische Fragen"

Der Generalobere der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, hat seinem Mitbruder Richard Williamson nach dem Wirbel um dessen Leugnung des Holocaust ein Redeverbot erteilt. Fellay teilte am Dienstag (27. Januar) im schweizerischen Menzingen mit, er habe dem britischen Bischof "bis auf weiteres jedwede öffentliche Stellungnahme zu politischen oder historischen Fragen" untersagt.

Mahler bezeichnet sich vor Gericht als "Rassist"

Holocaust

Der Rechtsextremist und ehemalige NPD-Anwalt Horst Mahler hat vor dem Landgericht Potsdam Opfer des Holocaust verhöhnt. Sogenannte Zeitzeugen des Holocaust seien "Lachnummern", sagte Mahler am Mittwoch (8. Oktober) als Angeklagter vor der vierten Strafkammer. Der 72-Jährige muss sich in dem Verfahren wegen Volksverhetzung verantworten. Er soll laut Anklage im Internet und in E-Mails den Holocaust geleugnet haben. Mahler räumte die Vorwürfe zunächst nicht ein, bestätigte aber dass "einige Schriften" von ihm verfasst wurden. In seiner Einlassung verwies er auf das Werk eines anderes Autors, das er sich selbst zu eigen mache. Demnach sei der Zweite Weltkrieg nicht von Deutschen ausgegangen.

Prozess gegen Holocaust-Leugner Zündel vorerst geplatzt

Neuer Pflichtverteidiger

Der Prozess gegen den Holocaust-Leugner Ernst Zündel vor dem Landgericht Mannheim ist vorerst geplatzt. Der Vorsitzende Richter Ulrich Meinerzhagen setzte die Hauptverhandlung am Dienstag aus, um einen neuen Pflichtverteidiger zu bestellen und diesem die Einarbeitung zu ermöglichen. Einen Termin für eine neue Verhandlung nannte er nicht. Staatsanwalt Andreas Grossmann geht offenbar davon aus, dass der Prozess frühestens Anfang 2006 neu beginnt.

Holocaust-Leugner wird nach Deutschland abgeschoben

Haftstrafe

Die Abschiebung des Holocaust-Leugners Germar Rudolf aus den USA nach Deutschland steht offenbar bevor. Das aus Chicago kommende Flugzeug mit Rudolf werde am Dienstag um 9.45 Uhr auf dem Frankfurter Flughafen landen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Montag. Rudolf war am 23. Juni 1995 vom Landgericht Stuttgart wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu 14 Monaten Haft verteilt worden. Er war dann aber noch vor Haftantritt geflohen. Dem 41-jährigen Diplomchemiker wird vorgeworfen, die Massenvergasung von Juden durch die Nationalsozialisten in dem so genannten "Rudolf-Gutachten" bestritten zu haben.

Holocaust-Leugner Zündel steht wegen Volksverhetzung vor Gericht

"Ausschwitz-Lüge"

Mit Turbulenzen hat am Dienstag vor dem Mannheimer Landgericht der Prozess gegen den deutschen Holocaust-Leugner Ernst Zündel begonnen. Zündels Anwältin Sybille Stolz verlor ihre Berufung zur Pflichtverteidigerin, der rechtsextremistische Jurist Horst Mahler musste unter Zwangsandrohungen die Verteidigerbank verlassen, und der Vorsitzenden Richter Ulrich Meinerzhagen wurde mit einem Befangenheitsantrag konfrontiert. Nach rund sechs Stunden mit mehreren Unterbrechungen vertagte das Gericht die Verhandlung auf den 15. November.

Prozess gegen "Holocaust-Leugner" Zündel beginnt im November

Auschwitz-Lüge

Der "Holocaust-Leugner" Ernst Zündel muss sich ab 8. November wegen Volksverhetzung und weiterer Straftaten vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, wird Zündel vorgeworfen, von Kanada und den USA aus weltweit nazistische und antisemitische "Propaganda" betrieben zu haben. Zündel sei im Februar aus Kanada ausgewiesen worden und befinde sich seither in Untersuchungshaft. Für den Prozess gegen ihn seien fünf Verhandlungstage vorgesehen.

"Nazi-Jäger" Simon Wiesenthal ist tot

"Recht, nicht Rache"

Sein Motto lautete: "Recht, nicht Rache". Nach dem Zweiten Weltkrieg machte sich Simon Wiesenthal als unermüdlicher "Nazi-Jäger" einen Namen und war an der Ergreifung von mehr als 1100 Kriegsverbrechern beteiligt. Nun ist Wiesenthal im Ater von 96 Jahren in Wien friedlich verstorben.

Holocaust-Leugner Zündel wurde Haftrichter vorgeführt

Auschwitz-Lüge

Nach seiner Auslieferung aus Kanada wurde der Holocaust-Leugner Ernst Zündel am Mittwoch beim Amtsgericht Mannheim dem Haftrichter vorgeführt. Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim liegt gegen Zündel ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Volksverhetzung aus dem Jahr 2003 vor.

Sinti und Roma noch immer benachteiligt

Holocaust

Anlässlich des Internationalen Tages der Roma fordert die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl ein Bleiberecht für die langjährig in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Roma-Flüchtlinge aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien. Die Organisation schließt sich damit dem unter anderem von Paul Spiegel, dem Präsidenten des Zentralrates der Juden, unterzeichneten Berliner Appell an. Der Berliner Appell verweist auf die besondere historische Verantwortung Deutschlands gegenüber den 500.000 Opfern des Holocaust unter den europäischen Sinti und Roma. Die Situation ihrer Nachkommen sei in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien besonders prekär, so die Menschenrechtsorganisation.

Sinti und Roma übergeben Unterschriften

Holocaust-Denkmal

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat am Dienstag seine Unterschriftenliste zur Errichtung eines Holocaust-Denkmals übergeben. 4.156 Bürger unterstützen den "Internationalen Appell für die Errichtung des Holocaust-Denkmals beim Reichstag für die ermordeten Sinti und Roma", den der Verband der Vorsitzenden des Innenausschusses im Bundestag, Ute Vogt (SPD) und dem Berliner Bürgermeister Klaus Böger (SPD) überreichte. Unter den Unterzeichnern des Appell sind 2.124 deutsche Sinti und Roma.