natur

Frühlingserwachen

Ostertage für Naturwanderungen nutzen

Deutschlands bekannteste Weißstörche kündigen das Frühjahr an. Während Jonas schon seit gut einer Woche seinen Horst bewohnt und auf Prinzesschen wartet, nähern sich die Storchendamen Prinzesschen (aus Südafrika) und Annemarie (aus dem äthiopischen/sudanesischen Grenzland) unaufhaltsam heimischen Gefilden. Wer die Störche auf dem weiteren Weg zu ihrem Horst in Sachsen-Anhalt begleiten möchte, findet täglich aktuelle Informationen Im Internet.

Flussschutz

Ende der Naturzerstörung im ukrainischen Donaudelta gefordert

Angesichts der Zerstörung bedeutender Teile des Donaudeltas durch Kanalbauarbeiten auf ukrainischem Gebiete hat der Naturschutzbund NABU das Auswärtige Amt aufgefordert politischen Druck auf die Ukraine auszuüben. "Die Bauarbeiten am Schifffahrtskanal und in den Uferbereichen gefährden einen der großartigsten Naturräume der Erde und die wichtigste Drehscheibe des Vogelzuges im westlichen Schwarzmeerraum", sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. Auch die UNESCO dürfe nicht tatenlos bei der Zerstörung eines ihrer Weltnaturerbegebiete zuschauen. Die Hamburger Firma Möbius Bau, die maßgeblich an der Umsetzung vor Ort beteiligt ist, forderte der NABU auf, unverzüglich die laufenden Bauarbeiten zu beenden.

"Red Dead Initiative"

Totes Meer vom Austrocknen bedroht

Das salzigste Gewässer der Erde, das Tote Meer, droht zunehmend auszutrocknen. In knapp 50 Jahren droht das Ende des einzigartigen Naturspektakels im Nahen Osten. Jordanien will in einer spekatakulären Rettungsaktion das Tote Meer vor dessen Ende bewahren, berichtet BBC-Online am Mittwoch. Dazu soll Ozeanwasser aus dem Roten Meer in den salzigen See gepumpt werden.

Quartierverzeichnis 2003 / 2004

468 Naturfreundehäuser als Unterkunft für Ausflüge und Reisen bereit

Das vollständig aktualisierte und überarbeitete Verzeichnis aller Naturfreundehäuser präsentiert sich in einer reisefreundlichen Form. Das durchgehend vierfarbige Buch enthält neben den Adress- und Kontaktinformationen auch die Besonderheiten und Qualitätsmerkmale der einzelnen Naturfreundehäuser. Von der einfachen Wander- und Schutzhütte bis zum familienfreundlichen Hotel ist alles dabei. Welche Schwerpunkte die NaturFreunde Deutschlands insgesamt verfolgen wird auch über die Arbeit der Naturfreundehäuser deutlich.

Braunkohle

Kultur und Natur statt Kohlegrube in Lacoma gefordert

ROBIN WOOD und die Grüne Liga fordern den Erhalt des ostbrandenburgischen Dorfes Lacoma und seiner Teichlandschaft. Die weitere Vernichtung ganzer Dörfer und Landstriche in der Lausitz zu Gunsten des Braunkohletagebaus sei gegenüber den dort lebenden Menschen wie auch klima- und energiepolitisch nicht zu verantworten.Geht es nach dem Willen des Energieriesen Vattenfall Europe, hätten die BewohnerInnen des kleinen Dorfes Lacoma bereits am 30. September ihre Häuser räumen müssen. Der Stromkonzern will hier im Tagebau Braunkohle abbauen. In den nächsten Tagen sollen Abrissbagger anrücken und vier Höfe und die sogenannte Kulturscheune dem Erdboden gleich machen. Die Bewohner haben angekündigt, ihr Dorf nicht freiwillig zu verlassen.

Saale-Kanal

BUND übergibt 22000 Unterschriften für naturnahe Flüsse

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Naturschutzbund NABU und der World Wide Fund For Nature (WWF) lehnen die Flussbauprojekte im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans ab. Eine der absurdesten Fehlplanungen sei beispielsweise der geplante Saale-Elbe-Kanal, der nicht nur ökologisch fragwürdig sei, sondern auch ökonomisch keinen Sinn mache. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe erhielt heute 22 000 vom BUND gesammelte Unterschriften gegen den Flussausbau. Am Morgen hatten Mitarbeiter der Umweltorganisation ein Riesen-Bauschild vor dem Bundesverkehrsministerium installiert: "Die Regierung baut Mist! 80 Millionen Euro für den sinnlosen Saale-Elbe-Kanal - Natur wird zerstört und Millionen gehen den Bach runter!"

Nicht nur am Muttertag

Blumen aus fairem Handel schützen Menschen und Natur

Der Blumenhandel verkauft am Muttertag bis zu 200 Prozent mehr Ware. Aus diesem Anlass erinnert das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes daran, dass auf vielen Blumenfarmen unmenschliche Arbeitsbedingungen herrschen. Betroffen seien insbesondere Frauen, die in den Lieferländern in Afrika und Lateinamerika für Hungerlöhne arbeiten und dabei oft völlig ungeschützt giftigen Pestiziden ausgesetzt sind. terre des hommes ruft die Verbraucher in Deutschland dazu auf, Blumen aus fairem Handel zu kaufen: Nur sie böten die Gewähr für Produktionsbedingungen, die Mensch und Umwelt schonen. Rund 1.000 Blumengeschaefte in Deutschland bieten Blumen mit dem "Flower Label" an.

Tag der deutschen Einheit

BUND fordert: Grenzstreifen als Naturrefugium Grünes Band sichern

Am 12. Jahrestag der deutschen Einheit appellierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) an die künftige Bundesregierung, den früheren innerdeutschen Grenzstreifen umfassend für den Naturschutz zu sichern. Eine Bestandsaufnahme habe ergeben, wie wertvoll das so genannte Grüne Band sei. Es erfülle sämtliche Kriterien des Bundesnaturschutzgesetzes für den nationalen Biotopverbund. Anstatt bundeseigene Flächen im Grünen Band zu veräußern müssten diese - wie bereits bei 100 000 Hektar Naturschutzflächen in den neuen Ländern geschehen - unentgeltlich an Naturschutzverbände, Naturschutzstiftungen oder die Bundesländer übertragen werden. Dies müsse auch im neuen rot-grünen Koalitionsvertrag festgeschrieben werden.

Spektakuläres Naturschauspiel

200 000 Brandgänse in der Mauser

Ein spektakuläres Schauspiel können Naturfreunde im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer verfolgen. Vor der Küste Dithmarschens sind nahezu sämtliche Brandgänse Europas zusammengekommen, um die Federn ihrer Flügel zu erneuern. Die 200 000 Tiere können während der Erneuerung der Flügelfedern nicht fliegen und sind daher besonders scheu und störungsempfindlich.

Netz von 15 Informationsstellen

Wissen über den Naturpark Thüringer Wald

Eines der bekanntesten Erholungsgebiete Deutschlands, der Naturpark Thüringer Wald, besitzt jetzt ein Netzwerk für Umweltbildung und Regionalentwicklung. 15 Informationsstandorte, an den wichtigsten Kernpunkten im Naturpark aufgebaut, ermöglichen Besuchern Orientierung und Information. 470.000 Einwohner in 220 Kommunen präsentieren sich mit ihren Angeboten den interessierten Gästen. "Damit bietet dieses System für alle Interessierten eine wichtige Grundlage, die Bedürfnisse und Bedeutung eines solchen ursprünglichen Naturraums zu begreifen", erläuterte Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, die das Projekt mit 2,1 Millionen Euro förderte. Projektpartner und Initiator war hierbei der Verband Naturpark Thüringer Wald e. V., dessen Vorsitzender Andreas Trautvetter, Finanzminister von Thüringen, das Informationszentrum in Ruhla am Mittwoch stellvertretend für alle weiteren einweihte

Hilfe für das Tote Meer

Global Nature Fund warnt vor Austrocknung

Die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) fordert zum Weltwassertag verstärkte Anstrengungen zum Schutz des Toten Meeres, das an Israel, Jordanien und Palästina angrenzt. Das Tote Meer ist Mitglied im internationalen Seenetzwerk Living Lakes, das vom GNF koordiniert wird. Der Wasserpegel des tiefstgelegenen Binnensees der Welt ist in den letzten 30 Jahren um 25 Meter gesunken.