Autokauf Deutschland - Kleine Rückblende

Automarkt - Viele Autokäufe wegen hoher Benzinpreise in Deutschland aufgeschoben

Wegen der hohen Kraftstoffpreise verschiebt fast jeder vierte Autofahrer den Kauf eines neuen Wagens. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa, die der Verband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes in Auftrag gab und am Donnerstag in Hannover veröffentlichte. Von rund 1.000 im Mai befragten Fahrern gaben 72 Prozent an, dass die hohen Benzin- und Dieselpreise ihr Kauf- und Fahrverhalten beeinflussen. 67 Prozent von ihnen fahren deswegen weniger.

Der Verbrauch ist demnach auch das wichtigste Kriterium für den Autokauf. 82 Prozent der Befragten nannten den Verbrauch als wichtigste Eigenschaft eines Autos. Die Sicherheitsausstattung ist noch für 78 Prozent der Autofahrer entscheidend, der Preis spielt für 76 Prozent eine Rolle, und die Automarke ist nur 40 Prozent der Befragten wichtig.

In diesem oder dem kommenden Jahr wollen sich nur 21 Prozent der Deutschen ein anderes Auto anschaffen. Von ihnen planen 35 Prozent den Kauf eines Neuwagens, 57 Prozent wollen ein gebrauchtes Fahrzeug erwerben, die anderen haben sich noch nicht entschieden. Dabei ist die Neigung zum Neuwagen in Westdeutschland (36 Prozent) deutlich größer als in Ostdeutschland (26 Prozent).

Am 21-06-2001

Verkehr

Die Umweltverträglichkeit steht für Autokäufer heute an erster Stelle bei der Wahl eines Fahrzeugs: Für über 89 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Emnid im Auftrag der DA Direkt, Deutschlands größter Kfz-Direktversicherung, ist dieser Faktor am wichtigsten bei der Kaufentscheidung. Vor dem Hintergrund höheren Preisbewusstseins bei Verbrauchern ein - zumindest auf den ersten Blick - überraschendes Ergebnis. Marke und Image haben hingegen an Bedeutung verloren, besonders unter den befragten Männern.

Welche Kriterien sind für Verbraucher heute wichtig beim Autokauf? Das ermittelte Emnid im November 2003 unter 1.000 Bundesbürgern mit einem klaren Ergebnis: Auf die Umweltverträglichkeit als bedeutendstem Faktor für die Fahrzeugwahl folgen die Kosten für Reparatur und Ersatzteile (84,4 Prozent), knapp dahinter die Höhe des Kfz-Versicherungsbeitrags. Für rund 83 Prozent der Befragten ist dieser ein wichtiges Kriterium - ein Ergebnis, das sich auf etwa gleich hohem Niveau quer durch alle Altersgruppen zieht.

Deutlich gestiegen sind auch Kfz-Steuer und Finanzierungsrate als Kriterien, während Marke und Image mit insgesamt mehr als 45 Prozent am stärksten an Bedeutung eingebüßt haben. Die Umfrage macht deutlich: Preisbewusstsein geht heute über den Kaufpreis eines Wagens hinaus. Indirekt erweisen sich weiche Faktoren wie die Umweltverträglichkeit ebenfalls als harte Kaufkriterien, denn Autos mit weniger durstigen Motoren sparen Benzin und damit Geld.

Beim Vergleich zwischen den Geschlechtern ergibt sich allerdings ein deutlicher Unterschied von gut 14 Prozent: Frauen (89,5 Prozent) berücksichtigen den Versicherungsbeitrag häufiger als Männer (75,4 Prozent). Auf die Frage, welche Faktoren im Vergleich zu früher an Bedeutung gewonnen haben, nannten die Befragten ebenfalls die Umweltverträglichkeit mit knapp 90 Prozent an erster Stelle. Kosten für Reparatur und Ersatzteile ziehen über 69 Prozent bewusster ins Kalkül. Für zwei Drittel der Interviewpartner spielt der Versicherungsbeitrag eine bedeutendere Rolle - mit leicht stärkerem Zuwachs unter den Männern.

Am 16-01-2004

Euro-4-Norm

Die Euro-4-Norm ist die derzeit anspruchsvollste europäische Schadstoffnorm für Kraftfahrzeuge. Nur bei Fahrzeugen, die diese Norm einhalten, gibt es daher eine Kfz-Steuerbefreiung von max. 306,78 Euro (Benziner) bzw. 613,55 Euro (Diesel). Die Käufer werden also finanziell dafür belohnt, wenn sie sich für ein umweltschonendes Fahrzeug entscheiden.

Angenehmer Zusatzeffekt: Beim späteren Verkauf erzielt man für eine Euro-4-Fahrzeug einen höheren Wiederverkaufswert als für eine "Dreckschleuder". Auch Gebrauchtwagenkäufer können von der Kfz-Steuerbefreiung noch profitieren, wenn sie ein Euro-4-Fahrzeug kaufen, dessen Steuerbefreiung noch nicht komplett ausgeschöpft wurde. Dies trifft z. B. auf Jahreswagen zu.

Es gilt aber, sich zu sputen, denn die Steuerbefreiung ist zeitlich befristet: Die Befreiung gilt nur für Fahrzeuge, die noch bis Ende 2004 gekauft werden. Wer das Jahr 2004 ungenutzt verstreichen lässt, geht leer aus. Die Befreiung gilt maximal bis Ende 2005. Ab 2006 kassiert der Fiskus wieder. "So bald wie möglich kaufen", heißt daher die Devise, um die Steuerbefreiung möglichst noch voll ausschöpfen zu können.

Folgende Beispielrechnung zeigt die Vorteile. Die Kfz-Steuersätze ab 01.01.04 betragen für Euro-4: 6,75 Euro (Benziner) je 100 ccm Hubraum Für einen Euro-4-Benziner mit 2,0 Liter Hubraum wären also in zwei Jahren 270 Euro an Kfz-Steuern zu entrichten. Wegen der Steuerbefreiung von max. 306,78 Euro bleibt der Wagen bis Ende 2005 steuerfrei. Der Restbetrag von 36,78 Euro verfällt. 15,44 Euro (Diesel) je 100 ccm Hubraum Für einen Euro-4-Diesel mit 2,0 Liter Hubraum sind in zwei Jahren 617,60 Euro Kfz-Steuer fällig. Da die Steuerbefreiung bei Diesel max. 613,55 Euro beträgt, bleiben noch restliche 4,25 Euro zu bezahlen. Das lässt sich verschmerzen.

Die Einhaltung der Euro-4-Norm ist bei Neuwagen für Benziner heute schon Normalität. Vorgeschrieben ist sie aber für Neufahrzeuge erst ab 01.01.2005. Darum gibt es ab diesem Termin beim Autokauf auch keine Kfz-Steuerbefreiung mehr. Beim Diesel sieht das anders aus, weil bislang nur ein Teil der Dieselmotoren die Euro-4-Norm überhaupt erfüllt. Faustregel: Je größer der Diesel-Motor, desto schwieriger die Einhaltung der Norm. Große Diesel können die Euro-4 nur mit Rußfilter einhalten, weil die Partikel mit innermotorischen Maßnahmen nicht mehr in die Griff zu kriegen sind. Hier muss der Rußfilter i.d.R. nicht als Zubehör bezahlt werden, sondern gehört quasi dazu und muss kalkulatorisch berücksichtigt werden.

Abschließend noch einen Tipp für Diesel-Fanst: Euro-4-Diesel sollten auf jeden Fall zusätzlich einen Rußfilter haben, um die feinen, gesundheitsschädlichen, lungengängigen Partikel aus dem Abgas zu filtern. Bei einigen Herstellern gibt es den Rußfilter ohne Aufpreis serienmäßig; andere lassen sich den Rußfilter als Zubehör bezahlen. Der Preis entspricht in etwa der Kfz-Steuerbefreiung für Diesel.

Der Bund der Energieverbraucher e.V. ist die einzige Interessenvertretung der privaten und kleingewerblichen Energieverbraucher in der Bundesrepublik. Der bundesweit tätige Verband hat fast 8.000 Mitglieder und ist Mitglied in der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

Am 04-02-2004

"Entscheidungshilfe"

Wer seit mehreren Jahren einen funktionstüchtigen, aber älteren Wagen fährt, kennt das Dilemma: Ist es besser, das Auto durch einen moderneren, sparsameren Wagen zu ersetzen, oder sollte man es noch so lange wie möglich nutzen? Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) möchte hier "mit Empfehlungen weiterhelfen", die Autofahrern bei der Entscheidung für oder gegen einen Neuwagen beziehungsweise neueren Gebrauchtwagen helfen. Wesentliche Kriterien sind nach Auffassung des Verkehrsclubs der Klima- und Gesundheitsschutz sowie die Kosten eines Fahrzeugs. Die Empfehlungen des umweltorientierten Verkehrsclubs dürfte die Automobilindustrie und die Händler freuen: Der Verkehrsclub rät zum Kauf eines Neuwagens oder neueren Gebrauchtwagens.

Um klimaschädliche Treibhausgase einzusparen und die Energieressourcen zu schonen, könne es grundsätzlich sinnvoll sein, ein Altauto mit hohem Kraftstoffverbrauch durch ein Fahrzeug mit niedrigerem Verbrauch zu ersetzen. In der Gesamtenergiebilanz eines modernen Pkw mache der Spritverbrauch rund vier Fünftel aus. Nach Auffassung des Verkehrsclubs sollten die Verbrauchswerte des neuen Autos mindestens 20 Prozent unter denen des alten liegen.

Auch die Höhe des Schadstoffausstoßes könne Anlass sein, den alten Wagen auszutauschen. Für Neuwagen sei seit Jahresbeginn die Schadstoffstufe Euro 4 verbindlich. "Ein neuerer Gebrauchtwagen sollte mindestens Euro 3 erfüllen", meint der Verkehrsclub.

Dieselautos der Emissionsklasse Euro 1 und schlechter seien aus Umweltsicht besonders problematisch - vor allem, wenn sie in Ballungsgebieten gefahren würden. "Der VCD rät, solche Fahrzeuge eher still zu legen, anstatt weitere Investitionen zu tätigen, zum Beispiel für die nächste Hauptuntersuchung beim TÜV. Diesel-Pkw mit den Schadstoffklassen Euro 2 und Euro 3 sollten mit einem Rußfiltersystem ausgestattet werden." Die Bundesregierung habe Anfang Juni 2006 einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach es für eine solche Nachrüstung eine Steuererleichterung von 300 Euro geben solle. Die Regelung sei allerdings noch nicht verabschiedet, da der Bundesrat Widerstand leiste.

Der Kauf eines neuen Autos oder neueren Gebrauchtwagens könne sich neben geringeren Spritkosten und einer besseren Ökobilanz auch wegen niedrigerer Steuersätze lohnen. Diese variierten "erheblich": "Für einen Benziner ohne Katalysator ist bei gleich großem Hubraum der fast vierfache Betrag an Kfz-Steuer zu zahlen wie für einen Pkw mit moderner Abgasreinigungstechnik. Beim Diesel beträgt die maximale Differenz immerhin das Zweieinhalbfache."

Eine entscheidende Rolle für die Kaufentscheidung spiele auch, wie oft das Auto zum Einsatz komme. "Für alle, die ihr Auto eher selten nutzen, bietet sich statt eines kostspieligen Autoneukaufs das Car-Sharing an."

Am 28-07-2006

Verbraucherschützer erwarten sinkende Preise

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) hat den Beschluss der EU-Kommission zur Reform des europäischen Automarktes begrüßt. "Mit der neuen Regelung ist ein wichtiger Schritt für mehr Wettbewerb im Kfz-Markt getan worden", so Edda Müller, Vorstand des vzbv. Dadurch seien endlich Voraussetzungen geschaffen, die Händler statt zu Handlangern der Hersteller wieder zu eigenverantwortlichen Unternehmern zu machen. Durch sinkende Preise bei gleichbleibender Qualität würden die Verbraucher Nutznießer der Reform sein. Als einzigen Wermutstropfen bezeichnete der vzbv die Gewährung längerer Übergangsfristen beim Gebietsschutz bis 2005. "So müssen die Verbraucher bis 2005 warten, um in den vollen Genuss der Reform zu kommen", so Edda Müller. Gut sei jedoch, dass die kartellrechtliche Sonderstellung der Automobilindustrie ein Auslaufmodell sei.

Konnten die Hersteller bislang durch eine nahezu vollständige Kontrolle der Vertriebs- und Servicenetze einen freien Wettbewerb im Automarkt praktisch ausschließen und damit das Preisniveau künstlich hoch halten, wird der Markt ab 1. Oktober 2003 in Bewegung kommen. So wird es mehr Handlungsspielraum für den Handel geben. Die enge Bindung zwischen Hersteller und Vertragshändler wird deutlich gelockert. Ab Oktober 2005 sind Händler nicht mehr an bestimmte Standorte gebunden und können europaweit Filialen eröffnen. Zudem können Händler mehrere Marken gleichzeitig anbieten. Durch die erhöhte Transparenz des Angebots dürften nach Einschätzung des vzbv die Preise in Bewegung geraten.

Außerdem werden Verkauf und Service entkoppelt: Neuwagenhändler haben künftig die Möglichkeit, Dienstleistungen unter Einhaltung vorgegebener Qualitätsstandards an Subunternehmer oder freie Werkstätten abzutreten. Vertragswerkstätten können künftig Originalersatzteile direkt vom Ersatzteilhersteller beziehen. Dies lässt niedrigere Preise erwarten ebenso wie die Verpflichtung für Autokonzerne, freien Werkstätten die erforderlichen Daten und Diagnose-Instrumente zugänglich zu machen, wenn diese den Qualitätskriterien der Hersteller entsprechen. Der Verbraucher kann dann auch solche freien Werkstätten wählen, ohne seine Herstellergarantie zu verlieren.

Am 17-07-2002

Fahrzeugflotte wird auf 50 000 Autos verringert

Die Bundeswehr gibt ihren olivgrünen Fuhrpark auf und steigt im Rahmen der Privatisierung von Teilbereichen der Streitkräfte auf Leasingfahrzeuge um. Die Zahl von rund 100 000 ungepanzerten Radfahrzeugen soll auf 50 000 reduziert und schrittweise durch neue Wagen ersetzt werden. Die Fahrzeugflotte der Streitkräfte wird künftig durch die im Juni gegründete "BwFuhrparkService GmbH" gemanagt. Sie wird bis Ende nächsten Jahres bundesweit 30 "Mobilitätscenter" einrichten, von denen die Bundeswehrstandorte benötigte Wagen anfordern können. In diesem Jahr sollen die ersten vierzehn Zentren ihren Betrieb aufnehmen.

Durch die Privatisierung erhofft sich die Bundeswehr in den nächsten zehn Jahren eine Haushaltsentlastung im Fahrzeugpark in einer Höhe von einer Milliarde Euro. Die "BwFuhrparkService GmbH" least künftig die von der Bundeswehr benötigten Autos, Lastwagen und Omnibusse. "Die Bundeswehr kauft nicht mehr wie bisher Autos, sondern ausschließlich Fahrleistungen, die der Truppe zur Verfügung gestellt werden", sagte der General. Kommandeure und Dienststellenleiter sollen dann selbst entscheiden, welche Fahrleistungen sie von den "Mobilitätscentern" gegen Bezahlung aus dem Fahrzeugpool abrufen. Grundlage für die Entscheidung zur Anforderung eines Fahrzeugs werden die Kosten pro Kilometer sein. Die Autos können gezielt eingesetzt werden und "vergammeln" nicht wie bislang durch "bloßes Rumstehen" in den Kasernen. Damit solle ein neues Kostenbewusstsein in die Truppe gebracht werden, sagte Kügler. Nach der Einführung "dezentraler Budgets" soll der jeweilige Kommandeur oder Dienststellenleiter das eingesparte Geld für andere Aufgaben verwenden können.

Am 06-08-2002

Autoschieber gefasst

Einer zehnköpfigen Autoschieberbande ist die Polizei im Ruhrgebiet auf die Spur gekommen. Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Polizei Hamm am Dienstag mitteilten, soll die Bande 37 Fahrzeuge - zumeist Transporter im Wert von bis zu 60 000 Euro - im nördlichen und östlichen Revier sowie in den Städten Wuppertal, Wiesbaden und Mainz mit gefälschten Papieren angemietet und anschließend nach Bosnien verschoben haben. Dadurch sei den Autovermietern allein im vergangenen Jahr ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden.

Wie es weiter hieß, wurde ein 24 Jahre alter, in Dortmund geborener Bosnier bereits im Januar als mutmaßlicher Kopf der Bande festgenommen, auch ein 27-jähriger Kroate ist in U-Haft. Nach Polizeiangaben haben beide die Taten bereits gestanden.

Am 24-09-2002

KFZ-Hersteller in der Absatzkrise

Die Neuzulassungen von Pkw sind im Oktober weiter zurückgegangen. Sie sanken nach VDA-Angaben vom Dienstag im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 278 000 Wagen. Nach zehn Monaten wuchs damit das Minus an Pkw-Neuanmeldungen mit insgesamt 2,764 Millionen Wagen auf knapp drei Prozent. In Deutschland habe der verhaltene Absatz auch im Oktober angehalten, fügte der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Frankfurt am Main hinzu

Dennoch sei die Entwicklung der Branche vor dem Hintergrund der in der Gesamtwirtschaft vorherrschenden Verunsicherung "bemerkenswert stabil". Viele der geplanten Steuermaßnahmen der Bundesregierung, darunter die höhere Besteuerung von Dienstwagen, hätten die Kaufstimmung allerdings erkennbar beeinträchtigt, betonte der VDA.

Die inländische Pkw-Nachfrage stieg im Oktober um knapp zehn Prozent. Nach zehn Monaten liege sie aber noch um vier Prozent unter dem Vorjahresniveau, teilte der VDA weiter mit. Der Zuwachs vom Oktober werde dabei überwiegend von den Volumenherstellern getragen. Mit neuen, attraktiven Modellen und verkaufsunterstützenden Maßnahmen hätten sie ihre Marktchancen genutzt.

Der Export von Pkw überstieg nach zehn Monaten die Drei-Millionen-Marke. Er blieb damit aber ebenfalls um zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Angesicht des Absatz- und- Exportrückgangs drosselten die deutschen Hersteller ihre Pkw-Produktion um fünf Prozent. Bis Ende Oktober liefen nur knapp 4,287 Millionen Autos vom Band. Noch schwächer fielen die Nutzfahrzeugzahlen aus. Die deutschen Neuzulassungen brachen ebenso wie Exporte um neun Prozent ein. Die Fertigung wurde um 13 Prozent auf 290 700 Nutzfahrzeuge reduziert.

Am 12-11-2002

Verbraucher

Ungeachtet strapazierter privater Haushaltskassen hat beim Auto die Sparbereitschaft der Bundesbürger offensichtlich ihre Grenzen. Das ist die Quintessenz einer Studie, die der ABH Marketingservice sowie die BBE-Unternehmensberatung am Freitag in Köln vorlegten. Der Umfrage zufolge gehen 53 Prozent der Autofahrer davon aus, dass sie in diesem Jahr weniger Geld für den privaten Konsum zur Verfügung haben. Aber nur 13 Prozent wollen beim Auto deutlich sparen.

Die Studie zeigt, dass die Autobranche weniger von Konsumverzicht betroffen ist als andere Branchen", erläuterte BBE-Mitarbeiter Ralf Deckers. Sie offenbare aber auch, "dass den Deutschen selbst bei ihrem liebsten Kind das Geld nicht mehr so locker sitzt“.

Jeder Zehnte hat so einen Neuwagen- oder Gebrauchtwagenkauf vorerst verschoben oder eine Reparatur oder Inspektion nicht termingerecht durchführen lassen, ergab die Studie weiter. Auf einen fälligen Austausch von Reifen verzichteten sogar 21 Prozent. Nahezu jeder Vierte gab an, eine günstigere Marke zu kaufen. Bei den reinen Schönheitsreparaturen wurde eine noch größere Zurückhaltung deutlich: 39 Prozent haben dies auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

57 Prozent von insgesamt 1000 befragten Pkw-Fahrern gaben zugleich an, dass sie 2002 insgesamt weniger kauften als im Jahr zuvor. 88 Prozent achteten nach eigenen Angaben mehr als früher auf die Preise. Jeder zweite sparte bei Restaurantbesuchen. Jeder dritte gab zu, beim Kauf von Kleidung, Schuhen oder Möbeln zu sparen.

Am 10-01-2003

TÜV Tip

Seit Januar gelten zum Teil erheblich gestiegenen Steuersätze für Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 1 und Fahrzeuge älterer Abgasnormen mit geregeltem Katalysator. Das sind nahezu alle Autos über sieben Jahre; etwa ein Drittel aller Fahrzeuge bundesweit. Bis zu 250 Euro Mehrkosten pro Jahr kommen auf betroffene Autofahrer zu.

Marija Steinmeier vom TÜV NORD erklärt: "Ziel der Bundesregierung ist es, die Schadstoffbelastung und den Kohlendioxidausstoß durch Kraftfahrzeuge zu verringern. Über die Steuer sollen Anreize geschaffen werden für den Kauf von Fahrzeugen, die die Umwelt weniger belasten, und Anreize geschaffen werden zum Umrüsten von Fahrzeugen, die heute die Umwelt zu sehr belasten."

Der TÜV rät daher, betroffene Fahrzeuge umzurüsten, da sich damit Geld sparen lässt, die Umweltbelastung sinkt und der Wiederverkaufswert des Autos steigt. Um zu erfahren, ob sich die Umrüstung lohnt, gibt es an den TÜV-Stationen Rat von Mobilitätsberatern.

Am 14-01-2005

Umfrage

Viele Autohändler fühlen sich nach einer Umfrage von den Herstellern gehindert, verbraucherfreundliche Vorgaben der Europäischen Union umzusetzen. Eine Befragung des Europäischen Verbraucherzentrums in Düsseldorf ergab, dass auch über zwei Jahre nach Inkrafttreten der neuen "Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung (GVO)" zwei Drittel der befragten Händler nur eine Auto-Marke verkaufen. Gerade mal jeder zehnte nutzte die EU-Neuerung zur Ausweitung des Angebots. Die meisten Mehrmarken-Vertriebe scheinen allein auf Grund der Fusion oder Partnerschaft ihrer Unternehmen zu bestehen wie etwa VW und Audi, Daimler und Chrysler, Renault und Nissan sowie Jaguar und Land Rover, berichten die Verbraucherschützer. Dabei beklage sich jeder vierte Händler über Behinderungen seitens der Kfz-Hersteller, weitere Firmen zu präsentieren.

Zum Hindernis würden dabei oftmals hohe bauliche und finanzielle Auflagen. So forderten Fabrikanten beispielsweise, unterschiedliche Marken in getrennten Räumen oder gar Gebäuden zu verkaufen. "Ein klarer Verstoß gegen die GVO", meint die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Verständlich sei daher, dass expansionswillige Händler sich so durch die Hersteller ausgebremst fühlten.

15 Prozent der befragten Verkäufer hätten zudem zugegeben, Neuwagen nicht zu den gleichen Bedingungen an EU-Ausländer wie an Inländer verkaufen zu dürfen. Und das, obwohl bereits zu Beginn des Jahrzehnts mehrere Unternehmen von der Europäischen Kommission zu hohen Geldbußen verurteilt worden waren, weil sie den Verkauf an ausländische Kunden erschwert hatten. Die Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) regelt unter anderem, dass Kunden, die sich im EU-Ausland ein Auto kaufen, nicht mehr beispielsweise durch höhere Preise oder längere Lieferfristen benachteiligt werden dürfen.

Neuwagen müssen zudem im Rahmen der Herstellergarantie von jeder Vertragswerkstatt in der gesamten EU kostenlos repariert werden. Ferner garantiert die GVO freien Werkstätten den Zugang zu technischen Informationen, Geräten und Werkzeugen, so dass sie Fahrzeuge aller Hersteller warten und reparieren können. Erlaubt ist nunmehr auch der Einbau von Ersatzteilen unabhängiger Produzenten. Der Verzicht auf das teurere Originalteil gefährdet dabei nicht die Garantie.

Knapp die Hälfte (47 Prozent) der vom Europäischen Verbraucherzentrum befragten Werkstätten greift daher auf Ersatzteile unabhängiger Hersteller zurück - wenn auch zumeist nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden. "Beharrlichkeit, die sich in der Regel auszahlt", meint die Verbraucherzentrale: Denn die meisten Händler bestätigten, dass die die Reparatur ohne Originalteile fünf bis 15 Prozent billiger ausfalle. Und auch ein weiterer Aspekt scheint zu funktionieren: Fast alle Händler beteuerten, Neuwagen aus dem EU-Ausland innerhalb der Garantiezeit kostenlos zu reparieren. Einige Servicebetreiber erklärten jedoch, dass sie eigene Kunden bevorzugt bedienen würden.

Das Europäische Verbraucherzentrum befragte bundesweit 101 Autohändler, darunter Vertreter aller bekannten Marken.

Am 27-06-2005

"Einbruch bei der Autoindustrie"

Die große Koalition hat das zweite Konjunkturpaket im Bundestag gegen heftige Kritik aus der Opposition verteidigt. Mit dem Programm werde die Regierung ihrer Verantwortung in der "schwersten Rezession" seit 1949 gerecht, sagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Freitag (30. Januar) bei der ersten parlamentarischen Behandlung des Paketes in Berlin. "Dies ist angemessen, dies ist problemadäquat", sagte Steinbrück und appellierte an die Opposition, bei der Verabschiedung des Paktes auf "parteipolitische Spielchen" zu verzichten. FDP, Linke und Grüne attackierten das Paket, allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Steinbrück sagte, die außergewöhnliche Situation erfordere auch außergewöhnliche Maßnahmen. Schließlich seien drei Krisen aufeinander fallen: Eine weltweite Rezession, die Deutschland als Exportweltmeister besonders hart treffe; eine Finanzmarktkrise, bei der "längst noch nicht ein Licht am Ende des Tunnels" zu sehen sei, und schließlich ein radikaler Einbruch bei der Autoindustrie, von der in Deutschland jeder achte Arbeitsplatz abhänge.

Eine Steigerung der Neuverschuldung sei für die Konjunkturhilfen unumgänglich, sagte der Finanzminister. Die Koalition werde noch in der laufenden Legislaturperiode eine Schuldenbremse in die Verfassung schreiben.

CDU-Haushälter Steffen Kampeter sagte, die Regierung fahre mit dem Programm einen "Kurs von Maß und Mitte - und das ist gut und richtig". Mit den vielen kleinen Einzelmaßnahmen würden die notwendigen Konjunkturimpulse gesetzt. Das Paket sei erfolgreich und wirksam.

Das zweite Konjunkturprogramm hat ein Volumen von rund 50 Milliarden Euro und beinhaltet öffentliche Investitionen in Ländern und Kommunen, Steuern- und Abgabensenkungen sowie Anreize zum Autokauf. Am 13. Februar will der Bundestag das Paket beschließen, am 20. Februar befasst sich der Bundesrat in einer Sondersitzung mit dem Programm.

Kritik der Opposition

Ein vernichtendes Urteil fällte die Opposition. FDP-Fraktionsvize Rainer Brüderle bezeichnete das Programm als "kleinteilig, zögerlich und diffus". "Lobby- und Ressortinteressen stehen im Vordergrund", behauptete der FDP-Politiker. Das Paket gebe wenig Impuls für die Konjunktur. Statt Einmalzahlungen seien "dauerhafte deutliche Steuersenkungen für alle" nötig.

Grünen-Fraktionsvize Jürgen Trittin kritisierte das Paket als "zu langsam", "zu zaghaft" und "nicht zielgenau". "Es ist die falsche Antwort auf diese Krise", rügte er. Trittin mahnte, sinnvoll seien ökologische Investitionen, eine Anhebung der "Hartz IV"-Sätze und eine Entlastung von Geringverdienern. Stattdessen ballere die Regierung bei ihren Konjunkturhilfen ziellos "mit der Schrotflinte in der Gegend rum".

Linksfraktionschef Oskar Lafontaine warf der Regierung "katastrophales Versagen" und "Ahnungslosigkeit" vor. Das Konjunkturpaket sei zwar "in vielen Punkten richtig angesetzt", aber völlig unzureichend und "sozial unausgewogen". Lafontaine hielt Steinbrück "Holzköpfigkeit" vor. Es sei unverantwortbar, dass Deutschland international eines der kleinsten Konjunkturprogramme vorlege.

Am 30-01-2009

Schalten und schalten lassen

Böblingen. Als erstes Modell der neuen smart Generation kann der smart fortwo mit 52 kW/71 PS ab sofort mit dem twinamic Doppelkupplungsgetriebe bestellt werden. Damit können die Gänge entweder vollautomatisch gewechselt oder manuell geschaltet werden - letzteres über den Wählhebel in einer separaten Gasse oder über die im Sportpaket enthaltenen Schaltpaddles. In Verbindung mit der Serienausstattung beträgt der Aufpreis für die twinamic in Deutschland 1.275 Euro (UVP, inkl. 19 % MwSt.); in Kombination mit den Ausstattungslinien passion, prime und proxy 1.000 Euro (UVP, inkl. 19 % MwSt.). Ausgeliefert werden die ersten smart fortwo mit twinamic im März 2015.

Mehr Schaltkomfort und besonders weiche Schaltvorgänge ohne Zugkraftunterbrechung, das sind die Vorteile der twinamic. Ab März 2015 ist der smart fortwo mit 52 kW/71 PS mit diesem modernen Doppelkupplungs­getriebe erhältlich. Der fortwo beschleunigt damit in 15,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 151 km/h schnell. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch beträgt 4,1 Liter Benzin pro 100 Kilometer, was einem CO2-Wert von 94 Gramm pro Kilometer entspricht.

Das twinamic Doppelkupplungsgetriebe ist im Klein- und Kleinstwagen-segment einzigartig und erfüllt die Wünsche aller Fahrer, die den Komfort einer Automatikschaltung im Stadtverkehr schätzen.

twinamic: Komfort gepaart mit Effizienz

Die twinamic Automatik hat die Bauform eines 3-Wellen-Doppelkupplungsschaltgetriebes und verfügt über sechs Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang. Sowohl die Kupplungsbetätigungen als auch die Gangwechsel erfolgen vollautomatisch und ermöglichen besonders weiche Schaltvorgänge ohne Zugkraftunterbrechung. Das Getriebe arbeitet vollautomatisch. Manuell geschaltet werden kann es über den Wählhebel in einer separaten Gasse oder über die im Sportpaket enthaltenen Schaltpaddles.

Durch die zwei Teilgetriebe erfolgt der Wechsel in den nächsthöheren bzw. nächstniedrigeren Gang augenblicklich und ohne Zugkraftverlust. Bei Bedarf überspringt die elektronische Steuerung einzelne Gangstufen, anstatt die Gänge nacheinander herunterzuschalten. Damit bietet es den Komfort eines Automatikgetriebes kombiniert mit der Effizienz einer Handschaltung.

Weitere Informationen von smart sind im Internet verfügbar:

www.media.daimler.com und www.smart.com

Am 15-01-2015

Verbraucherzentrale berät zur Autofinanzierung und erstellt Versicherungsvergleiche

Jetzt steigen viele Verbraucherinnen und Verbraucher wieder auf das Fahrrad um, andere holen das Motorrad heraus oder erwägen den Kauf eines neuen Autos. Finanzierungsfragen und Aspekte rund um die passende Versicherung spielen dabei meistens eine wichtige Rolle. Die Verbraucherzentrale Sachsen bietet dazu in den nächsten Wochen im Rahmen von persönlichen Beratungen verschiedene Vergleiche an.

Egal ob Fahrrad, Mofa, Motorrad oder Auto: Um günstigen, aber guten Versicherungsschutz geht es vielen Konsumenten. Die Preisspannen sind hoch, so dass sich Tarifvergleiche auf alle Fälle lohnen. Die Verbraucherzentrale Sachsen kann hier mit Erstellung eines individuellen Kfz-Versicherungsvergleiches helfen. „Wir empfehlen insbesondere jungen Fahrern, dieses Angebot zu nutzen, denn junge Leute zahlen grundsätzlich mehr für den Versicherungsschutz als ältere Verkehrsteilnehmer. Wer dann noch bei einem Anbieter landet, der etwa für die Versicherung des Mofas das Doppelte verlangt, wird sich ärgern, vorher nicht verglichen zu haben“, informiert Andrea Heyer, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Außerdem sollten Autokäufer Versicherungsangebote des Händlers nicht vorschnell annehmen.

Eine Prüfung verschiedener Offerten zahlt sich meistens in barer Münze aus. „Dabei sollte nicht nur auf die Prämie, sondern auch auf die Versicherungsbedingungen geachtet werden“, rät Heyer und meint damit etwa die Klausel, nach der der Versicherer auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet. Das heißt, dass im Schadenfall durch den Versicherer keine Kürzung der Leistung vorgenommen bzw. kein Regress verlangt wird. Grob fahrlässig handelt etwa, wer bei Regen mit nicht angepasster Geschwindigkeit fährt oder wer in so einer Situation an unübersichtlichen Stellen überholt. Schon diese beiden Beispiele zeigen jedoch, dass darüber, ob das Verhalten grob fahrlässig war, trefflich gestritten werden kann und auch wird. Wer dieser Auseinandersetzung entgehen will, hat mit der Verzichtsklausel seitens des Versicherers weniger Ärger.

Der Fahrradfahrer wiederum kann sich in der Verbraucherzentrale Sachsen beraten lassen, ob sein Drahtesel ausreichend über eine Hausratversicherung geschützt ist oder ob der Abschluss einer speziellen Fahrradpolice sinnvoll erscheint.

Am 19-03-2015