Mutmaßlicher Helfer der Selbstmordattentäter vernommen
Beihilfe zum mehrtausendfachen Mord vorgeworfen
Laut Bundesanwaltschaft hat Mzoudi zu sämtlichen Mitgliedern der Hamburger Zelle "langjährige enge Beziehungen" unterhalten. Er habe "die auf Begehung von Terroranschlägen ausgerichteten Ziele der Vereinigung" gekannt. Die Hamburger Gruppe war nach Erkenntnissen der Fahnder an der Vorbereitung und Ausführung der Terroranschläge in den USA maßgeblich beteiligt. Mzoudi wurde wegen des dringenden Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung festgenommen. Der BGH-Ermittlungsrichter erhielt den Haftbefehl aufrecht und setzte ihn in Vollzug.
Die Bundesanwaltschaft prüft derzeit, ob Mzoudi die Attentatspläne im Detail kannte und in die Vorbereitung der Anschläge einbezogen war. In diesem Fall würde er auch der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der Beihilfe zum Mord beschuldigt. Bislang haben die Fahnder diesbezüglich aber "noch keinen dringenden Tatverdacht" gegen Mzoudi.
Laut Bundesanwaltschaft hat Mzoudi dem flüchtigen Zakariya Essabar zur Finanzierung seiner in den USA geplanten Flugausbildung Geld zur Verfügung gestellt. Außerdem habe Mzoudi dem Todespiloten Marwan Alshehhi für dessen letzte Wochen in Deutschland ein Zimmer in einem Studentenwohnheim verschafft, in dem sich dieser bis zu seinem Abflug Ende Mai 2000 in die USA unbemerkt aufhalten konnte. Im Sommer 2000 habe sich Mzoudi teilweise zeitgleich mit Essabar und dem inzwischen unter Anklage stehenden Terroristenhelfer Mounir El Motassadeq in Ausbildungslagern des Terrornetzwerks Al-Qaida in Afghanistan aufgehalten.
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Am 11. Okt. 2002 unter:
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