Bauern und Forstwirte übergeben Resolution zu Bioenergie

Klimagipfel

Der Deutsche Bauernverband hat am Dienstag eine Resolution zur stärkeren Nutzung der Bioenergie an das Sekretariat des Welt-Klimagipfels in Bonn übergeben. Die Landwirtschaft erklärt darin ihre Bereitschaft, den Anteil nachwachsender Energieträger zu erhöhen, verlangt aber im Gegenzug politische Unterstützung. Die Landwirte waren zuvor mit einem Fahrzeugkorso aus Biodiesel-Fahrzeugen vor das Tagungsgelände in Bonn gezogen. In der Resolution "Wir ernten Energie", die der offizielle Konferenzsprecher Michael Williams entgegennahm, wird die weitere Förderung von Anbau und Verwendung nachwachsender Rohstoffe gefordert.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner rechnete vor, dass Deutschland noch rund 70 Millionen Tonnen CO2-Emissionen verringern müsse, um sein in Kyoto vereinbartes Klimaschutzziel zu erreichen. Die Landwirtschaft könne dazu einen nennenswerten Beitrag beisteuern, weil bei der Verbrennung von Biomasse nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die Pflanze vorher aus der Luft aufgenommen hat. Mit dem vom Bundesumweltministerium auf 200.000 Biogasanlagen geschätzten Potenzial wären rund 5,5 Prozent des deutschen Energieverbrauchs abgedeckt. Dies entspräche einer CO2-Minderung von 10 Millionen Tonnen jährlich.

Würde zudem der Rapsanbau für Biodiesel von derzeit 290.000 auf eine Million Hektar ausgeweitet, bedeutete dies ein weiteres Einsparvolumen von fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid. Nach Angaben von Sonnleitner hat die Land- und Forstwirtschaft in den vergangenen zehn Jahren ihren Klimagas-Ausstoß um über zwölf Prozent gesenkt.