Euro-Probleme
Österreichischen Automaten verweigern ausländische Euro-Münzen
Die EU-Kommission hält die Probleme für absolute Einzelfälle. Er habe bislang keine Informationen, dass es solche Schwierigkeiten auch in anderen Euro-Ländern gebe, betonte der zuständige EU-Experte Yannis Xenakis in Brüssel. Die Schuld liege sicher nicht bei den deutsche Münzen. Vielmehr hätten da wohl österreichische Automaten-Betreiber versäumt, ihre Münzprüfsysteme entsprechend einzustellen.
Das bestätigt auch die österreichische Regierungs-organisation "Euro-Initiative". Leiter Rainer Newald sagte, nicht nur deutsche Münzen seien von dem Problem betroffen, sondern alle nicht-österreichischen Euro-Münzen. Der Generalsekretär der Münze Österreich, Gerhard Chlapek, schiebt den schwarzen Peter den Automaten-Betreibern zu. Diese hätten die Möglichkeit gehabt, im Münzprüfcenter in Mainz ihre Automaten testen zu lassen. Eigene Testcenter in Österreich habe es jedoch nicht gegeben.
Ein Sprecher eines der betroffenen Automaten-Betreiber beklagte genau diese Tatsache. Die Münze Österreich habe nur nationale Euro-Stücke herausgegeben, sagte er der "Passauer Neuen Presse" vom Mittwoch und fügte hinzu: "Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Herbst sämtliche EU-Münzen einlesen können." Die EU-Kommission drängt jedoch aufs Tempo. Dieses Problem müsse möglichst schnell beseitigt werden, forderte Xenakis.
Die Euro-Münzen sind, anders als die Banknoten, je nach Land unterschiedlich. Die Rückseiten der Münzen durften mit landestypischen Motiven versehen werden. Newald sagte, es gebe dadurch zum Beispiel leichte Unterschiede in der elektrischen Leitfähigkeit der Münzen. Diese werde jedoch von einigen Automaten als Echtheitsprüfung gemessen.
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