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München stellt auf Linux um

Open Source in der Stadtverwaltung

Geht es nach dem Willen der regierenden SPD und Grünen wird die Stadtverwaltung in München zukünftig auf Linux und ein Office-Paket aus der Open-Source-Szene setzen. Der endgültige Beschluss für das freie Betriebssystem soll in der nächsten Stadtratsitzung am morgigen Mittwoch gefällt werden. Der Umstieg der über 14.000 PCs und Notebooks mit über 16.000 Benutzern soll in einer "sanften Migration" erfolgen. Da sich auch die Grünen auf Linux festgelegt haben, stehen die Chancen gut, dass die SPD auch ihre Position durchsetzen kann.

Auch Microsoft-Chef Steve Ballmer machte der Stadt weitreichende Rabattangebote. "Wir sind uns voll darüber bewusst, dass unsere Entscheidung Signalwirkung hat. Deshalb haben wir uns intensiv mit der Materie auseinandergesetzt", erklärte Stadträtin Christine Strobl, SPD-Sprecherin im zuständigen Personal- und Verwaltungsausschuss. Die beiden Angebote von Microsoft für Windows und IBM für Linux sind nach Darstellung der SPD praktisch gleichwertig. Schließlich gaben nach Darstellung Strobls langfristige strategische Überlegungen den Ausschlag. Die Umstellung auf Linux garantiere die größere Herstellerunabhängigkeit und mehr Flexibilität bei der künftigen Gestaltung der IT-Landschaft der Stadtverwaltung.

Auch die Grünen sehen die Entscheidung für Linux vor allem unter dem strategischen Gesichtspunkt. Daneben wollen sie aber auch offensichtlich die Marktstellung von Microsoft brechen. "Die Entscheidung des Münchner Stadtrats für Linux wird eine Bresche in die monopolartige Stellung von Microsoft schlagen. Mit der Stadt München entschließt sich zum erstenmal eine große deutsche Kommune für Open-Source-Software", erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Boris Schwarzt.

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