Contra Windenergie

Wirtschaftspolitiker der CSU setzt sich für erneuerbare Energien ein

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag will auf ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth ein deutliches Bekenntnis zu erneuerbaren Energien ablegen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf ein Entwurfspapier, das der wirtschaftspolitische Sprecher der Landesgruppe, Alexander Dobrindt, verfasst habe. Darin bekenne sich die CSU zum ersten Mal zu einer gleichwertigen Betrachtungsweise von erneuerbaren Energien und Kernenergie, sagte Dobrindt dem Blatt.

Dem Papier zufolge will die CSU den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von gegenwärtig 11 Prozent bis 2010 auf mindestens 12,5 Prozent und bis 2020 auf mindestens 20 Prozent steigern.

Bei der Förderung soll allerdings mehr Gewicht auf die Erzeugung von Regelstrom gelegt werden. "So sollte die konstante Einspeisung von Erneuerbaren-Energien-Strom aus der Kombination verschiedener Erzeugungsanlagen höher gefördert werden als die ungleichmäßige Einspeisung", wie sie etwa reine Windenergieanlagen derzeit betreiben.

Bei der Kernenergie mache sich die CSU weiter für eine Verlängerung der Laufzeiten für "technisch einwandfreie" Kernkraftwerke stark. Die Kernenergie sei aber lediglich eine "Brücke in den künftigen Energiemix". Außerdem fordere die Landesgruppe, die kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht im Strom- und Gasmarkt zu verschärfen.

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