Weniger Lebensmittel für mehr Bedürftige
Spenden für die Hilfsorganisation Tafel sind offenbar rückläufig
Einen Grund für die rückläufige Spendenbereitschaft sieht der Tafel-Ländervertreter Sachsen-Anhalts, Mathias Gröbner, in den steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen. Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes, Gerd Häuser, warnte zudem vor einer zunehmenden Verarmung von Kindern und Jugendlichen. 2007 gehörte fast ein Viertel der Tafel-Kunden dieser Gruppe an. Es könne nicht sein, dass manche Kinder in der Schule nur ein Glas Leitungswasser bekämen und andere ein warmes Mittagessen. "Wir fordern, dass sozialpolitisch etwas geändert wird", sagte er. Die staatliche Daseinsvorsorge werde durch die Tafeln nicht überflüssig.
Seit der Gründung der ersten Tafel in Berlin 1993 habe sich auch die Klientel verändert. "Während früher Obdachlose versorgt wurden, kommen heute Familien und Alleinerziehende", sagte Häuser. Mit Sorge blickt der Vorsitzende auch auf die steigende Altersarmut. "Das wird noch ein Problem für die Tafeln werden", prognostizierte er.
Bundesweit gibt es nach Angaben der Bundesverbandssprecherin Anke Assig 785 Tafeln. Insgesamt unterstützen rund 35 000 ehrenamtliche Helfer deren Arbeit. Sie verteilen Spenden von Privatpersonen sowie mittelständischen Betrieben und Großunternehmen.
Noch bis Samstag tagen etwa 700 Tafel-Vertreter in Magdeburg. Dazu werden auch Vertreter aus Kirche, Kultur und Politik, darunter Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU), erwartet. Die Tagungsorte, darunter ein Magdeburger Nobelhotel, werden nach Angaben von Häuser nicht aus Spendeneinnahmen finanziert, sondern gesponsort oder aus Anzeigenerlösen bezahlt.
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