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Miller: Elektroautos dürfen kein Freifahrtschein für Spritschlucker sein

NABU: Merkel muss Blockadehaltung bei Pkw-Verbrauchsvorgaben aufgeben

Anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main hat der NABU Bundeskanzlerin Angela Merkel und die deutschen Autohersteller BMW und Daimler aufgefordert, ihre Blockadehaltung gegen schärfere EU-Klimaschutzauflagen für Autos aufzugeben. „Dieses Jahr stellen deutsche Hersteller erstmals reine Elektrofahrzeuge vor und wollen sich damit als ökologisch verantwortungsbewusste Industrie präsentieren. Gleichzeitig aber lobbyieren die Premiumhersteller der Branche hinter den Kulissen massiv gegen niedrige Verbrauchsobergrenzen, um ihre spritschluckenden Gelände- und Sportwagen weiter absetzen zu können. Das ist nicht nur widersprüchlich, sondern auch eine Blendung der Verbraucher“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Begrenzung des CO2-Ausstoßes

Unions-dominierter Bundesrat gegen EU-Umweltpläne bei Pkw

Die Pläne der EU-Kommission zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes von Pkw stoßen im Unions-dominierten Bundesrat auf scharfe Kritik. In einer am 14. März verabschiedeten Stellungnahme betont die Länderkammer, die EU-Vorlage werde weder den Klimaschutzzielen gerecht, noch sei sie "aus volkswirtschaftlicher Sicht hinnehmbar". Nach den Vorstellungen der EU-Kommission sollen die durchschnittlichen CO2-Emissionen von Neuwagen ab 2012 auf 130 Gramm pro Kilometer begrenzt werden. Halten sich Hersteller nicht an die Zielvorgaben, sollen sie eine stetig steigende Abgabe wegen Emissionsüberschreitung zahlen. Nach Auffassung des Bundesrates belastet das vorgeschlagene CO2-Regulierungsmodell "einseitig" die Hersteller größerer Fahrzeuge, während die Einsparpotenziale kleinerer Autos weitgehend ungenutzt blieben.

Von der Straße auf die Schiene

Umweltbundesamt fordert Verkehrsverlagerung weg von Pkw und Lkw

Ein Workshops des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, der Technischen Universität Dresden und des Umweltbundesamtes (UBA) kam zum Ergebnis, dass allein technische Maßnahmen an Fahrzeug und Motor nicht ausreichen würden, um das Klimaschutzziel der Bundesregierung im Verkehrssektor zu erreichen. Vielmehr sei es notwendig, dass die Politik Rahmenbedingungen schaffe, die zu einer stärkeren Nutzung umweltgerechterer Verkehrsträger führten. "Der Verkehrsbereich hat wegen seines starken Wachstums bisher nicht zur CO2-Reduzierung beigetragen. Ohne Emissionsminderungen im Verkehr lassen sich jedoch die Klimaschutzziele Deutschlands nicht erreichen", sagte der Vizepräsident des Umweltbundesamtes, Thomas Holzmann. Die Verlagerung von Fahrten und Transporten auf "umweltgerechtere Verkehrsträger" müsse daher stärker in den Vordergrund rücken.

120 Kilometer pro Stunde

Tempolimit soll Kohlendioxid-Emissionen von Pkw um 9 Prozent senken können

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace werden auf 12.000 Kilometern Autobahn in Deutschland rund ein Drittel aller Pkw-Kilometer gefahren. 53 Prozent der Strecken hätten keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Ein allgemeines Tempolimit ist nach Auffassung der Umweltschützer die schnellste und günstigste Maßnahme zur Reduzierung von Treibhausgasen im Verkehrsbereich. Mit seiner Einführung könnten die Kohlendioxid-Emissionen von PKW auf deutschen Autobahnen sofort um neun Prozent reduziert werden, so Greenpeace. "Keine andere direkte Maßnahme hat ein annähernd großes Potential."

Klimaschutz

Umweltverbände kritisieren abgeschwächte CO2-Grenzwerte für Pkw in Europa

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnt das am Mittwoch von der EU-Kommission in Brüssel vorgestellte Konzept zur Minderung der Klimagase von Pkw strikt ab. Mit der Einberechnung unverbindlicher so genannter "weicher Maßnahmen" werde der Autoindustrie eine Hintertür geöffnet, durch die sie sich aus ihrer Selbstverpflichtung zum Klimaschutz davonschleichen könne. Das von der Europäischen Union anvisierte Ziel, bis 2012 die CO2-Emissionen neuer Pkw im Flottendurchschnitt motorseitig auf 120 Gramm pro Kilometer zu senken, sei dem Druck deutscher Autohersteller zum Opfer gefallen.

"Spritdurstige Klimakiller"

Umweltschützer kritisieren deutsche Pkw-Hersteller

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) betrachtet die europäische Klimaschutz-Politik im Bereich der Autoabgase als gescheitert. Hauptverantwortung dafür trügen die deutschen Autohersteller mit ihren "spritdurstigen Klimakillern", sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch am Montag in Berlin. Zur Forderung der DUH nach einer höheren Firmenwagensteuer sagte der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Frankfurt am Main, diese Forderung diene weniger dem Umweltschutz, sondern spiele auf der "Klaviatur des Sozialneids".

Rückzieher?

Koalition plant vorerst angeblich keine Pkw-Maut

Die große Koalition will vorerst keine Pkw-Maut auf Autobahnen einführen. Vize-Regierungssprecher Thomas Steg sagte am Montag in Berlin, die Einführung einer Pkw-Maut sei "nicht Gegenstand des aktuellen Regierungshandels". Innerhalb der Bundesregierung gebe es keine entsprechenden Initiativen. CSU-Generalsekretär Markus Söder hatte sich allerdings am Wochenende für die Einführung einer Maut-Vignette für Autos ausgesprochen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hatte dies als "denkbareren Weg" bezeichnet.

Nach 2009

CDU-Verkehrsexperte Brunnhuber spricht über Pkw-Maut

Der CDU-Verkehrsexperte Georg Brunnhuber ist davon überzeugt, dass die Pkw-Maut in Deutschland nach 2009 eingeführt wird. "In der nächsten Legislatur werden wir diese Diskussion führen. Dann wird die Pkw-Maut kommen", sagte Brunnhuber der "Passauer Neuen Presse". Eine Finanzierungsgesellschaft für den Ausbau von Autobahnen und Schnellstraßen, wie sie in Österreich erfolgreich arbeite, sei der "Schlüssel für mehr Investitionen im Verkehrsbereich".

"Selbstverpflichtung gescheitert"

Verkehrsclub fordert verbindlichen Kohlendioxid-Grenzwert für neue Pkw

Die europäischen Autohersteller sind nach Auffassung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) "meilenweit von ihrer verbindlichen Zusage an die EU entfernt, bis 2008 den durchschnittlichen Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid aller neuverkauften Pkw auf 140 Gramm pro Kilometer zu reduzieren". Das ergebe sich aus einer Analyse der Verkaufszahlen für 2005. Der Verkehrsclub fordert daher in Übereinstimmung mit dem Europäischen Verband für Verkehr und Umwelt (T&E) die Einführung eines EU-weit verbindlichen Kohlendioxid-Grenzwerts für neue Pkw sowie eine Kohlendioxid-basierte Kfz-Steuer. Diese Steuerungsinstrumente seien ein dringend notwendiger Anreiz für Fahrzeughersteller und Verbraucher, den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid spürbar zu senken und den Klimawandel "abzudämpfen".

Verkehrsministerkonferenz

Streit um Autobahnprivatisierung und Pkw-Maut

Die Diskussion um eine Autobahnprivatisierung entzweit die Bundesländer. Während Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen eine dann fällige Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen ablehnten, zeigte sich Sachsens CDU aufgeschlossen. Auf der Verkehrsministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Rostock geht es nach Angaben des Düsseldorfer Verkehrsministeriums um den Zwischenbericht einer Arbeitsgruppe, in der die Pkw-Maut thematisiert wird. Eine Entscheidung über den Abschlussbericht falle im Frühjahr. Am Wochenende hatten sich Spekulationen verdichtet, dass es bundesweit zur Einführung einer Vignette kommen könnte, die mit voraussichtlich 100 Euro im Jahr zu Buche schlagen würde.

Verkehrsminister Stolpe soll französischem Beispiel folgen

Anreize schaffen beim Kauf kraftstoffsparender Pkw's

Die vom französischen Umweltminister Serge Lepeltier geplante Sondersteuer auf Autos mit hohem Kraftstoffverbrauch ist nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe e. V. eine "Steilvorlage für die deutsche Verkehrspolitik". In einer gemeinsamen deutsch-französischen Initiative der Regierungen solle der europäischen Automobilindustrie die dringend notwendige Orientierung für die Entwicklung moderner und effizienter Autos gegeben werden, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e. V.

Effizienzklassen für Autos

Klare Pkw-Verbrauchskennzeichnung könnte bald kommen

Angesichts der auf Rekordniveau gestiegenen Benzinpreise wird die Forderung nach einer klaren Kennzeichnung des Verbrauchs von Kraftfahrzeugen lauter. Nach einem am Donnerstag abgegebenen Votum des Umweltausschusses im Bundesrat soll der Pkw-Energieverbrauch künftig wie bei Kühlschränken und Waschmaschinen mit Effizienzklassen von A bis G ausgewiesen werden. Verbraucherschützer und Automobilklubs begrüßten die Initiative. Nur so würden die Benzinkosten eines Modells auf den ersten Blick für den Käufer erkennbar, sagte ADAC-Sprecher Jürgen Grieving.

Neues Konzept

Rußfreie Diesel-Pkw in Zukunft gefördert

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat heute das Konzept zur steuerlichen Förderung rußfreier Diesel-Pkw vorgestellt. Das berichtet der Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. Es enthalte eine steuerliche Entlastung von Fahrzeughaltern, die beim Neukauf eines Diesel-Pkw auf einen Rußfilter bestünden oder in Betrieb befindliche Fahrzeuge entsprechend nachrüsten ließen. Der VCD begrüßte das Konzept. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO und Umweltbundesamt ist Dieselruß zur Zeit das gravierendste Problem der Luftverschmutzung. Die feinen Rußpartikel aus Dieselabgasen seien so klein, dass sie durch die Lunge ins Blut dringen und so nicht nur Krebs, sondern auch Asthma, Allergien, Herz- und Kreislauferkrankungen verursachten. Besonders Kinder seien den Abgasen - mit der höchsten Konzentration in einer Höhe von bis zu 1,5 Metern - ausgesetzt.

Ab 2010

EU plant offenbar Maut auch für Pkw

Die EU will offenbar die Voraussetzungen für ein europaweit einheitliches elektronisches Maut-System auch für Pkw schaffen. Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" in ihrer Donnerstagausgabe. Nach Informationen des sachsen-anhaltischen CDU-Verkehrsexperten André Schröder arbeitet die EU-Kommission an einer solchen Richtlinie.

Automobilindustrie

Deutsche PKW-Hersteller sparen weiter an Rußfiltern für Diesel

Die bundesdeutschen Automobilhersteller sollen dem Beispiel der französischen Automobilindustrie folgen und noch in diesem Jahr ihre Diesel-Pkw generell mit Rußfilter anbieten, fordert einen Allianz von Umwelt- und Verbraucherverbänden. Während Peugeot, Citroen und nun auch Renault ihre Diesel-Pkw bis in die Golf-Klasse mit Partikelfiltern ausstatten und seit dem Jahr 2000 bereits 400.000 Fahrzeuge mit Rußfilter auf Europas Straßen fahren, verweigere sich die bundesdeutsche Automobilindustrie weiterhin der generellen Einführung des Partikelfilters.

Februar 2003

Lieferbare und geplante PKW mit Dieselruß-Filter

Wir dokumentieren nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe die derzeit oder demnächst lieferbaren Diesel-PKW, die bereits über Rußfilter verfügen und damit der Luft und den Menschen krebserregende Partikel ersparen.

Verkehrsclub Deutschland

Klimasteuer für PKW und Maßnahmen gegen Bodenversieglung gefordert

Angesichts der extremen Unwetter und Überschwemmungen in Deutschland, Italien und Österreich fordert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) entschiedenere Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Natur. In erster Linie müsse der Ausstoß des Treibhausgases CO2 rapide gesenkt werden. Gerade im Verkehrsbereich lägen nach wie vor große Einsparpotenziale brach. Um diese schnell zu erschließen, müsse europaweit für alle Fahrzeuge ein verbindlicher Grenzwert für CO2 eingeführt werden.

Verkehr

Pkw-Zulassungen übertreffen Vorjahreswert

Die Pkw-Zulassungen in Deutschland haben im Februar den Vorjahreswert übertroffen. Zugleich sind die Neubestellungen aus dem In- und Ausland deutlich rückläufig, gab der Verband der Automobilindustrie bekannt. Trotz der rückläufigen Binnennachfrage lagen die Neuanmeldungen im Februar mit 239 000 Pkw um ein Prozent über dem Vorjahresniveau. Jedoch sei dies das schwächste Februar-Ergebnis seit zehn Jahren, betonte der VDA. Nach den ersten beiden Monaten 2002 lagen die Neuzulassungen mit insgesamt 482 400 Pkw ebenfalls ein Prozent über Vorjahresniveau. Bislang hatten sich Experten für 2002 pessimistischer geäußert.

Klimaerwärmung

Umweltbundesamt: Pkw-Klimaanlagen Gift fürs Weltklima

Etwa ein Drittel aller in Deutschland zugelassenen Pkw sind mit einer Klimaanlage ausgestattet. Bei Erstzulassungen deutscher Marken beträgt die Ausrüstungsquote bereits fast 87 Prozent. Als Kältemittel dient heute Tetrafluorethan (R 134a), ein teilfluorierter Kohlenwasserstoff (HFKW), dessen Emissionen zur Erwärmung der Atmosphäre beitragen. Bereits im Jahr 2000 entsprach allein in Deutschland der Ausstoss von Treibhausgasen aus Auto-Klimaanlagen einer Grössenordnung von rund 1,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Auch mit regelmässig durchgeführten Wartungen sind diese Emissionen nicht zu vermeiden.