Umweltmesse Solar Energy eröffnet - Boombranche Photovoltaik

Solarenergie

Die mögliche Einrichtung einer international tätigen Agentur für Erneuerbare Energien in Deutschland ist ein Hauptthema auf der am Freitag in Berlin eröffneten Umweltmesse "Solar Energy". Wie der Veranstalter mitteilte, wird darüber unter anderem mit Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) und dem Direktor des UNO-Umweltprogramms Klaus Töpfer auf der Veranstaltung diskutiert. Die diskutierte Agentur geht auf eine Initiativen von EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer zurück.

Weitere Themenschwerpunkte sind die Präsentation der Entwicklungen in Bereichen wie Photovoltaik, Solarthermik, Biomassenutzung sowie Wind- und Wasserenergie. Vorgestellt wird ferner das "erste Nullenergie-Fertighaus für den deutschen Markt". 300 Aussteller präsentieren bis Sonntag ihre Produkte. Auf dem Messegelände werden rund 25.000 Besucher erwartet.

Die Photovoltaikbranche erlebe derzeit einen "großen Boom", hieß es weiter. Auf der Messe präsentierten sich erstmals Großkonzerne, die im entsprechenden Markt tätig seien. Bei der Photovoltaik handelt es sich um direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Solarzellen. Für die Solarthermik werde auf Grund der gegenwärtig "guten politischen Rahmenbedingungen" in Deutschland mit zweistelligen Zuwachsraten gerechnet. Gegenwärtig wird pro erzeugter Kilowattstunde Sonnenstrom eine gesetzlich garantierte Vergütung von 99 Pfennig gezahlt.

Die Umweltmesse "Solar Energy" findet zum vierten Mal statt und ist nach eigenen Angaben "Branchentreffpunkt der internationalen Solar-, Wind- Biomasse- und Wärmepumpenindustrie" und in ihrem Bereich "Leitmesse für Europa".