Hilfe für Bürgerkriegsflüchtlinge
Millionen Menschen leiden auf der Flucht vor Gefechten im Kongo
"Am dringendsten brauchen die Menschen Wasser, Decken, Kleider und Lebensmittel", sagt Harry Donsbach, Kongo-Beauftragter von World Vision Deutschland. Innerhalb des kommenden Monats werden die 150 Mitarbeiter vor Ort rund 12.000 Familien mit dem Notwendigsten versorgen. Donsbach: "Wegen des langjährigen Bürgerkrieges und die dadurch zerstörte Infrastruktur ist die Versorgung der Bevölkerung nahezu zusammen gebrochen." Besonders betroffen seien die Kinder, von denen viele bereits ihre Eltern verloren haben. 350 werden derzeit in einem speziell für sie eingerichteten Ernährungszentrum versorgt.
Nach UN-Angaben ist die Flüchtlingssituation im Osten des Landes am schlimmsten. An den Folgen des Bürgerkrieges sind schätzungsweise über 1,7 Millionen Menschen gestorben. Immer wieder liefern sich unterschiedliche Streitkräfte, Milizen und Banden Gefechte. In den von Rebellen und ihren ruandischen, bzw. ugandischen Verbündeten besetzten Ostgebieten geht es dabei meist um die Kontrolle von Rohstoffvorkommen wie Coltan, einem Mineral, das für die Herstellung von Mobiltelefonen gebraucht wird. World Vision arbeitet seit 1984 im Kongo.
World Vision Deutschland e.V. ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten langfristige Entwicklungshilfe und humanitäre Nothilfe. Mehr als 100 Projekte werden momentan in 34 Ländern durchgeführt. World Deutschland ist Teil der weltweiten Partnerschaft mit 46 nationalen Büros und über 14.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern. World Vision unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen.
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