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IFA bezahlt Studenten als Besucher

Veranstaltungen füllen

Die Internationale Funkausstellung (IFA) steht in dem Verdacht, Studenten als Besucher zu bezahlen. 18 Euro pro Stunde, ein Business-Frühstück und ein Fachbesucherausweis für die IFA erhalte man für den Besuch von Veranstaltungen, so ein Student gegenüber der tageszeitung taz. Ratko Djokic, Geschäftsführer der Jobvermittlungs-Agentur "effektiv - Studentische Arbeitsvermittlung GmbH" wollte keine Details verraten. "Über den Inhalt des Vertrags wurde Diskretion vereinbart", so Djokic. Nach Angaben der Agentur sei es aber "keine großartige Anzahl", die an die Messe Berlin vermittelt wurde. Messe Berlin Sprecher Michael Hofer sprach von 30 bis 70 Studenten, die für einzelne Veranstaltungen, die N-TV übertragen hat, bestellt wurden.

Die deutsche Telekom, Veranstalter des Vortrags, bei dem die bezahlten Studenten aufgespürt wurden, weist die Vorwürfe vehement zurück. "Wir haben es nicht nötig, mit solchen Methoden zu arbeiten und haben davon definitiv nichts gewusst", so eine Sprecherin des Unternehmens. Der Vortrag des Telekom-Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke wurde live auf N-TV übertragen. "Es waren Studenten gegen eine Aufwandsentschädigung von 16 bis 20 Euro pro Stunde im Publikum, die sich aber nicht als Fachbesucher ausgegeben haben", so dagegen Hofer. Die vier Vorträge, die N-TV übertragen hat, hätten in Sälen mit 450 bis 500 Plätzen stattgefunden. Es seis absolut üblich, für solche Veranstaltungen Studenten als Platzhalter zu buchen so Hofer.

Ratko Djokic bestätigt, dass es üblich sei für TV-Aufnahmen oder andere Veranstaltungen Studenten als Besucher zu bestellen. Ob es schon vor der diesjährigen IFA zu einer Zusammenarbeit mit der Messe Berlin GmbH gekommen ist, wollte Djokic weder bestätigen noch dementieren. Laut IFA-Sprecher ist die diesjährige Funkausstellung für die Industrie bisher höchst zufrieden stellend. Besucherzahlen werden vor dem Ende der Messe nicht bekannt gegeben.

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