marine
"Seeräuber" können Fischer gewesen sein
Marine will deutschen Luxusliner "verteidigt" haben
Da soll die Bundeswehr neuerdings gegen Piraten eingesetzt werden und schon liest man fast täglich von Piratenangriffen. Zuvor ging es jahrelang nur um "Terroristen", die bekämpft wurden. Jetzt soll es angeblich auch noch den Versuch eines Piratenangriffs auf ein deutsches Kreuzfahrtschiff gegeben haben und die deutsche Marine will den fragwürdigen Angriff abgewendet haben. Die Bundeswehr schildert den Hergang so: Zwei Schnellboote hätten sich in dem Seegebiet dem Vier-Sterne-Schiff "MS Astor" "genähert" und seien aber von einer deutschen Fregatte mit Warnschüssen "vertrieben" worden. Es sei das erste Mal, dass die deutsche Marine ein Kreuzfahrtschiff in einem solchen Fall "verteidigt" habe, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos am Freitag (5. Dezember) in Potsdam. Ob es sich aber tatsächlich um eine Attacke von Seeräubern gehandelt habe, sei nicht abschließend zu klären, stellte selbst die Bundeswehr fest. Die Schnellboote fuhren offenbar in fünf bis sechs Kilometer Entfernung von dem Kreuzfahrtschiff, teilte der Reiseveranstalter "Transocean Tours" mit.
Altlasten aus den zwei Weltkriegen
Marine räumte Minenfeld in der Ostsee
Ein internationaler Marineverband hat in den vergangenen zwei Wochen ein Minenfeld vor der lettischen Küste beräumt. Insgesamt 57 Seeminen seien in der sogenannten Irben-Straße gesprengt worden, sagte ein Sprecher der mit zwei Schiffen beteiligten Deutschen Marine am Dienstag (16. September). Bei den Sprengkörpern handele es sich um Altlasten aus den zwei Weltkriegen und der Zeit des Kalten Krieges. Nach Angaben des Marinesprechers findet die Operation bereits seit 1997 jährlich statt. Seitdem wurden etwa 500 Minen aufgespürt und gesprengt. In dem Seegebiet seien vor allem im Ersten Weltkrieg schätzungsweise rund 15.000 Minen gelegt worden.
Bekämpfung von See- und Landzielen
Deutsche Marinie stellt zweite Korvette in Dienst
Im Marinestützpunkt Warnemünde wird in der kommenden Woche die zweite von insgesamt fünf neu gebauten Korvetten in Dienst gestellt. Im Beisein von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) werde am 22. September auf der "Magdeburg" die Flagge gehisst, teilte das Marineinformationszentrum am Montag (15. September) mit. Das Kriegsschiff kann unter anderem zur "Bekämpfung von See- und Landzielen" eingesetzt werden.
Seeweg-Kontrolle
Marine schickt neues Aufklärungsflugzeug ans Horn von Afrika
Erstmals entsendet die Deutsche Marine einen Seefernaufklärer vom Typ P3-C Orion zur "Anti-Terror-Mission" Operation Enduring Freedom (OEF) nach Djibouti. Das Flugzeug gehört zum Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin" in Nordholz und löst Anfang Juli die Fregatte "Emden" ab, wie ein Marinesprecher am Donnerstag (19. Juni) in Glücksburg sagte. Der internationale Einsatz sei die erste "Bewährungsprobe" dieses neuen Flugzeugtyps der Marineflieger. Insgesamt werden rund 100 Marinesoldaten in Djibouti stationiert. Zu den Aufgaben der P3C gehören den Angaben zufolge Aufklärungs- und Überwachungsflüge in den angrenzenden Seegebieten.
"Aufrechterhaltung des freien Welthandels"
Bundesregierung will Marine-Einsätze gegen Piraten
Der "internationale Kampf gegen Terrorismus" hat möglicherweise langsam ausgedient, um Bundeswehr-Einsätze im Ausland zu legitimieren. Die Bundesregierung sondiert jetzt Möglichkeiten der deutschen Marine im "Kampf gegen die internationale Piraterie". Die Koalitionsspitzen vereinbarten dazu Gespräche zwischen Verteidigungsministerium und Auswärtigen Amt, wie Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Freitag (13. Juni) in Berlin sagte. Schon 1992 definierte die Bundesregierung die "Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt" in den damaligen Verteidigungspolitischen Richtlinien als Aufgabe der Bundeswehr.
Kriegsspiele
Marine-Manöverserie "Northern Coasts" beginnt
Rund 2000 Soldaten auf 40 Schiffen aus acht Ländern sind am Montag von Kiel aus zu einem Manöver in See gestochen. Die Übung "Northern Coasts" ist nach Marine-Angaben der Beginn einer Reihe von Übungen in der Ostsee. Sie soll künftig einmal im Jahr stattfinden. Seit Montag proben die Soldaten in der Ostsee einen Kriseneinsatz während eines zwischenstaatlichen Konflikts im Rahmen eines UN-Mandats. Unterstützt werden die Marineeinheiten aus der Luft und von Land.
Marine
Bundestag berät neues Libanon-Mandat der Bundeswehr
Der Bundestag hat sich am 11. September mit der Verlängerung des Libanon-Einsatzes der Bundeswehr befasst. Die Regierungsvorlage, die einen weiteren Einsatz der Marine für ein Jahr vorsieht, wurde ohne Aussprache zur weiteren Beratung in die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Eine Entscheidung des Parlaments soll bereits am 12. September fallen.
Fregatte "Lübeck"
Deutsches Kriegsschiff soll sich selbst beschossen haben
Mit einem Schuss aus der eigenen Bordkanone soll sich die Fregatte "Lübeck" während der Einsatzausbildung vor dem britischen Marinestützpunkt Plymouth selbst beschädigt haben. Wie die Oldenburger "Nordwest-Zeitung" schreibt, wurde bei dem Zwischenfall, der sich vor eineinhalb Wochen ereignete, offenbar niemand verletzt. Trotz eines beschädigten Ankerspills habe die Fregatte ihr normales Ausbildungsprogramm fortsetzen können. Seit Freitag ist das Schiff offenbar wieder in Wilhelmshaven.
Libanon-Einsatz
Bundesmarine jetzt auch in der Sechs-Meilen-Zone
Der Marineverband der UNIFIL kontrolliert jetzt offenbar auch die Sechs-Meilen-Zone vor der Küste Libanons. Die libanesische Regierung habe entschieden, die Kontrolle an den von der deutschen Bundesmarine geführten Schiffsverband abzutreten. Als Grund wurde in Beirut gesagt, dass die libanesischen Kriegsschiffe nicht genügend ausgerüstet seien, um bei hohem Wellengang die Küstengewässer zu kontrollieren und einen Waffennachschub der Hisbollah zu unterbinden.
Einsatz am Horn von Afrika
Beteiligung der deutschen Marine am Irak-Krieg
Am 24. und 25. September 2006 besuchten Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung und Mitglieder des Verteidigungsausschusses des Bundestages die rund 300 am "Horn vom Afrika" seit Jahren eingesetzten deutschen Marinesoldaten. Nach Darstellung der Bundeswehr geht es beim Einsatz am Horn von Afrikas um Terrorismusbekämpfung: "Ziel ist es, den Transport von Personen und Gütern (z.B. Waffen, Munition, Drogen) zu unterbinden, die der Unterstützung des internationalen Terrorismus dienen." Die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vom 26. September berichtet über weitere Aufgaben der deutschen Marine. So geht es am Horn von Afrika offenbar auch um die aktive Unterstützung der USA im Irak-Krieg: "Außerdem hat die Deutsche Marine hier 70 Geleitschutzaufträge wahrgenommen. Daß damit auch eine weitere Unterstützungsleistung für den amerikanischen Nachschub für den Irakkrieg geleistet wurde, ist unter der früheren Regierung Schröder/Fischer diskret behandelt worden." Inzwischen treffe man mit dieser Feststellung auch bei sozialdemokratischen und grünen Politikern nicht auf Widerspruch.
Bundeswehr
Marine wandelt sich zu einer "global ausgerichteten Seestreitmacht"
Die Marine hat eigenen Angaben zufolge die Neustrukturierung ihrer Flotte abgeschlossen. Der Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Hans-Joachim Stricker, stellte am Donnerstag im Marinestützpunkt Kiel die neue Einsatzflottille 1 in den Dienst, wie die Marine mitteilte. Der Flottille gehören 43 Boote und Schiffe sowie die 14 U-Boote an.
Bundeswehr
Jung will weitere 35 Millionen Euro für Marinestandort Warnemünde bereitstellen
Verteidigungsminister Franz Josef Jung will den Marinestandort Warnemünde mit weiteren Investitionen in Millionenhöhe ausbauen. Der Stützpunkt der Schnellbootflottille gehöre zu den modernsten Standorten der Bundeswehr, sagte Jung am Freitag bei einem Besuch. Stationierungsentscheidungen seines Vorgängers unter anderem zur Schaffung eines neuen Korvettengeschwaders in Warnemünde werde er nicht in Frage stellen, sagte der Minister. In den Ausbau der Infrastruktur des Standortes sollen deshalb weitere 35 Millionen Euro fließen, nachdem bereits 60 Millionen Euro hierfür ausgegeben wurden.
"Schwimmende Führungsplattform"
Deutsche Marine stellt neues Kriegsschiff "Hessen" in Dienst
"Der Kommandant der Fregatte Hessen, Fregattenkapitän Peter Wiemann, wird am 21. April um 11 Uhr mit dem Befehl 'Heiß Flagge und Wimpel' eines der modernsten Kampfschiffe Europas offiziell in den Dienst der Deutschen Marine nehmen", hatte die Marine am 13. April mitgeteilt. Die militärische "Zeremonie" fand am Freitag im Beisein von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung sowie dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch statt. Nach Angaben der Marine kann das neue Kriegsschiff aufgrund seiner modernen Informationssysteme "im Rahmen teilstreitkraftgemeinsamer Operationen als schwimmende Führungsplattform eingesetzt werden". Die Fregatte sei "mit ihren innovativen Sensoren und Waffen" in der Lage, ein umfassendes Luftlagebild zu erstellen. Ein "Bordhubschrauber" diene "der weitreichenden Seezielbekämpfung und U-Jagd".
Ersatz durch Korvetten
Marine verkauft letzte Albatros-Schnellboote nach Tunesien
Die letzten Marineschnellboote der Albatros-Klasse von der Bundeswehr wurden außer Dienst gestellt. Die beiden Schiffe gehen wie vier Vorgänger nach Tunesien, wie ein Marinesprecher am Montag ankündigte. Insgesamt waren in Warnemünde zehn der so genannten Flugkörper-Schnellboote stationiert. Vier bereits ausgemusterte Schiffe liegen im Wilhelmshavener Arsenal. Sie sollen entweder ebenfalls ins Ausland verkauft werden oder als "Ersatzteillager" dienen. Die Schnellboote werden 2007 durch Korvetten ersetzt. Der Bund hat den Bau und Kauf von fünf dieser Schiffe geplant, die nach aktueller Planung alle in Warnemünde stationiert werden sollen.
Manöver
Deutsche Marineverbände trainieren mit NATO-Partnern
Marineverbände aus Deutschland und von elf NATO-Partnern beginnen am Montag ein fünfwöchiges Manöver. Ziel der Übung sei die "Bewältigung eines Krisenszenarios", wie die Deutsche Marine am Freitag in Glücksburg mitteilte. Dem deutschen Ausbildungsverband gehörten unter anderem zwei Fregatten, fünf Schnellboote, zwei Minenjagdboote und ein U-Boot an. Zum Einsatz kämen Seefliegerkräfte sowie Jagdbomber der Luftwaffe.
Militär
Letzte Marine-Boote kehren vom Gibraltar-Einsatz zurück
Deutschen Marine treffen nach ihrem NATO-Einsatz vor Gibraltar heute wieder in der Heimat ein. Mit der Rückkehr des Kontingents ist zugleich die neunmonatige deutsche Beteiligung an dem Einsatz in der Meerenge zwischen Europa und Afrika beendet.
Walschutz
Gericht verbietet Sonar-Versuche der US-Marine
Die US-Marine muss ihre Versuche mit Sonargeräten einstellen. Eine US-Bundesrichterin hat ein entsprechendes Verbot für besonders artenteiche Teile der US-Gewässer erlassen. Argument der Richterin war, dass die Sonargeräte Meeressäuger und Fische gefährdet, berichtet der San Francisco Chronicle. Insgesamt gilt das Verbot über eine Gesamtfläche von 22,4 Mio. Quadratkilometer im Pazifischen Ozean. Nach Sonar-Versuchen der US-Navy waren zahlreiche tote Wale gefunden worden.
Kriegsschiff im Einsatz
Portugiesische Marine soll für Ölpest verantwortlich sein
Das Auseinanderbrechen des Öltankers "Prestige" ist laut dem Magazin „Stern“ auf das massive Eingreifen der portugiesischen Marine zurückzuführen. Die holländischen Schlepper mit dem havarierten Tanker am Haken wurden von dem Kriegsschiff "Joao Coutinho" abrupt zum Abdrehen gezwungen, berichtet das Magazin. Deswegen, so die Bergungskapitäne, sei die "Prestige" quer zu den Wogen gekommen und hing zwischen zwei Wellenbergen. Das angeschlagene Schiff knickte ein, zerbrach und sank. Dabei sind noch einmal 10.000 Tonnen Schweröl ausgelaufen, die nun an den Küsten antreiben.
Abzug von US-Marine unwahrscheinlich
PUERTO RICO: Bevölkerung von Vieques ist Opfer des Anti-Terror-Kriegs
Seit die USA ihre Kriegsrhetorik gegen den Irak intensiviert haben, proben US-Marines auf der puertoricanischen Insel Vieques den Ernstfall. Zum letzten Mal, hoffen die Anwohner der seit 1942 als Übungsplatz genutzten Insel. Doch der Anti-Terror-Krieg von Präsident George W. Bush macht ein Ende der US-Militärpräsenz unwahrscheinlich. Die Bewohner von Vieques warten derzeit auf das Ergebnis medizinischer Untersuchungen, die das gesamte Ausmaß der Verseuchung durch die US-amerikanische Militärpräsenz offenbaren. Schon jetzt gibt es Anzeichen, dass die Krebsrate auf Vieques 27 Mal höher ist als auf der elf Kilometer östlich gelegenen Hauptinsel Puerto Rico.
Kriegsführung
Deutsche Marine übernimmt Führung am Horn von Afrika
Die Deutsche Marine übernimmt den Oberbefehl über den alliierten Marine-Einsatzverband am Horn von Afrika. Verteidigungsminister Rudolf Scharping entschied, dass die Übernahme des Oberbefehls zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgen soll, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit.
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