Atommüll

Erstmals Plutonium-Transport über See in Bremerhaven erwartet

Noch in dieser Woche soll erstmals ein Atommülltransport mit Plutonium-Brennelementen auf dem Seeweg in Deutschland eintreffen. An Bord des Frachters "Arneb" würden etwa 20 Brennelemente aus Schottland in Bremerhaven erwartet, sagte Greenpeace-Sprecherin Susanne Ochse. Von Bremerhaven aus sei dann der Weitertransport per Lastwagen nach Hanau in Hessen vorgesehen.

Die Brennelemente seien ursprünglich für den Schnellen Brüter in Kalkar gedacht gewesen, der jedoch nie in Betrieb ging. Sie waren daraufhin in den Atomkomplex Dounreay in Schottland gebracht worden. Ende dieses Jahres laufe jedoch der Vertrag für die Lagerung ab. Nach Angaben von Ochse ist der Transport der erste von vier, bei denen bis Dezember insgesamt 82 Brennelemente mit rund 500 Kilogramm Plutonium auf die Reise zurück nach Deutschland geschickt werden.

Die Greenpeace-Sprecherin kritisierte den Transport des hochradioaktiven Mülls als sinnlos. Die Brennelemente sollten besser zunächst im Atomkomplex Dounreay bleiben, bis eine Lösung für den Verbleib des radioaktiven Mülls gefunden sei. Schon heute stehe fest, dass die Elemente auch in Hanau nicht bleiben könnten. Eigentümer sei der Energiekonzern RWE, der zu 70 Prozent am Schnellen Brüter Kalkar beteiligt gewesen war. Je 15 Prozent hätten eine belgischer und ein niederländischer Betreiberkonzern gehalten.

Die "Arneb" war bereits vor etwa zehn Tagen von Bremerhaven nach Schottland in See gestochen. Eigentlich hätte das Ro-Ro-Frachtschiff "Arneb" bereits am vorigen Wochenende in Bremerhaven ankommen müssen. Die Ankunft sei aber auf einen noch nicht genau bekannten Termin in dieser Woche verschoben worden.

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