Auftakt zu Streikwelle
Gewerkschaft erhöht Druck auf Post-Arbeitgeber
Wolfgang Abel vom ver.di-Landesbezirk Nord betonte: "Die Unruhe in den Betrieben wächst." Die Verweigerungshaltung der Post-Arbeitgeber sei für die Beschäftigten in den Poststellen nicht mehr nachvollziehbar. Bsirske verwies auf die Ergebnisse des Rekordjahres 2001, in dem der Umsatz um 2,1 Prozent und der Nachsteuergewinn um 4,3 Prozent auf neue Höchstwerte gestiegen waren. Angesichts dessen sei es den Beschäftigten "nicht länger zu vermitteln", dass sie nicht entsprechend mehr Lohn erhalten, sagte der Gewerkschaftschef.
Auch in der Spreewaldgemeinde Burg bei Cottbus (Brandenburg) wurden am Dienstag keine Briefe ausgetragen. Die Gewerkschaft hatte 20 Zusteller zu einem zeitlich befristeten Streik aufgerufen. Sie kündigte weitere Arbeitskampfmaßnahmen für den weiteren Tagesverlauf in Berlin und Brandenburg an. Während der Nacht sollen die befristeten Streiks dann auch auf Sachsen und Baden-Württemberg ausgedehnt werden. Rolf Büttner vom ver.di-Bundesvorstand rechnet damit, dass es ebenfalls bei Kurier- und Paketdiensten außerhalb der Deutschen Post AG in den nächsten Tagen zu Aktionen kommt. Angesichts des schleppenden Verlaufs der Tarifverhandlungen im Speditions- und Logistikgewerbe seien beim ver.di-Bundesvorstand erste Anträge auf zeitlich befristete Streiks eingegangen. Dem Antrag auf Aktionen im Tarifgebiet Nordbaden-Württemberg sei bereits zugestimmt worden, sagte Büttner in Berlin.
Die Gewerkschaft hatte Kampfmaßnahmen beschlossen, nachdem von den Arbeitgebern auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt wurde. Das wurde erst für nächste Woche versprochen. Die Gewerkschaft fordert für die 240 000 Beschäftigten der Post 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Ein Gewerkschaftssprecher hatte gewarnt, wenn es bei der für den 10. und 11. Juni anberaumten dritten Verhandlungsrunde keinen Durchbruch gebe, müsse sich Deutschland auf einen langen Poststreik einstellen.
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Am 04. Jun. 2002 unter:
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« Malchin ist nicht alleinige Quelle der Verunreinigung mit Nitrofen
Volksabstimmung in der Hand des Bundestages »
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