"Zeit und Lust zu kommen"

Junge Union lädt Martin Hohmann zu Vortrag ein

Die Junge Union (JU) im Heimatlandesverband von CDU-Chefin Angela Merkel plant einen Neujahrsempfang mit dem ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann als Festredner. Wie die "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe) vorab berichtete, soll Hohmann am 5. Februar in Mecklenburg-Vorpommern auf der Insel Poel über "Die Entwicklung des CDU-Zeitgeistes" reden. Hohmann hatte bei einer Rede am Tag der Deutschen Einheit im Jahr 2003 im Zusammenhang mit den Juden das Wort "Tätervolk" gebraucht. Daraufhin wurde er aus Partei und Fraktion ausgeschlossen.

Der JU-Kreisvorsitzende Steffen Bokunewitz nannte die Einladung an Hohmann einen Beitrag zur Kritik an Merkel. "Wir hatten sie zunächst eingeladen, selbst zu reden. Aber sie hatte angeblich keine Zeit. Hohmann hatte Zeit und Lust zu kommen", sagte Bokunewitz der "Bild"-Zeitung.

Unions-Politiker versuchen indes, den Auftritt Hohmanns zu verhindern. Der Bundesvorsitzende der JU, Philipp Mißfelder, erklärte dem Blatt, die Veranstaltung dürfe auf keinen Fall stattfinden. Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Vorsitzender Eckhardt Rehberg sagte: "Es zeugt von politischer Dummheit und Instinktlosigkeit, Herrn Hohmann einzuladen."

JU plant "Demokratiekampagne" - über die inhaltliche Ausrichtung muss erst noch nachgedacht werden

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union (JU), Philipp Mißfelder, will mit einer "Demokratiekampagne" gegen die rechtsextreme NPD vorgehen. "Wir müssen vor allem in Ostdeutschland wesentlich stärker für Demokratie und Werte werben", sagte Mißfelder der "Netzeitung". Ansatz für die "Demokratiekampagne" sei, dafür zu sorgen, dass etablierte Parteien in Ostdeutschland besser Fuß fassten. Über die inhaltliche Ausrichtung der "Demokratiekampagne" machte Mißfelder keine Angaben. "Die konkreten Überlegungen laufen derzeit", sagte er.

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