Globale Erwärmung

Jahrhundertunwetter künftig öfter

Die Kosten für Schäden durch Überflutungen in Küstenregionen werden sich nach Angaben der australischen CSIRO Forschungseinrichtung in den kommenden 50 Jahren verdoppeln. Schuld an den katastrophalen Schäden ist nach Angaben der australischen Forschungsorganisation die Bevölkerungszunahme und daraus resultierend die globale Erwärmung und der Anstieg des Meeresspiegels. Zunehmen werde aber nicht nur die Überschwemmungsgefahr, sondern auch die Zahl der "Jahrhundertunwetter". Tauchten solche Unwetter früher einmal in 100 Jahren auf, wird sich diese Frequenz ändern. Die Experten rechnen damit, dass solche Stürme alle 40 Jahre auftreten können.

Debbie Abbs und Kathy McInnes vom Csiro Atmospheric Research haben die Einflüsse vom steigenden Meeresspiegel und der Zunahme der Bevölkerung hochgerechnet. Demnach würden in Zukunft auch Gebiete, die bisher nicht als Flut- oder hochwassergefährdet galten, immer mehr gefährdet sein. "Dabei werden die Territorien immer größer werden", so Abbs. Flutwellen richteten bereits heute in Australien mehr Schäden an als alle anderen Naturereignisse. Die Forscherin sieht dabei aber noch andere Faktoren, die katastrophale Wirkungen auf die Umwelt haben: Wechsel in der Intensität der Niederschläge werden für zusätzliche Zerstörungen sorgen. "Nach Schätzungen werden solche Regenfälle um bis zu 30 Prozent zunehmen", erklärt Abbs.

In der Zwischenzeit gehen die meisten Forscher davon aus, dass der Meeresspiegel bis 2055 um bis zu 40 Zentimeter ansteigen wird. Auch über die Zunahme der Niederschläge und die Häufigkeit von tropischen Wirbelstürmen scheinen sich die Forscher einig zu sein. Als besonders gefährdet gelten die Küstenabschnitte in tropischen und warmen Gegenden. In Australien seien das zum Beispiel der Abschnitt der Gold-Coast (im Nordosten Australiens), die Gebiete um Perth und Melbourne.

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