Schwach und mittelradioaktive Abfälle sowie Plutonium

Gabriel lobt Umbau des künftigen Atommüll-Endlagers Schacht Konrad

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat den Umbauprozess des früheren Erzbergwerks Schacht Konrad zum Endlager für schwach und mittelradioaktiven Abfall gelobt. Die Umrüstung der Schachtanlage bei Salzgitter werde vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) professionell geführt, sagte Gabriel am Mittwoch (20. August) in Berlin bei der Vorstellung des Jahresberichts der Behörde. Die Einlagerung von Atommüll in Schacht Konrad soll 2013 beginnen. Bis zu 303.000 Kubikmeter schwach und mittelradioaktive Abfälle darf das Endlager laut Genehmigungsbescheid aufnehmen. Die meisten Abfälle sollen den Angaben zufolge aus Atomkraftwerken stammen. Es handle sich unter anderem um kontaminierte Schutzkleidung, Arbeitsmaterial und Teile aus dem Abriss von Meilern. Auch mehrere Hundert Kilogramm hoch giftigen Plutoniums sollen in das Endlager.

Für ihn sei es besonders wichtig, "dass sich die Öffentlichkeit in der Region zu jedem Zeitpunkt informieren kann", betonte Gabriel. Das BfS habe mit der Einrichtung eines Informationsbüros und seiner offenen Informationspolitik "Beispielhaftes geleistet". Das Bundesamt hatte die Infostelle kürzlich in der Innenstadt von Salzgitter eröffnet.

Beim Bundesverfassungsgericht ist noch die Beschwerde eines Landwirts anhängig, der gegen die Genehmigung geklagt hat.

Zur Schließung des Atommüllagers Asse II im Kreis Wolfenbüttel sagte Gabriel, die Sicherheit des Betriebspersonals sowie der Bevölkerung in der Umgebung habe Priorität. Das BfS leiste hier wertvolle Unterstützung. Das werde auch von Kritikern der Endlagerung anerkannt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz ist dem Umweltministerium unterstellt. Weil Asse offiziell ein Forschungsbergwerk ist, fällt es vorrangig in die Zuständigkeit des Bundesforschungsministeriums.

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