Atommüll-Lager Asse II
Laugen schwappten schon vor 1967 durch das Bergwerk
Es handelt sich dabei um rund zwölf Kubikmeter pro Tag. Der Betreiber entsorgte die Lauge über Jahre in anderen stillgelegten Bergwerken Niedersachsens, im Juni stoppte das Umweltministerium in Hannover diese Transporte. Seitdem wird die Lauge, die nach unterschiedlichen Berichten radioaktiv belastet ist, auf dem Asse-Betriebsgelände im Kreis Wolfenbüttel gelagert. Die Nachbarschächte Asse I und Asse III waren bereits in früheren Jahren voll Wasser gelaufen.
In der Asse lagern in mehreren Hundert Metern Tiefe rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll. Darunter sind auch mehrere Kilogramm hochgiftiges Plutonium. Das Helmholtz-Zentrum räumte ein, dass entgegen früheren Erklärungen auch flüssige radioaktive Abfälle in das Lager gebracht wurden. "In der Regel" hätten die Anlieferer diese Abfälle jedoch verfestigt, indem sie diese mit Bitumen oder Beton übergossen hätten. Die Einlagerung von Atommüll wurde 1978 gestoppt.
Die Befragung der etwa 20 ehemaligen Beschäftigten hat nach Angaben des Helmholtz-Zentrums auch ergeben, dass es bei der Einlagerung mehrfach zu Zwischenfällen kam. "Besondere Vorkommnisse, wie etwa eine Anlieferung, bei der die Fässer auf dem Lkw Regenwasserkontakt bekamen und die Ladefläche entsprechend gereinigt werden musste, sind bekannt", heißt es in einer schriftlichen Erklärung des Betreibers. Auch unter Tage sei es bei der Anlieferung der Fässer "vereinzelt zu Oberflächenkontaminationen" durch undichte Verschlüsse der Fässer oder durch Tauwasser von schneebedeckten Fässern gekommen.
Besonders schwerwiegende Vorkommnisse seien dem Bergamt gemeldet worden, sagte Helmholtz-Sprecher Heinz-Jörg Haury. Er nannte als Beispiel "die großflächige Kontamination vor der Kammer 12 auf der 750-Meter-Sohle durch ausgelaufene Fässer". Die radioaktiv verstrahlten Bereiche des Salzbodens seien abgetragen und in die Lagerkammern für radioaktive Abfälle gebracht worden. Haury zufolge ist davon auszugehen, dass sich in vielen Atommüllfässern sogenanntes "Überschusswasser" gebildet hat. "Da diese Fässer teilweise schnell korrodieren, könnten sich im Sohlenbereich bereits heute kontaminierte Flüssigkeiten befinden", sagte der Sprecher.
Asse-Betriebsleiter Günther Kappei sagte, dem Betreiber sei an einer vollständigen Aufklärung aller Vorkommnisse gelegen. Die neuen Erkenntnisse würden genau geprüft. Die zuständigen Behörden und Ministerien seien bereits über die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung informiert worden.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 14. Aug. 2008 unter:
politikStichworte:
« Asse-Lauge könnte "verpanscht" worden sein
Atomkritische Christdemokraten erinnern an versteckte Kosten des Atomstroms »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE im Führungschaos | Parteitag Göttingen 2012 Hintergrundbericht
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
