HIV
Frauen im südlichen Afrika sind doppelt von AIDS betroffen
Das einstige Musterland Simbabwe leidet seit Jahren unter der Misswirtschaft der Mugabe-Regierung. Das staatliche Gesundheitssystem ist zusammengebrochen. Lediglich drei Prozent der Aidskranken können sich die Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten leisten. "Die anderen 97 Prozent müssen auf familiäre Versorgung und Basisgruppen als Unterstützungsstruktur zurückgreifen", erläutert Michael Franke, Afrikareferent der ASW. "Diese werden in der Regel von Frauen geschaffen, die für die Pflege von Familienangehörigen ihre eigene Bildung und Arbeit zurückstellen. Sie sind somit in doppelter Hinsicht von Aids betroffen, als Infizierte, und als Versorgerinnen, meistens sogar beides."
HIV-Infizierte werden in Simbabwe immer noch sehr stark stigmatisiert. "Deswegen ist es wichtig, dass wir bei CEPHAC den betroffenen Männern und Frauen eine erste Anlaufstelle bieten und das Schweigen brechen", erklärt Gladys Mabaso. Das Zentrum wurde 1997 gegründet, und organisiert Unterstützungsgruppen und Aufklärungsarbeit. Für Mabaso ist die gesellschaftliche Diskriminierung eine der Hauptursachen für die immense Ausbreitung des Virus. Eine Chance im Kampf gegen AIDS in Simbabwe sieht sie in der direkten Aufklärung über die Ansteckungswege, aber auch in der Thematisierung sexueller Gewalt und Ausbeutung der Frauen. "Auf Unterstützung durch die Regierung können wir hierbei jedoch nicht zählen", so Gladys Mabaso. Deswegen sind viele unabhängig Initiativen wie CEPHAC dringend auf die Unterstützung durch ausländische Hilfsorganisationen angewiesen.
Die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. setzt sich seit 1957 gemeinsam mit etwa 70 Partnerorganisationen in Indien, Brasilien und fünf afrikanischen Ländern für Menschenrechte, Frauenförderung und Umweltschutz ein.
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Am 05. Jul. 2005 unter:
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