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Griechenland sanieren und den Euro retten

Sex, Drogen und jede Menge Geld

Griechenland und den Euro retten Investmentbanken und Brokerfirmen halten ihre Mitarbeiter mit Stripveranstaltungen, Prostituierten und Drogen bei Laune. Der Umsatz dieser Branche um die Wall Street wird auf zehn Milliarden Dollar im Jahr geschätzt, ein beträchtlicher Teil der „Wirtschaftsleistung“ von New York City. Geraint Anderson, der jahrelang zur Finanzwelt der Londoner City gehört hat, beschreibt auf mehr als 250 Seiten, wie die Geschäfte der Finanzwelt mit Sex, Drogen und Prostitution verwoben sind.

Jonathan Alpert – Psychiater in New York City, der viele Wall Street Mitarbeiter betreut – spricht von Gier als einer Krankheit. Der Anlageberater William Browder hat vielen seiner Kunden dabei geholfen, ihr Millionenvermögen in zwei bis drei Jahren zu verzehnfachen und dazu festgestellt: „Es gibt da so eine Chemikalie, die wird in deinem Magen freigesetzt, wenn du dein Geld verzehnfachst und sie verändert deine Identität.“

Andrew Lo, Direktor eines Laboratoriums am Massachusetts Institute of Technology, hat mit neurologischen Messungen nachgewiesen, dass übersteigerter Geldverdienst die gleichen Gehirnregionen anregt wie Kokain. Viel Geld ist eine Droge. Diese Drogenjunkies zwingen Europa gerade in die Knie:

  • Die Griechenland von der „Troika“ der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds aufgezwungenen Sparmaßnahmen wirken so, wie die dem deutschen Reichskanzler Brüning von den Siegermächten des ersten Weltkriegs aufgezwungen Sparmaßnahmen: sie führen zum Kollaps des Landes.
  • Wenn Griechenland daraufhin aus der Eurozone ausgeschlossen wird, greifen „die Märkte“ das nächste Euroland an – bis, ja bis eines Tages auch Deutschland an der Reihe ist. So gelingt es der gegnerischen Kriegspartei, den Euro zu sprengen.
  • Ein wieder in Kleinstaaten zerfallenes Euroland wird dann zur leichten Beute der Finanzalchemisten. Mit ihrem grün bedruckten Papier (Dollars) kaufen sie alles auf. Verzweifelte Mittelständler sind froh, wenn ihnen noch jemand etwas für ihr Lebenswerk bezahlt und Arbeitnehmer sind bereit, ihr Einkommen auf „Weltlohnniveau“ drücken zu lassen, wenn sie nur ihren Job behalten.
  • Eurobonds wären von Anfang an die für Deutschland preiswerteste Lösung gewesen (im Gegensatz zu vergeblichen und wirkungslosen „Rettungsmaßnahmen“), offenbar fehlt aber der Wille, sie innenpolitisch durchzusetzen.
  • Die Mainstream-Ökonomie ist blind für die Tatsache, dass Guthaben und Vermögen exponentiell steigen und deshalb in unserem Finanzsystem auch die Verschuldung exponentiell steigen muss.

Neun-Punkte-Programms zur Sanierung Griechenlands

Ein radikales Neun-Punkte-Programms zur Sanierung Griechenlands und zur Rettung des Euro – jenseits der Empfehlungen des heutigen Establishments:

  1. Griechenland wird für drei Jahre EU- Sonderwirtschaftszone.
  2. In dieser Zone wird der Hellas-Euro (H€) eingeführt: Banknoten sind identisch, haben aber nur griechische Schriftzeichen und sind mit einem Chip versehen. Griechische Guthaben (Bürger und juristische Personen) in der EU und alle Guthaben in Griechenland werden in Hellas-Euro umgeschrieben.
  3. Die EZB belastet Hellas-Euro-Guthaben mit einer monatlichen Gebühr in Höhe von 0,5% (die Gebühr nennen wir „Demurrage“). Die Chips der Hellas-Euro-Noten zeigen im Prüfgerät der Bank oder des Einzelhändlers den jeweils aktuellen Wert an.
  4. Die „Demurrage“ wird von den Geschäftsbanken eingezogen und von der Europäischen Zentralbank an den griechischen Staatshaushalt weitergeleitet.
  5. Der Hellas-Euro-Kapitalverkehr wird reguliert, Transfers aus der Eurozone heraus sind für die Dauer von drei Jahren genehmigungspflichtig.
  6. Die griechischen Staatsschulden werden für drei Jahre eingefroren und weder verzinst noch getilgt. Dem Land wird so ermöglicht, sich auf würdige Art zu sanieren. Das laufende Programm Griechenlands zur Privatisierung öffentlichen Eigentums wird für drei Jahre ausgesetzt.
  7. Griechenland verpflichtet sich zu einer tiefgreifenden Reform seiner öffentlichen Verwaltung und unterwirft sich dabei der Federführung der Europäischen Union und de Europäischen Zentralbank.
  8. Die „Demurrage“ wird den Geldumlauf verstetigen, den Konsum anregen und die wirtschaftliche Entwicklung in Griechenland fördern. Nach drei Jahren wird sich das Land stabilisiert haben und seine Verpflichtungen erfüllen können.
  9. Die historische Erfahrung mit ähnlich konstruierten Finanzordnungen spricht für den Erfolg dieses Programms. Anschließend kann es dann auf die gesamte Eurozone übertragen werden kann. Der Euro wird zu „Fließendem Geld“ und dann auch zur stabilsten Währung der Welt. Dann kann er den Dollar als Weltleitwährung ablösen.

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger, www.lust-auf-neues-geld.de

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