ernährung
Interview mit Ernährungsexpertin Sonja Mannhardt
„Ernährung ist wie ein gut sitzendes Kleid“
Die Ernährungswissenschaftlerin Sonja Mannhardt verrät wie man auch im Jahr 2012 im Gleichgewicht bleibt. Seit 22 Jahren ist Sonja Mannhardt als qualifizierte Ernährungstherapeutin tätig. In dieser Zeit beriet sie Tausende von Menschen und brachte sie in Sachen Ernährung wieder auf den richtigen Weg – für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Erst kürzlich feierte sie ihr 10-jähriges Praxisjubiläum. Verena Wehrle sprach mit ihr über gesunde Ernährung, wie man auf seinen Körper hört und was Diäten tatsächlich bringen.
Schwarz-Weiß-Malerei bei Öko-Test:
Gesunde Ernährung: Kaffee, Zucker und andere Lebensmittel im Öko-Test
Die Zeitschrift Öko-Test hat in ihrer September-Ausgabe (Nr.09/2011) regionale Lebensmittel unter die Lupe genommen. Sie berichtet, der Kauf von regionalen Produkten sei zumeist rausgeschmissenes Geld, wobei sie bei vielen getesteten Artikeln der Lebensmittelindustrie recht hat. Leider wird im Test aber mit falschem Maß gemessen und Birnen mit Äpfeln verglichen. Zu Unrecht werden glaubwürdige Regionalvermarktungsinitiativen mit eindeutigen Mogelpackungen des Handels und der Industrie auf eine Stufe gestellt.
Hartz-IV und gesunde Ernährung
Kinderarmut in Deutschland
Bundesweit haben die Ergebnisse des 3. Armuts- und Reichtumsberichts (2008) der Bundesregierung und auch die Studien z. B. des Robert-Koch-Institutes zum Ernährungszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu heftigen Diskussionen in der Öffentlichkeit geführt.
Prävention
Die Regierung will dem Volk eine gesündere Ernährung verordnen
Mit einem Aktionsplan für ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung wirbt die Bundesregierung für eine gesunde Lebensweise. Das Programm ist bis 2020 ausgelegt und soll dazu beitragen, dass "alle von einer höheren Lebensqualität und einer gesteigerten Leistungsfähigkeit profitieren", sagte Bundesernährungsminister Horst Seehofer (CSU) am Mittwoch (25. Juni) in Berlin.
Millionenzuschüsse für arme Kinder
Müntefering lehnt Erhöhung der "Hartz IV"-Regelsätze angeblich ab
Die Unternehmen wurden von der Bundesregierung mit zweistelligen Milliardenbeträgen entlastet. Für arme Familien sieht die Bundesregierung im Vorfeld wichtiger Wahlen nun angeblich Millionenzuschüsse vor. Bundesarbeitsminister Franz Müntefering lehnt laut einem Zeitungsbericht eine Erhöhung der "Hartz IV"-Regelsätze wegen gestiegener Lebensmittelpreise ab, plant jedoch zugleich Millionenzuschüsse für Kinder aus armen Familien. Für bedürftige Erstklässler solle es ein "Schulstartpaket" von einmalig 150 Euro geben, berichtet die "Passauer Neuen Presse" unter Berufung auf ein Papier aus dem Arbeitsministerium. Zusätzlich seien Bundeszuschüsse "für gesunde und ausreichende Ernährung von Kindern in Kitas und Schulen" geplant.
Welternährungsorganisation
Grünen-Politiker Müller wechselt zur UNO
Der frühere Staatssekretär im Bundesverbraucherschutz-Ministerium, Alexander Müller (Grüne), steht vor einem Wechsel zu den Vereinten Nationen. Der aus Marburg stammende Grünen-Politiker werde ab 1. April einer der stellvertretenden Generaldirektoren der Welternährungsorganisation (FAO) der UNO, schreibt die in Marburg erscheinende "Oberhessische Presse". Das Blatt zitiert Müller mit den Worten: "Ich habe am Freitag den Vertrag unterschrieben."
Handelsjuristen & Ernährung
Attac kritisiert WTO-Entscheidung für Gen-Food in Europa
Die Vorentscheidung der Welthandelsorganisation (WTO) im Gentechnik-Streitfall ist beim globalisierungskritischen Netzwerk Attac auf scharfe Kritik gestoßen. Am Dienstag Abend war bekannt geworden, dass das WTO-Schiedsgericht einer Klage von USA, Kanada und Argentinien aus dem Jahr 2003 recht gibt. Diese hatten der Europäischen Union vorgeworfen, die Zulassung und den Anbau gentechnisch veränderter Organismen für den landwirtschaftlichen Anbau zu behindern und damit gegen WTO-Recht zu verstoßen. "Die WTO stellt Freihandel über Umweltschutz, Gesundheitsvorsorge und den Mehrheitswillen von Verbrauchern und Landwirten", kritisierte Cornelia Reetz von Attac. Dass Handelsjuristen darüber entscheiden, was wir essen sollen, hält sie für einen Skandal. Die Entscheidung bedeute einen tiefen Einschnitt in das Recht der europäischen Bürgerinnen und Bürger, sich und die Umwelt vor den Gefahren der grünen Gentechnik zu schützen.
Tschernobyl
Wildschweine und Pilze noch immer verstrahlt
Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" sind auch knapp 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Wild, aber auch Pilze in einigen Teilen Bayerns noch immer übermäßig durch radioaktive Strahlung belastet. Dies habe kürzlich der Fall eines im Bayerischen Wald geschossenen Wildschweins gezeigt, das mit 70.000 Becquerel pro Kilo Fleisch den Grenzwert von 600 um mehr als das Hundertfache überschritten habe.
Aids/HIV
UN-Welternährungsprogramm warnt vor "stillem Tsunami" in Afrika
Sechs Monate nach der Tsunami-Flutkatastrophe hat das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) vor den Konsequenzen eines "stillen Tsunami" gewarnt, der in Afrika Hundertausende töte. Aids sei im südlichsten Afrika die häufigste Todesursache. "Diese vergessenen Notfälle sind oft die tödlichsten Krisen", sagte WFP-Regionaldirektor Mike Sackett.
Ernährung
Paprika aus Spanien überdurchschnittlich mit Pestiziden belastet
Gemüsepaprika ist nach wie vor in vielen Fällen mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Nach einer am Montag in Stuttgart veröffentlichten Untersuchung der baden-württembergischen Lebensmittelüberwachung wurden von insgesamt 74 Proben aus konventionellem Anbau 34 Prozent wegen Überschreitung der erlaubten Rückstandshöchstmengen beanstandet. Bei Paprika aus ökologischem Anbau enthielten von 18 untersuchten Proben nur 2 überhöhte Werte.
Sparmaßnahmen
Krankenkassen sollen Spezialnahrung für kranke Kinder nicht mehr bezahlen
Medizinisch notwendige Spezialnahrung soll von den gesetzlichen Krankenkassen künftig nur noch in Ausnahmefällen bezahlt werden. Darauf läuft eine Veränderung der Arzneimittel-Richtlinie 20.1.i zur Enteralen Ernährung hinaus, die Ärzte und Krankenkassen im Gemeinsamen Bundesausschuss verabschiedet haben. Die Deutsche Interessengemeinschaft PKU und verwandte Stoffwechselstörungen (DIG-PKU) hat daher am Donnerstag in Frankfurt/Main Alarm geschlagen. Betroffen sind Menschen, die eine spezielle Diät mit so genannten Aminosäurenmischungen benötigen, etwa wenn sie an der seltenen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie (PKU) leiden. Die nun von massiven Erstattungseinschränkungen bedrohten Aminosäurenmischungen sind für die Kranken die einzige Möglichkeit, geistige und körperliche Behinderungen zu vermeiden.
Festessen
Heimisches Wintergemüse enthält viele Vitamine und wenig Kalorien
Alle Jahre wieder stellt sich in deutschen Küchen die Frage, was gebrutzelt, gebraten und gedünstet werden kann, um aus dem Weihnachtsfest auch ein Fest der Gaumenfreuden zu machen. Bei der Planung des Weihnachtsmenüs lohnt sich ein Blick auf das winterliche Gemüseangebot, rät die CMA (Centrale Marketing Agentur der deutschen Agrarwirtschaft mbH). Denn mit Wintergemüse-Gerichten - sei es als Vorspeise in Form eines Salats oder einer Suppe, als Beilage oder als Hauptgericht - verwöhnen Sie Ihre Liebsten nicht nur kulinarisch, sondern tun auch für deren Gesundheit etwas Gutes.
Konserviertes Obst
Zitrusfrüchte übermäßig chemisch behandelt
Zitrusfrüchte sind zu 86 Prozent mit Pestiziden und Konservierungsstoffen belastet. Schon im letzten Jahr hatte die Lebensmittelüberwachungsbehörde Stuttgart diese hohe Pestizidbelastung festgestellt. Das berichtet die niedersächsische Verbraucherzentrale. Neben dem hohen Anteil an allgemeiner Pestizidbelastung würde die Bezeichnung "unbehandelt" missbraucht, stellt die Behörde fest. "Unbehandelt" heiße jedoch im Handel oft "nach der Ernte unbehandelt". Denn während der Wachstumsperiode würden Zitrusfrüchte mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Laut Lebensmittelrecht dürften "unbehandelte" Früchte weder beim Anbau noch nach der Ernte mit Pflanzenschutzmitteln, Schalenkonservierungsmittel behandelt oder gewachst sein. Bei der Untersuchung wären allein Zitrusfrüchte aus ökologischem Anbau "unbehandelt" gewesen.
Ernährung
Veganer wegen Tod des Sohnes zu Bewährungsstrafe verurteilt
Wegen des Hungertods ihres Sohnes ist ein Ehepaar aus Bad Driburg am Mittwoch zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Nach Ansicht des Landgerichts Paderborn machten sich die Eltern der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, weil die Familie zum Tatzeitpunkt rein vegan lebte und weder Fleisch noch tierische Eiweiße wie Käse, Eier oder Milch zu sich nahm. Dadurch, so heißt es, wurde der 16 Monate alte Junge so geschwächt, dass er im März an Austrocknung und Lungenentzündung erkrankte und starb.
Ernährung
Deutsche trinken zu wenig
Die Hälfte der Deutschen nimmt laut einer Studie täglich zu wenig Flüssigkeit zu sich. Gut jeder Zweite (51 Prozent) trinkt weniger als die von Ernährungswissenschaftlern empfohlenen zwei Liter Flüssigkeit an Wasser, Säften oder Tees, ergab eine am Dienstag veröffentlichte repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der Essener Krankenkasse ktpBKK. Dabei nehmen die Frauen im Durchschnitt noch weniger Flüssigkeit zu sich (42 Prozent) als die Männer (56 Prozent). Besonders ältere Menschen trinken laut Umfrage nicht genügend.
Welternährungstag
Künast soll gegen Patente auf Saatgut aktiv werden
Bundeslandwirtschaftministerin Renate Künast (Grüne) soll sich für ein absolutes Patentierungsverbot von Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren, Menschen und ihren Bestandteilen einsetzen, und zwar auch im Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) zum geistigen Eigentum. Dies fordert die Bundeskoordination Internationalismus (Buko) in einem offenen Brief anlässlich des am Samstag stattfindenden Welternährungstags unter dem Thema "Biologische Vielfalt und Welternährung". Sicherlich werde dem Hunger in der Welt wortgewaltig der Kampf angesagt und der Verlust biologischer Vielfalt beklagt werden, meint die "Kampagne gegen Biopiraterie" der Buko, doch das politische Handeln verkehre diese "Sonntagsreden" in ihr Gegenteil.
Biologische Vielfalt besser
Monokulturen gefährden Welt-Ernährung
Der zunehmende Anbau von Monokulturen in den Entwicklungsländern gefährdet die Versorgung der dortigen Menschen mit Lebensmitteln. Davor warnte das katholische Hilfswerk Misereor am Donnerstag. Die aktuellen Entwicklungen in der Landwirtschaft brächten Risiken für die Welternährung mit sich. Die von den Saatgut-Konzernen versprochenen höheren Erträge seien oft nicht erreichbar. Im Gegenteil seien die nicht an die lokalen Verhältnisse angepassten Sorten empfindlicher für Schädlinge und Witterung. Im Fall von Dürre könnten die kommerziellen Sorten etwa zu einem vollständigen Ernte-Ausfall führen, während lokale Sorten noch Ertrag brächten.
Ernährung
Vorsicht vor Cholesterinsenkern im Kühlregal
Seit einigen Wochen tummeln sich neben Diätmargarine auch Milchgetränke, Joghurts und Joghurtdrinks im Kühlregal, die damit werben, dass sie den Cholesterinspiegel senken., denn sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe mit positiven aber auch unerwünschten Wirkungen. Der Nebeneffekt: Bei regelmäßigem Verzehr können sie auch den Beta-Carotin-Spiegel im Blutserum reduzieren. Natürliches Beta-Carotin aus Obst und Gemüse gilt jedoch als wertvolles Antioxidans, das bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen eine Rolle spielt. Der Wissenschaftliche Ausschuss "Lebensmittel" der EU empfiehlt daher aufgrund seiner Untersuchungen, nicht mehr als drei Gramm Pflanzensterine pro Tag aufzunehmen.
Erhöhte Kosten durch Übergewicht
Fettleibigkeit verschlingt jährlich 71 Milliarden Euro
Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an Fettleibigkeit. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) zeigte sich am Mittwoch in Berlin alamiert über den dramatischen Anstieg von übergewichtigen Mädchen und Jungen. Acht Prozent der Kinder und Jugendlichen seien fettleibig. Besonders betroffen seien Kinder aus sozial schwachen und Migrantenfamilien, betonte Künast. Die Folgekosten, die durch die Behandlung von ernährungsbedingten Krankheiten insgesamt entstünden, lägen derzeit jährlich bei 71 Milliarden Euro, sagte die Ministerin.
Welternährungstag 16. Oktober
Gemeinsamer Kampf gegen den Hunger in der Welt muss höchste Priorität haben
Die Deutsche Welthungerhilfe fordert aus Anlass des morgigen Welternährungstages, der Überwindung des Hungers höhere Priorität einzuräumen. Noch immer sind 840 Millionen Menschen weltweit unterernährt. 25.000 Menschen, unter ihnen mehr als 16.000 Kinder, sterben täglich an den Folgen von Hunger und Mangelernährung. Die Vorsitzende der Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble, forderte Industrie- und Entwicklungsländer auf, einen entscheidenderen Beitrag bei der Hunger- und Armutsbekämpfung zu leisten. Bei den WTO-Verhandlungen in Cancun hätten die Industrieländer erneut kein akzeptables Angebot zum Abbau von Agrarprotektionismus und Subventionen vorgelegt.
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