Kein lohnender Markt
AIDS-Medikamente für Kinder fehlen
2003 waren weltweit geschätzte 2,5 Millionen Kinder mit HIV infiziert. Über 700.000 Kinder unter 15 kamen zu den Neuinfizierungen hinzu, davon lebten 88,6 Prozent in Afrika südlich der Sahara. Etwa die Hälfte dieser Kinder stirbt vor dem zweiten Lebensjahr. Alleine die HIV-Diagnose sei problematisch, so Ärzte ohne Grenzen, da standardisierte Bluttests bei Kindern unter 18 Monaten nicht zuverlässig seien und eine andere Methode ebenfalls nicht für einen Einsatz bei Kindern geeignet sei. Aber auch die tatsächliche Behandlung stelle eine erhebliche Schwierigkeit dar, weil es kaum Medikamente für Kinder gebe. Die Dosierung erfolge meist nach Gewicht oder Körperoberfläche und müsse auch ans Wachstum des Kindes angepasst werden.
In den Entwicklungsländern liegen keine standardisierten Dosierungen vor. Meistens werden schlecht schmeckende und schwer dosierbare Siruparzneien für Kinder mit einem Körpergewicht unter zehn Kilo eingesetzt. Für ältere Kinder sind diese aber wieder ungeeignet, und antiretrovirale Medikamente werden selten als gering dosierte Tabletten oder Kapseln produziert. "Wenn auf die Medikamentenproduzenten kein massiver Druck ausgeübt wird und Regierungen sich nicht dafür einsetzen, wird es Jahre dauern, bis neue Therapien erhältlich sind", erklärt Fernando Pascual, Pharmazeut von Ärzte ohne Grenzen. "Wir müssen für die Entwicklung von handhabbaren Diagnosemethoden und kinderfreundlichen Medikamenten kämpfen."
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Am 13. Jul. 2004 unter:
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Fair gehandelte Blumen für Kommunen und öffentliche Einrichtungen »

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