"Verloren gegangene radioaktive Quellen"

Schäuble sieht keine konkreten Anschlagspläne

Den deutschen Sicherheitsbehörden liegen derzeit offenbar keine Erkenntnisse über konkrete Anschlagsplanungen von Terroristen vor. Das unterstrichen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), der Chef des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, und der Vizepräsident des Bundeskriminalamtes, Jürgen Stock, am 10. Oktober im Innenausschuss des Bundestages. Schäuble betonte nach Angaben der Parlamentspressestelle ferner, derzeit seien terroristische Gruppen weder logistisch noch personell in der Lage, selbstständig atomare Waffen zu entwickeln. Allerdings gebe es weltweit eine "Verfügbarkeit radioaktiver Quellen", so dass Angriffe mit sogenannten schmutzigen Bomben eine "Anschlagsoption" seien. Allein 2006 habe es in Deutschland "neun verloren gegangene radioaktive Quellen" gegeben.

Uhrlau fügte hinzu, es habe eine "Reihe von Signalen" aus dem Umfeld des Al-Qaida-Netzwerks gegeben, dass über die Freisetzung von Radioaktivität nachgedacht worden sei. Dies sei in "einschlägigen Foren thematisiert" worden.

Schäuble hatte Mitte September mit Warnungen vor dem Einsatz von schmutzigen Bomben für heftige Debatten gesorgt.

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