Politik in Hinterzimmern
Deutsche Bank arrangierte offenbar Treffen mit Allawi und Wirtschaftsführern
Als Tatmittel seien in den abgehörten Telefonaten der drei in diesem Zusammenhang verhafteten Iraker "Waffen thematisiert" worden, sagte Nehm. Die "Einzelheiten der Tatausführung" seien nicht bekannt. Es gebe "keine Anhaltspunkte" dafür, dass ein Molotowcocktail geworfen werden sollte.
Der in Berlin festgenommene 30-jährigen Rafik Y. hatte laut Nehm die entsprechenden Straßenzüge rund um die Deutsche Bank-Niederlassung am Donnerstagabend "zum Zweck der Ausspähung abgefahren" und dem - in Augsburg gefassten - 22-jährigen Mazen H. dann mitgeteilt, er habe "die Baustelle besichtigt". Der in Stuttgart festgenommene 31-jährige Ata R. und Mazen H. hätten "gemeinsam die Erlaubnis zur Begehung eines Anschlages erteilt". Nehm nannte es erstaunlich, dass die Beschuldigten überhaupt das geheimgehaltene Besuchsprogramm Allawis kannten. "Die Frage, woher sie das wussten, muss beantwortet werden", betonte er.
Die drei in Untersuchungshaft sitzenden mutmaßlichen Mitglieder der islamistischen Terrorgruppe Ansar al-Islam hätten zunächst einen anderen Programmpunkt des Allawi-Besuchs - ein Treffen mit Exil-Irakern am Donnerstagabend - in Erwägung gezogen. Nehm gab außerdem bekannt, dass auf einer Internetseite der Ansar al-Islam bereits im Oktober "die Ermordung Allawis angekündigt" worden sei. Der Generalbundesanwalt gab sich überzeugt, dass die deutschen Sicherheitsbehörden mit ihrer Durchsuchungsaktion in der Nacht zum Freitag einen Anschlag auf Allawi "verhindern" konnten.
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Am 07. Dez. 2004 unter:
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« Ermittlungen gegen Müller-Milch-Chef Theo Müller
Beamtenbund droht mit Streik »

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