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Türkische Gemeinde fordert Verbesserungen für hier lebende Ausländer

Integration gefordert

Die türkische Gemeinde in Deutschland fordert bessere Bedingungen für hier lebende Ausländer. Ihre Integration sei in der Zuwanderungsdebatte bisher "ein bisschen zu kurz" gekommen, kritisierte der Vorsitzende der türkischen Gemeinde, Hakki Keskin, in Berlin unmittelbar vor der Präsentation des Zuwanderungskonzeptes von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD).

"Es muss hauptsächlich um die Integration der hier Lebenden gehen", hob Keskin hervor. Vorrangig müssten die Bedingungen für die Einbürgerung ausländischer Erwachsener verbessert werden. Wer einen deutschen Pass habe, identifiziere sich ganz anders mit Deutschland. "Das schafft ein anderes Bewusstsein", sagte Keskin, der selbst türkischer Staatsbürger ist.

Die bisher bekannt gewordenen Vorschläge von Schily bewertete Keskin unterschiedlich. Die Verbesserung des Aufenthaltsstatus von Flüchtlingen, die aus humanitären Gründen nicht abgeschoben werden, nannte er einen "guten Schritt". Diese Menschen könnten zum Großteil auf absehbare Zeit nicht in ihre Heimat zurück und bräuchten "klare Perspektiven" in Deutschland. Presseberichten zufolge plant Schily, den Flüchtlingen unter anderem Arbeitsmöglichkeiten einzuräumen. Bisher sind sie in Deutschland nur geduldet und leben von Sozialhilfe. Keskin sagte dazu, ein besserer Status der Flüchtlinge entlaste auch die deutschen Sozialkassen.

Als "inakzeptabel" bezeichnete er dagegen die Überlegung Schilys, bei anerkannten Asylbewerbern nach einer Frist zu prüfen, ob die Asylgründe noch vorliegen. Wer sich als politisch Verfolgter über Jahre in Deutschland eingelebt habe, richte seine Zukunftsplanung nicht auf die Rückkehr ins Herkunftsland aus. Eine derartige Prüfung sei "nicht vernünftig" und sorge nur für Unsicherheit, warnte Keskin.

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