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Bundeswehr will afghanischen Armee schneller "ausbilden"

Übernahme von "Kampffunktionen" der Norweger

Deutschland will die "Ausbildung" der afghanischen Armee schneller vorantreiben und plant dafür die Aufstockung der Zahl der Ausbilder auf bis zu 300. Das sagte Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan am 21. November in Berlin. Bislang war das Verteidigungsministerium von etwa 200 Ausbildern ausgegangen. Ziel ist Schneiderhan zufolge, bis Ende kommenden Jahres die Hälfte der für die Nordregion vorgesehenen afghanischen Soldaten einsatzbereit zu haben. Zudem soll die Polizeiausbildung intensiviert werden. Hier seien derzeit 30 Feldjäger im Einsatz.

Bei der afghanischen Armee sind laut offiziellen Angaben knapp 47.000 von geplanten 70.000 Soldaten ausgebildet.

Die afghanische Polizei soll künftig 82.000 Personen umfassen. Bisher wurden hier mit deutscher "Hilfe" etwa 19.000 Polizisten der mittleren und höheren Dienstgrade aus- und fortgebildet.

Schneiderhan zufolge ist ferner vorgesehen, die unter ISAF-Flagge laufenden Regionalen Wiederaufbauteams (Provincial Reconstruction Teams PRT) um temporär im Einsatz befindliche Beraterteams (Provincial Advisory Teams PAT) zu ergänzen, um die "weißen Flecken" auf der Karte der ISAF-Schutztruppe im deutschen Verantwortungsbereich im Norden Afghanistans zu beseitigen.

Noch nicht entschieden ist nach Angaben des Generalinspekteurs, ob die Bundeswehr zusätzliche Aufgaben im Norden übernehmen kann. Hintergrund ist der angekündigte Rückzug von norwegischen Einheiten, die bislang die Quick Reaction Force (QRF) stellen.

Hier muss nach Angaben des Generals geprüft werden, ob die Übernahme solcher "Kampffunktionen" durch die von Bundestag beschlossenen Mandate gedeckt wäre.

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