unicef Nachrichten & Informationen

Tag des Wassers: BDEW unterstützt UNICEF-Kampagne "Wasser wirkt"

BDEW zum Weltwassertag am 22. März 2013:

Der Tag des Wassers steht in diesem Jahr unter dem Motto "Wasser und Zusammenarbeit" und ist gleichzeitig das Motto des diesjährigen internationalen Weltwasserjahres. Mit dem Motto soll laut den Vereinten Nationen besonders darauf hingewiesen werden, dass die internationale Zusammenarbeit bei Thema Wasser schon jetzt die Regel und nicht die Ausnahme ist. Weiterhin könne diese Zusammenarbeit der Anfang von weiteren länderübergreifenden Kooperationen in verschiedensten Gesellschaftsbereichen sein, seien es Forschung, Bildung oder Kultur.

Unternehmer Heraeus wird UNICEF-Chef

Spendensiegel

Mit dem Unternehmer Jürgen Heraeus an der Spitze will Unicef Deutschland wieder um Vertrauen bei Spendern werben. Der zehnköpfige Vorstand wählte den 71-Jährigen am 11. April in Berlin einstimmig zum neuen Vorsitzenden der deutschen Sektion des UN-Kinderhilfswerkes. Heraeus tritt die Nachfolge von Heide Simonis an, die nach der Spendenaffäre Anfang Februar von ihrem Posten zurückgetreten war. "Die Aufgabe des neuen Vorstandes ist, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und UNICEF Deutschland wieder dahin zu bringen, wo es einmal gewesen ist", sagte Heraeus nach der Wahl.

UNICEF-Vorstand kündigt geschlossen Rücktritt an

Massiver Spendenrückgang

Als Konsequenz aus der Spendenaffäre um das Deutsche Komitee für Unicef hat der Vorstand des Kinderhilfswerks geschlossen seinen Rücktritt angekündigt. Der Interimsvorsitzende Reinhard Schlagintweit erklärte, dass alle amtierenden Vorstandsmitglieder ihre Ämter zur Verfügung stellen werden. Großspender von UNICEF hatten zuvor weitreichende Konsequenzen gefordert. Eine neue Führung soll auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 10. April in Berlin gewählt werden. Seit dem Beginn der Affäre muss die Organisation nach eigenen Angaben einen Rückgang der Spendeneinnahmen um 20 Prozent verkraften.

UNICEF wird DZI-Spendensiegel entzogen

30.000 Euro Provision für Spendenwerber

Der deutschen Sektion des Kinderhilfswerks Unicef wird das Spendensiegel aberkannt. Das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bescheinigt Hilfsorganisationen seriöses Wirtschaften und eine ordnungsgemäße Verwendung der eingegangenen Spenden. Die Hilfsorganisation habe in mehreren Punkten gegen die erforderlichen Standards verstoßen, teilte das für die Vergabe von Spendensiegeln zuständige Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) am 20. Februar in Berlin mit. So habe UNICEF Deutschland dem DZI die Zahlung von Provisionen an Spendenwerber trotz entsprechender Fragen im jährlichen Prüfungsverfahren verschwiegen. Die deutsche Sektion der UN-Hilfsorganisation steht seit Wochen wegen des Verdachts der nicht ordnungsgemäßen Verwendung von Spendengeldern in der Kritik.

UNICEF soll vier bis fünf Millionen Euro an Spenden eingebüsst haben

10.000 Dauerspender abgesprungen

Die aktuelle Affäre um Unicef Deutschland hat die Hilfsorganisation eigenen Angaben zufolge bislang zwischen vier bis fünf Millionen Euro an Spendenaufkommen gekostet. Von rund 200.000 Dauerspendern seien etwa 10.000 abgesprungen, sagte der amtierende Vorsitzende Reinhard Schlagintweit am 13. Februar nach einer Vorstandssitzung in Köln.

UNICEF soll angeblich noch mehr Spendengeld für Berater ausgegeben haben

22.300 Euro für Mitarbeitersuche?

Das deutsche Kinderhilfswerk UNICEF hat einem Pressebericht zufolge größere Summen an Spendengeld für externe Berater ausgegeben als bislang bekannt. Die "Frankfurter Rundschau" berichtete am Donnerstag, in internen Papieren aus dem Prüfungsverfahren bei UNICEF würden acht Beraterverträge und zehn Pauschalvereinbarungen über zum Teil hohe Summen aufgelistet. So habe UNICEF einem Personalberater 22.300 Euro gezahlt, um einen einzigen neuen Mitarbeiter zu finden. Die Hilfsorganisation wies die neuen Vorwürfe zurück. Bei den erwähnten "Beraterverträgen" handele es sich um "verschiedene normale Projekte und Dienstleistungen, wie sie zum Alltag vieler Organisationen gehören", teilte eine Sprecherin am 20. Dezember in Köln mit.

Simonis angeblich in der UNICEF-Affäre unter Druck

Krisenmanagement

Im Zusammenhang mit den Vorwürfen zum Finanzgebaren der deutschen UNICEF-Sektion ist deren Vorsitzende Heide Simonis offenbar erheblich unter Druck geraten. Auf einer Sondersitzung des Vorstands am 1. November habe sie heftige Kritik einstecken müssen, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Gerügt würden speziell das Krisenmanagement und die Informationspolitik der Vorsitzenden: Obwohl Simonis bereits Ende Mai von angeblichen Verschwendungen bei der Honorierung von Mitarbeitern und beim Umbau der Kölner UNICEF-Zentrale erfahren hätte, habe sie darüber weder den Gesamtvorstand informiert noch andere Konsequenzen gezogen.

Kinderhilfswerk Unicef wegen angeblich verschwendeter Spendenmittel unter Druck

War Simonis informiert?

Die Affäre um angeblich verschwendete Spendenmittel bei Unicef weitet sich aus. Die ehrenamtliche Unicef-Vorsitzende Heide Simonis forderte am 29. November den Verbands-Geschäftsführer Dietrich Garlichs auf, sein Amt bis zur Klärung aller Vorwürfe ruhen zu lassen. Entgegen dessen Behauptungen sei der Vorstand nicht über die Vorgänge informiert gewesen. Simonis stellte Garlichs ein Ultimatum, seine Behauptungen bis Donnerstag 16.00 Uhr zurückzunehmen. Die Unicef-Geschäftsstelle in Köln wollte sich hierzu am Nachmittag nicht äußern. Eine Entscheidung in der Angelegenheit müsse der Vorstand treffen, sagte eine Sprecherin.

Roma-Kinder werden in Deutschland laut UNICEF diskriminiert

"Teufelskreis"

Kinder aus Roma-Familien werden nach Darstellung des Kinderhilfswerks Unicef auch in Deutschland nach wie vor benachteiligt. "Roma-Kinder müssen die Chance bekommen, den Teufelskreis aus Armut, Ausgrenzung und Vorurteilen zu durchbrechen", forderte UNICEF-Vorstandsmitglied Reinhard Schlagintweit am Montag in Berlin. Ablehnung, Frustration und Aggression könnten sich ansonsten "aufschaukeln". Die sozialen und politischen Folgekosten wären "enorm".

Genitalverstümmelung auch in Deutschland großes Problem

Tabuthema

Die Genitalverstümmelung von Frauen ist immer noch ein Tabuthema. Eine am Donnerstag in Berlin von Unicef, der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes und dem Berufsverband der Frauenärzte vorgestellte Studie belegt, wie sehr die hierzulande strafrechtlich als schwere Körperverletzung geltende Praxis ignoriert wird. Die Geschäftsführerin von Terres des Femmes, Christa Stolle, schätzte, dass in Deutschland rund 29.000 Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht seien. Die Organisationen forderten unter anderem bessere Informations- und Bildungsangebote für Ärzte und Hebammen. Fast 90 Prozent der insgesamt 493 Ärzte, die den Fragebogen beantworteten, zeigten sich an Fortbildung interessiert.

Unicef fordert Bekämpfung der Kinderarmut wie in Schweden

Krasse Unterschiede

In den meisten reichen Nationen steigt nach Angaben der Kinderhilfsorganisation Unicef die Kinderarmut. Die Situation von Kindern in 17 von 24 untersuchten OECD-Staaten habe sich verschlechtert, sagte der Vorsitzende von Unicef Deutschland, Reinhard Schlagintweit, am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung einer neuen Studie. Der Unicef-Vergleich zeigt krasse Unterschiede zwischen den reichen Ländern auf. Am niedrigsten ist die Kinderarmut in Dänemark und Finnland (unter drei Prozent). Besonders hoch ist der Anteil armer Kinder in den USA (über 20 Prozent). Deutschland liegt im Mittelfeld auf Platz 12. In Deutschland sei die Kinderarmut dabei mit 2,7 Prozentpunkten seit 1990 stärker angestiegen als in den meisten anderen Industrienationen. In Ländern mit höheren Sozialausgaben ist die Kinderarmut nach der Studie niedriger.

Kindersterblichkeit in armen Ländern nimmt wieder zu

Unicef fordert Gegenmaßnahmen

Die Kindersterblichkeit nimmt nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, Unicef, in vielen Ländern wieder zu. Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht "Fortschritt für Kinder" hervor. Die Studie vergleicht neue Daten zur Kindersterblichkeit aus allen Ländern der Erde im Zeitraum von 1990 bis 2002. Am dramatischsten sei die Situation in den Ländern Afrikas südlich der Sahara. Aber auch im Irak, Kambodscha und in Staaten der früheren Sowjetunion habe die Sterblichkeitsrate zugenommen.

Unicef will mehr Geld für Kampf gegen Aids bei Kindern

Zehn Millionen Kinder und Jugendliche infiziert

Zehn Millionen junge Menschen sind nach Schätzungen des UN-Weltkinderhilfswerks Unicef mit HIV infiziert. Kinder und Jugendliche seien am stärksten von der Ausbreitung des Virus betroffen, sagte eine Sprecherin der Organisation am Dienstag in Köln. Mehr als die Hälfte derjenigen, die sich 2003 neu angesteckt hätten, seien noch keine 25 Jahre alt. Insgesamt trügen weltweit 38 Millionen Menschen das HI-Virus. Nötig sei daher mehr Geld für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit., Kinder und Jugendliche müssten dabei im Mittelpunkt stehen.

Ein Drittel der Menschen leidet an Vitaminmangel

Verringerung des IQ

Weltweit fehlen einem von drei Menschen die notwendigen Vitamine. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Unicef und The Micronutrient Initiative gekommen. Dieser Mangel hindere Millionen Menschen daran, ihr volles körperliches und geistiges Leistungsvermögen zu erreichen. Anstrengungen zur Bekämpfung der Armut, Verringerung der Kindersterblichkeit und Verbesserung der Gesundheit von Müttern seien zentral von der Sicherstellung einer besseren Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen abhängig.

UNICEF fordert Ächtung von Antifahrzeugminen und Streubomben

Kinderhilfswerk

Der Ottawa-Vertrag zur Ächtung von Antipersonenminen sei "ein Meilenstein der internationalen Rüstungskontrolle". Doch habe er das Minenproblem "nicht gelöst", kritisierte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Dietrich Garlich, am Freitag in Berlin. So würden durch Antifahrzeugminen, die sich beispielsweise gegen Panzer richten, auch Busse und Eselskarren in die Luft gesprengt. Seit dem 1. März 1997 sind 141 Staaten der internationalen Konvention über das Verbot von Antipersonenminen, dem so genannten Ottawa-Vertrag, beigetreten. Deutschland ist auch dabei, obwohl in den Beständen der Bundeswehr noch 1,4 Millionen Antifahrzeugminen und mehr als 30 Millionen Streumunitionen lagern. Staaten wie die USA, Russland, China, Indien und Pakistan haben den Vertrag erst gar nicht unterzeichnet.

Unicef fordert Maßnahmen gegen Kinderprostitution an deutscher Grenze

"Lagebericht Kinderhandel" gefordert

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef fordert verstärkte Anstrengungen gegen Kinderhandel und Kinderprostitution. Vertreter von Unicef und der Kinderrechtsorganisation Ecpat wandten sich am Dienstag in Berlin insbesondere gegen den Missbrauch von Kindern in der deutsch-tschechischen Grenzregion. Dort habe sich "ein regelrechter Markt für Kinderprostitution entwickelt", beklagten beide Organisationen anlässlich der Vorstellung der Studie "Kinder auf dem Strich - Bericht von der deutsch-tschechischen Grenze". Kinder würden von Familienangehörigen zur Prostitution gezwungen, Zuhälterbanden verschleppten Minderjährige aus osteuropäischen Ländern und entfernten Regionen Tschechiens in das Grenzgebiet. Die Opfer würden vorwiegend von deutschen Sextouristen missbraucht. Unicef sprach sich zugleich für einen "Lagebericht Kinderhandel" aus. Bislang fehle in Deutschland eine zusammenhängende Berichterstattung über Kinderhandel, die die Situation der betroffenen Kinder beleuchte. Auch müssten die betroffenen Kinder und Jugendlichen "als Opfer und nicht als illegal eingereiste Ausländer oder Straftäter behandelt werden".

Unicef-Botschafter Moore bekommt Bundesverdienstkreuz

Kämpfen für Kinder

Der Unicef-Botschafter und einstige James-Bond-Darsteller Roger Moore hat am Montag im Berliner Schloss Bellevue das Bundesverdienstkreuz bekommen. Bundespräsident Johannes Rau würdigte damit das herausragende Engagement des britischen Schauspielers um das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen seit den 80er Jahren. Das Staatsoberhaupt hob Moores Einsatz für Kinder in aller Welt hervor. Der Schauspieler habe seine Popularität im Kampf gegen das Elend auf der Erde eingesetzt.

UNICEF ruft zur Verwirklichung der Kinderrechte auf

Weltkindergipfel

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) ruft die Staatschefs und Regierungen auf, den Weltkindergipfel vom 8. bis 10. Mai in New York als Wendepunkt für die Verwirklichung der Kinderrechte zu nutzen. Die Sondersitzung der UN-Vollversammlung biete die Chance, die Weichen für die Verbesserung der Lebenssituation der rund 2,1 Milliarden Kinder und Jugendlichen weltweit zu stellen und gegen die verbreitete Missachtung der Kinderrechte mit einem globalen Aktionsplan vorzugehen, betonte UNICEF Deutschland am Donnerstag in Köln. Zum Weltkindergipfel werden rund 70 Staats- und Regierungschefs erwartet.

Mehr als zehn Millionen Kinder sterben jährlich an Krankheit, Hunger und Gewalt

Entwicklungsländer

Die Lebens- und Entwicklungschancen von Kindern sind weltweit noch immer Besorgnis erregend. Das geht aus dem am Freitag in Berlin vorgestellten Jahresbericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) zur Situation der Kinder in der Welt hervor. Zwar sei die Kindersterblichkeit in den vergangenen 10 Jahren um 14 Prozent gesunken, sagte der Vorsitzende von UNICEF Deutschland, Reinhard Schlagintweit. Noch immer stürben aber mehr als zehn Millionen Mädchen und Jungen unter fünf Jahren an den Folgen von Krankheit, Hunger und Gewalt. Von 27 Zielen, die sich die Staats- und Regierungschefs von 71 Ländern im Zuge des ersten UN-Weltkindergipfels 1990 gesetzt hätten, seien lediglich 6 vollerfüllt worden. Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) verwies unterdessen darauf, dass 1,5 Millionen Kinder in Deutschland von Sozialhilfe leben. Angesichts dieser Zahl dürfe die Kinderarmut in Deutschland nicht verharmlost werden, sagte DKHW-Geschäftsführerin Heide-Rose Brückner.

Sexuelle Ausbeutung von Kindern angeprangert

Unicef

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, prangert die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Jungen an. Kinderprostitution und -pornografie seien abscheuliche Verbrechen, betonten Unicef-Vertreter am Mittwoch in Berlin. Für Täter und Profiteure dürfe es keine Toleranz und keine Schlupflöcher mehr geben.